nach 600 seiten satzkorrektur hab ich mich heute abend mal wieder durch die familienelternkindwieauchimmerblogs gewühlt.
und mich gewundert.
wieder mal geht es um das leidige thema.
lasst es euch gesagt sein, liebe frauen:
WIR können nur alles falsch machen.
entscheiden wir uns für kinder und bleiben zuhause, sind wir doofes heimchen am herd. entscheiden wir uns gegen kinder und für die arbeit, sind wir kinderhasserinnen und karrieregeile zicken (ganz zu schweigen davon, dass all jene frauen, die ungewollt kinderlos sind und dies nicht jedem auf die nase binden wollen, auch mit diesen schönen etiketten versehen werden). entscheiden wir uns für kinder und für die arbeit, sind wir die rabenmütter, die nicht wissen, wo sie eigentlich ihre prioritäten setzen müssten.
ja, es ist schlimm genug, dass die öffentlichkeit derzeit so gerne jeden und alles, vor allem uns frauen, etikettiert, in schubladen steckt.
aber bitte, machen WIR UNS doch auch nicht noch das leben zur hölle, indem wir diese etiketten alle aufsammeln und munter weiterverwenden. uns gegenseitig quälen, indem wir uns mit banalitäten beschäftigen und uns permanent in fraktionen einteilen: kind/nicht kind; arbeiten/nicht arbeiten; stillende mütter/nicht stillende mütter; ökokost/nicht öko-kost; montessori-kindergarten/staatliche kita; usw. usf.
bitte, wo ist die solidarität unter frauen geblieben?
dass wir alle die freiheit haben zu entscheiden, ist doch klar. dass wir alle - größtenteils jedenfalls - vernunftbegabte wesen sind, die schon wissen, was sie da tun bzw. das beste aus ihrem leben machen wollen und werden, ist ebenfalls klar. dass "das beste" niemals ein objektiver wert ist, sondern von jedem individuum frei bestimmbar ist und sein muss, ist auch klar.
wir sollten einfach endlich aufstehen und um das streiten, was wirklich wichtig ist:
um gerechtigkeit, ein kinderfreundlicheres land, politik für familien, erleichterungen im alltag und in der bürokratie etc. etc.
es gibt so viel zu tun.
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Mittwoch, 16. Juli 2008
Mittwoch, 19. September 2007
mutterglück
in irgendeinem der vielen netten blogs habe ich gelesen:
mutterglück ist das, was die mutter empfindet, wenn die kinder abends im bett sind.
ich weiß wirklich nicht mehr, wo ich es gelesen habe, und ich entschuldige mich hiermit schonmal bei derjenigen für den klau.
heute gehts mir nun definitiv auch mal so. das kindchen war heute nachmittag beim gesprächstermin mit dem neuen hauseigentümer dabei, und es hat dort nicht nur eine ganze flasche bionade (lecker zuckerwasser, sage ich nur) ausgetrunken und dabei fröhlich vor sich hin gepupst, sondern irgendwann auch furchtbar gequengelt. als wir wieder zurück in unserer wohnung waren, fing der radau erst richtig an (und weil der neue eigentümer noch im haus war, dachten wir: "na klasse, jetzt kriegen wir bestimmt gleich die kündigung"), und das ansonsten so ruhige bienenkindchen steigerte sich (hatten wir ja auch lange nicht mehr) in einen richtigen wutbrüllheulanfall hinein, der lange - sehr lange - anhielt.
und jetzt, jetzt schläft er endlich, der kleine unhold.
ich bin noch einigermaßen verrotzt, der ehemann arbeitet, ich habe jetzt noch ca. drei stunden goethe-briefwechsel (neues projekt) vor mir, muss aber eigentlich noch drei andere dinge für den verlag fertig machen, und übermorgen kommt die beste omi der welt, die natürlich auch nicht zwischen den staubmäusen übernachten soll. also muss ich noch heute abend und morgen früh arbeiten und morgen nachmittag irgendwann - mit kindchen im schlepptau - putzen. am freitag ist dann verlagstermin, der auch noch vorbereitet werden will.
warum eigentlich hat der tag nur 24 stunden?
oder:
warum braucht man mehr als fünf stunden schlaf?
ganz zu schweigen davon, dass ich auch mal wieder was für mein äußeres tun wollte - haare schneiden und tönen -, denn so langsam sehe ich aus wie eine mutti, und ich will nicht aussehen wie eine mutti. erst recht nicht will ich am freitag im verlag wie eine mutti aussehen.
wenn die geneigten leserinnen verstehen, was ich meine.
mutterglück ist das, was die mutter empfindet, wenn die kinder abends im bett sind.
ich weiß wirklich nicht mehr, wo ich es gelesen habe, und ich entschuldige mich hiermit schonmal bei derjenigen für den klau.
heute gehts mir nun definitiv auch mal so. das kindchen war heute nachmittag beim gesprächstermin mit dem neuen hauseigentümer dabei, und es hat dort nicht nur eine ganze flasche bionade (lecker zuckerwasser, sage ich nur) ausgetrunken und dabei fröhlich vor sich hin gepupst, sondern irgendwann auch furchtbar gequengelt. als wir wieder zurück in unserer wohnung waren, fing der radau erst richtig an (und weil der neue eigentümer noch im haus war, dachten wir: "na klasse, jetzt kriegen wir bestimmt gleich die kündigung"), und das ansonsten so ruhige bienenkindchen steigerte sich (hatten wir ja auch lange nicht mehr) in einen richtigen wutbrüllheulanfall hinein, der lange - sehr lange - anhielt.
und jetzt, jetzt schläft er endlich, der kleine unhold.
ich bin noch einigermaßen verrotzt, der ehemann arbeitet, ich habe jetzt noch ca. drei stunden goethe-briefwechsel (neues projekt) vor mir, muss aber eigentlich noch drei andere dinge für den verlag fertig machen, und übermorgen kommt die beste omi der welt, die natürlich auch nicht zwischen den staubmäusen übernachten soll. also muss ich noch heute abend und morgen früh arbeiten und morgen nachmittag irgendwann - mit kindchen im schlepptau - putzen. am freitag ist dann verlagstermin, der auch noch vorbereitet werden will.
warum eigentlich hat der tag nur 24 stunden?
oder:
warum braucht man mehr als fünf stunden schlaf?
ganz zu schweigen davon, dass ich auch mal wieder was für mein äußeres tun wollte - haare schneiden und tönen -, denn so langsam sehe ich aus wie eine mutti, und ich will nicht aussehen wie eine mutti. erst recht nicht will ich am freitag im verlag wie eine mutti aussehen.
wenn die geneigten leserinnen verstehen, was ich meine.
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bienenkindliche begebenheiten,
giftstachel
Mittwoch, 12. September 2007
feuerlöscher
nachrichten aus dem bienenstock:
gestern, beim elternabend in der kita, eine schlechte nachricht: der kindergartenplatz ab april nächsten jahres ist immer noch nicht sicher. und ob das kindlein noch "gezogen" werden kann bis zum august (wenn dann das neue kita-jahr anfängt), ist fraglich, denn dazu bräuchte es attest, bescheinigungen und aussagen der erzieherinnen etc.
es ist schwerer, ein kind ein paar monate länger in der krippe zu behalten als ein kind ein jahr lang für die schule zurückzustellen. tut mir leid, aber ich versteh's einfach nicht mehr. wenn man kinderkrippenplätze schafft, dann muss man doch auch daran denken, dass diese kinder irgendwann mal drei jahre alt sind und nach möglichkeit eben NICHT die einrichtung wechseln sollten. wir reden ja hier über KINDER und nicht über autos, die man, wenn das eine parkhaus voll ist, ins nächste schickt.
das ganze verursacht mir langsam aber sicher schlaflose nächte und magenschmerzen. kita-leitung, elternbeirat und stadtelternrat wollen was unternehmen, aber die stadt stellt sich einfach prinzipiell quer.
notfalls heißt es eben: kämpfen, kämpfen, kämpfen. mit attesten und vielleicht mit anwalt.
eine andere nachricht, von der wir noch nicht wissen, ob sie gut oder schlecht ist: das haus, in dem wir wohnen, wurde an einen anderen eigentümer verkauft. nächste woche soll ein erstes gespräch zwischen neuem eigentümer und den mietern stattfinden. wir lassen uns überraschen...
ansonsten bricht nächste woche ein reisemonat an: hildesheim - heidelberg - mannheim (die sonne lacht! *insider*) - frankfurt/main - leipzig. fast alles beruflich, aber ich freue mich unbändig, vor allem auf die heimat. das kinderreisebett ist schon gekauft (nochmals danke an die edle spenderin!).
nun aber noch eine woche arbeiten und mehrere brennende hütten löschen...
(*ebenfalls insider*:-))
gestern, beim elternabend in der kita, eine schlechte nachricht: der kindergartenplatz ab april nächsten jahres ist immer noch nicht sicher. und ob das kindlein noch "gezogen" werden kann bis zum august (wenn dann das neue kita-jahr anfängt), ist fraglich, denn dazu bräuchte es attest, bescheinigungen und aussagen der erzieherinnen etc.
es ist schwerer, ein kind ein paar monate länger in der krippe zu behalten als ein kind ein jahr lang für die schule zurückzustellen. tut mir leid, aber ich versteh's einfach nicht mehr. wenn man kinderkrippenplätze schafft, dann muss man doch auch daran denken, dass diese kinder irgendwann mal drei jahre alt sind und nach möglichkeit eben NICHT die einrichtung wechseln sollten. wir reden ja hier über KINDER und nicht über autos, die man, wenn das eine parkhaus voll ist, ins nächste schickt.
das ganze verursacht mir langsam aber sicher schlaflose nächte und magenschmerzen. kita-leitung, elternbeirat und stadtelternrat wollen was unternehmen, aber die stadt stellt sich einfach prinzipiell quer.
notfalls heißt es eben: kämpfen, kämpfen, kämpfen. mit attesten und vielleicht mit anwalt.
eine andere nachricht, von der wir noch nicht wissen, ob sie gut oder schlecht ist: das haus, in dem wir wohnen, wurde an einen anderen eigentümer verkauft. nächste woche soll ein erstes gespräch zwischen neuem eigentümer und den mietern stattfinden. wir lassen uns überraschen...
ansonsten bricht nächste woche ein reisemonat an: hildesheim - heidelberg - mannheim (die sonne lacht! *insider*) - frankfurt/main - leipzig. fast alles beruflich, aber ich freue mich unbändig, vor allem auf die heimat. das kinderreisebett ist schon gekauft (nochmals danke an die edle spenderin!).
nun aber noch eine woche arbeiten und mehrere brennende hütten löschen...
(*ebenfalls insider*:-))
Mittwoch, 29. August 2007
mir ist grad so
noch schleicht der ehemann um mich herum wie graf dracula um den knoblauch. oder der teufel um das weihwasser. der schnupfen war nicht schön, ist auch schon wieder weg, dankeschön, muss ich so bald nicht nochmal haben. in kombination mit zwei krippen-ausfall-tagen und genervten kollegen und autoren erst recht nicht.
aber das schlechte dieser welt im allgemeinen und im körper der bienenkönigin im besonderen ließ sich am wochenende sehr gut heilen - mit einem freundinnen-wochenende de luxe und entsprechendem durch-die-schuhgeschäfte-stromern (und natürlich auch was kaufen!), kaffee-trinken-gehen, sich-durch-die-läden-treiben-lassen, reden, musik hören, in erinnerungen schwelgen, ach...
und derweil kommt der herbst, morgens erwäge ich beim fahrradfahren schon handschuhe anzuziehen, die blümchen sind traurig und ich auch, die wäsche muss im keller hängen, wie trostlos das alles. und die nachbarn kratzen das letzte grün aus den fugen ihrer einfahrten; lasst doch das bisschen grün leben, möchte ich ihnen zurufen, aber ich kann ja nicht, die stimme macht noch nicht so richtig mit.
heute habe ich gelesen, dass sich "weltschmerz" nicht in andere sprachen übersetzen lässt.
recht so. *spricht die in weltschmerz badende bienenkönigin und wünscht allen herbstzeitlosen eine gute nacht*
aber das schlechte dieser welt im allgemeinen und im körper der bienenkönigin im besonderen ließ sich am wochenende sehr gut heilen - mit einem freundinnen-wochenende de luxe und entsprechendem durch-die-schuhgeschäfte-stromern (und natürlich auch was kaufen!), kaffee-trinken-gehen, sich-durch-die-läden-treiben-lassen, reden, musik hören, in erinnerungen schwelgen, ach...
und derweil kommt der herbst, morgens erwäge ich beim fahrradfahren schon handschuhe anzuziehen, die blümchen sind traurig und ich auch, die wäsche muss im keller hängen, wie trostlos das alles. und die nachbarn kratzen das letzte grün aus den fugen ihrer einfahrten; lasst doch das bisschen grün leben, möchte ich ihnen zurufen, aber ich kann ja nicht, die stimme macht noch nicht so richtig mit.
heute habe ich gelesen, dass sich "weltschmerz" nicht in andere sprachen übersetzen lässt.
recht so. *spricht die in weltschmerz badende bienenkönigin und wünscht allen herbstzeitlosen eine gute nacht*
Mittwoch, 11. Juli 2007
dinge, die man nicht gebrauchen kann
absolut doof ist:
- seit gestern abend eine traubengroße schwellung am 'großen' rechten zeh des bienenkindleins, zusammen mit einer hübschen blutblase (wann passiert? wie passiert? wo passiert?)
- gestern einen vollgekackten (ja, sprechen wir es ruhig aus) schlafsack aus der krippe mitnehmen zu müssen, abends die waschmaschine anzuschmeißen, bei der nachbarin zu klingeln und um trockner-benutzung zu betteln, heute morgen den flauschig-sauberen schlafsack wieder in der krippe abzugeben, um... ja, um ihn heute nachmittag wieder vollgekackt mit nach hause nehmen zu dürfen.
- heute morgen sehr früh aufzustehen, um mit dem kind zum arzt zu fahren (zeh! blutblase! meningokokken-impfung - endlich!), nur um festzustellen, dass die arztpraxis heute geschlossen hat (wegen fortbildung, pfff, die sind solche spitzenärzte, wozu brauchen die sowas ...)
- im strömenden regen das kind in die krippe zu fahren
- im strömenden regen das kind wieder aus der krippe abzuholen.
- seit gestern abend eine traubengroße schwellung am 'großen' rechten zeh des bienenkindleins, zusammen mit einer hübschen blutblase (wann passiert? wie passiert? wo passiert?)
- gestern einen vollgekackten (ja, sprechen wir es ruhig aus) schlafsack aus der krippe mitnehmen zu müssen, abends die waschmaschine anzuschmeißen, bei der nachbarin zu klingeln und um trockner-benutzung zu betteln, heute morgen den flauschig-sauberen schlafsack wieder in der krippe abzugeben, um... ja, um ihn heute nachmittag wieder vollgekackt mit nach hause nehmen zu dürfen.
- heute morgen sehr früh aufzustehen, um mit dem kind zum arzt zu fahren (zeh! blutblase! meningokokken-impfung - endlich!), nur um festzustellen, dass die arztpraxis heute geschlossen hat (wegen fortbildung, pfff, die sind solche spitzenärzte, wozu brauchen die sowas ...)
- im strömenden regen das kind in die krippe zu fahren
- im strömenden regen das kind wieder aus der krippe abzuholen.
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Freitag, 25. Mai 2007
planschi-planschi
habe gestern die letzte wasserspielstraße im tchibo-shop ergattert und bin - die riesenpackung und das nach "eisss!" schreiende kindlein hinten im fahrradanhänger - glückselig nach hause geradelt.
(weil es kein eis gab, legte das kindlein zuhause noch einen sehr beeindruckenden ich-wälz-mich-auf-dem-steinboden-und-brülle-und-trample-anfall hin. wirklich sehr beeindruckend!)
zwei minuten später war es dann aber so sehr mit dem auspacken und aufbauen des neuen planschi-spielzeugs beschäftigt, das alles vergessen war. und was soll ich sagen: volltreffer! das kindchen konnte sich eine stunde später nur sehr sehr schlecht vom neuen spielzeug trennen - erst das gemeinsame sandmännchen-gucken stimmte ihn wieder versöhnlich.
so ist immer etwas los.
leider auch im negativen sinne: wir müssen jetzt doch um den sicher geglaubten kita-platz ab april 2008 bangen (der wäre eigentlich im gleichen haus, wo auch die kinderkrippe ist). es ist doch ein witz: da wird über die betreuung von unter 3-jährigen schwadroniert, aber vergessen, dass diese kinder auch mal drei jahre alt SIND, d.h. dann auch einen kita-platz benötigen.
aber wir haben schon beschlossen zu kämpfen.
Mittwoch, 23. Mai 2007
tuff, tuff, tuff, die eisenbahn...
es war einmal...
vor vielen vielen wochen, da ging eine gut gelaunte bienenkönigin zum bahnschalter, um den antrag für die sog. partner-bahncard des ehegatten abzugeben. der weise und äußerst liebenswürdige mann am schalter schrieb noch ein paar kryptische bemerkungen und zahlen in ebenso kryptischer handschrift auf das blatt papier. "brauchen Sie noch eine kopie vom personalausweis?" fragte die bienenköngin. "nö, brauchen wir nicht." "und das foto hier?" "ja, das kleben wir gleich mal ein." gesagt, getan.
vier wochen (!) später kommt ein brief von der bahncard-bearbeitungsstelle. eine kopie vom personalausweis fehle. die müsse noch nachgeschickt werden. grrrr... zwei tage später kommt abermals ein brief vom gleichen absender: das foto fehle. das müsse noch auch dringend nachgesendet werden. und zwar binnen zweier tage. grrrrrrr...
ein anruf für ein paar läppische euro (stichwort: 1,98 euro für die sekunde oder so ähnlich) ergab, dass das foto doch vorhanden ist. aber die kopie vom personalausweis müsse trotzdem nachgesandt werden. also gut.
just am heutigen tage, abermals nach langen wochen, kommt nun die partner-bahncard ins haus geflattert.
aber haha.
zu früh gefreut.
das foto fehlt.
stattdessen ein leerer weißer ratloser fleck auf der neuen schicken bahncard.
"fairerweise" ist diese übrigens schon gültig seit januar diesen jahres.
wer sagte eigentlich: "demütig nehme ich die zumutungen des lebens hin"?
die bienenkönigin wird wohl morgen wieder für viele schöne euros telefonieren müssen.
vor vielen vielen wochen, da ging eine gut gelaunte bienenkönigin zum bahnschalter, um den antrag für die sog. partner-bahncard des ehegatten abzugeben. der weise und äußerst liebenswürdige mann am schalter schrieb noch ein paar kryptische bemerkungen und zahlen in ebenso kryptischer handschrift auf das blatt papier. "brauchen Sie noch eine kopie vom personalausweis?" fragte die bienenköngin. "nö, brauchen wir nicht." "und das foto hier?" "ja, das kleben wir gleich mal ein." gesagt, getan.
vier wochen (!) später kommt ein brief von der bahncard-bearbeitungsstelle. eine kopie vom personalausweis fehle. die müsse noch nachgeschickt werden. grrrr... zwei tage später kommt abermals ein brief vom gleichen absender: das foto fehle. das müsse noch auch dringend nachgesendet werden. und zwar binnen zweier tage. grrrrrrr...
ein anruf für ein paar läppische euro (stichwort: 1,98 euro für die sekunde oder so ähnlich) ergab, dass das foto doch vorhanden ist. aber die kopie vom personalausweis müsse trotzdem nachgesandt werden. also gut.
just am heutigen tage, abermals nach langen wochen, kommt nun die partner-bahncard ins haus geflattert.
aber haha.
zu früh gefreut.
das foto fehlt.
stattdessen ein leerer weißer ratloser fleck auf der neuen schicken bahncard.
"fairerweise" ist diese übrigens schon gültig seit januar diesen jahres.
wer sagte eigentlich: "demütig nehme ich die zumutungen des lebens hin"?
die bienenkönigin wird wohl morgen wieder für viele schöne euros telefonieren müssen.
Montag, 21. Mai 2007
endlosschleife
es ist doch immer wieder fies: festzustellen, wie viel zeit und unermüdliches immerwährendes tun nötig ist, um eine wohnung, bewohnt von zwei naja erwachsenen und einem kleinkind, e i n i g e r m a ß e n in ordnung zu halten. ich bin jedesmal fassungslos, dass der tag zwischen 7 uhr morgens und 11 uhr abends so dahin entschwindet - und einem mit dem bitteren gefühl zurücklässt, wieder nur ein drittel dessen, was eigentlich der wohnung gut tun würde, geschafft zu haben. und das schlimme ist: stellt sich irgendwann tatsächlich ein zustand ein, dergestalt, dass man tief zufrieden in einen sauberen und aufgeräumten raum blickt, so kann man gewiss sein, im zimmer am anderen ende des flures wieder von vorn beginnen zu können.
aber das ist bestimmt alles nur kopfsache.
man muss sich abends einfach öfter sagen: das hab ich heute toll hingekriegt: ich bin aufgestanden (ja, das sollte auch schon als leistung anerkannt werden!), habe das kindlein in die krippe gefahren, gearbeitet, das kindlein abgeholt, ein rezept beim arzt besorgt und in der apotheke abgegeben, eine hose in die änderungsschneiderei gebracht und ein paket zur post, ein bisschen unkraut im garten gezupft, das schreiende kind beruhigt, achtunddreißig mal "dornröschen" vorgelesen, den rotz von der kindernase gewischt, zwischendurch die wäsche aufgehängt und eine neue maschine befüllt, nicht zu vergessen die geschirrspülmaschine, den sand (ach, geliebtes kind!) im wohnzimmer weggesaugt, den müll rausgetragen.
ich bin wirklich super.
ja ehrlich.
so, jetzt lässt sichs vortrefflich noch zwei stunden arbeiten.
aber das ist bestimmt alles nur kopfsache.
man muss sich abends einfach öfter sagen: das hab ich heute toll hingekriegt: ich bin aufgestanden (ja, das sollte auch schon als leistung anerkannt werden!), habe das kindlein in die krippe gefahren, gearbeitet, das kindlein abgeholt, ein rezept beim arzt besorgt und in der apotheke abgegeben, eine hose in die änderungsschneiderei gebracht und ein paket zur post, ein bisschen unkraut im garten gezupft, das schreiende kind beruhigt, achtunddreißig mal "dornröschen" vorgelesen, den rotz von der kindernase gewischt, zwischendurch die wäsche aufgehängt und eine neue maschine befüllt, nicht zu vergessen die geschirrspülmaschine, den sand (ach, geliebtes kind!) im wohnzimmer weggesaugt, den müll rausgetragen.
ich bin wirklich super.
ja ehrlich.
so, jetzt lässt sichs vortrefflich noch zwei stunden arbeiten.
Montag, 16. April 2007
die alte frage
das hatten wir ja lange nicht: heute abend 39,1 grad fieber beim bienenkindlein, gepaart mit schnupfen und ein wenig husten.
draußen ist doch sommer! woher hat das kind bloß die viren? *grübel*
nun werden wir sehen, ob das kind morgen überhaupt krippentauglich ist. wohl eher nicht.
und schon ist wieder alles in frage gestellt: die arbeit und der ganze kram, der da dranhängt; und man zweifelt, ob man das alles so richtig macht, und ob das überhaupt geht: arbeit und kind.
und ich rede nur von arbeit, nicht von karriere. von karriere spricht ja schon gar keiner mehr, wir wollen ja keine höhenflüge bekommen oder gar das unmögliche wollen.
nein, das wollen wir nicht und sind trotzdem rabenmütter.
des öfteren hört man jetzt die schöne phrase "wahlfreiheit für die eltern", wenn es um die kleinkinderbetreuung und die schaffung neuer krippenplätze geht.
welche wahlfreiheit bitte?
wenn ich nicht einen von den sehr sehr wenigen krippenplätzen ergattert hätte, dann hätte ich keine wahl: ich müsste zuhause bleiben, und das noch bis frühjahr 2008.
und: die meisten eltern heute haben in einem anderen sinne keine wahl, denn sie brauchen zwei gehälter, um auf dauer über die runden zu kommen, und sie brauchen daher auch eine gute kinderbetreuung.
aber kaum wird das wort "krippenplatz" ausgesprochen, verfallen cdu-abgeordnete, bischöfe und z.b. eva herman in eine reflexhafte abwehrhaltung. sie begreifen nicht (und wollen es auch nicht), dass deutsche krippen keine rumänischen waisenhäuser sind, in denen man die kinder für drei jahre wegschließt und den schlüssel wegwirft.
letztens habe ich einen cdu-abgeordneten im fernsehen reden hören: "aber was wir wollen, ist doch mehr familienzeit." er kann gern herkommen, jeden tag, von 16 bis ca. 20 uhr, am wochenende, zu feiertagen, im urlaub, etc. etc. - dann erlebt er bei uns familienzeit. sofern der papa da ist und nicht wieder zu nicht-familientauglichen zeiten arbeiten muss, z.b. abends, am wochenende, an feiertagen.
über die nicht-familientaugliche und -freundliche haltung der heutigen arbeitgeber möchte ich jetzt nicht auch noch posten. dann wäre ich morgen noch nicht fertig.
draußen ist doch sommer! woher hat das kind bloß die viren? *grübel*
nun werden wir sehen, ob das kind morgen überhaupt krippentauglich ist. wohl eher nicht.
und schon ist wieder alles in frage gestellt: die arbeit und der ganze kram, der da dranhängt; und man zweifelt, ob man das alles so richtig macht, und ob das überhaupt geht: arbeit und kind.
und ich rede nur von arbeit, nicht von karriere. von karriere spricht ja schon gar keiner mehr, wir wollen ja keine höhenflüge bekommen oder gar das unmögliche wollen.
nein, das wollen wir nicht und sind trotzdem rabenmütter.
des öfteren hört man jetzt die schöne phrase "wahlfreiheit für die eltern", wenn es um die kleinkinderbetreuung und die schaffung neuer krippenplätze geht.
welche wahlfreiheit bitte?
wenn ich nicht einen von den sehr sehr wenigen krippenplätzen ergattert hätte, dann hätte ich keine wahl: ich müsste zuhause bleiben, und das noch bis frühjahr 2008.
und: die meisten eltern heute haben in einem anderen sinne keine wahl, denn sie brauchen zwei gehälter, um auf dauer über die runden zu kommen, und sie brauchen daher auch eine gute kinderbetreuung.
aber kaum wird das wort "krippenplatz" ausgesprochen, verfallen cdu-abgeordnete, bischöfe und z.b. eva herman in eine reflexhafte abwehrhaltung. sie begreifen nicht (und wollen es auch nicht), dass deutsche krippen keine rumänischen waisenhäuser sind, in denen man die kinder für drei jahre wegschließt und den schlüssel wegwirft.
letztens habe ich einen cdu-abgeordneten im fernsehen reden hören: "aber was wir wollen, ist doch mehr familienzeit." er kann gern herkommen, jeden tag, von 16 bis ca. 20 uhr, am wochenende, zu feiertagen, im urlaub, etc. etc. - dann erlebt er bei uns familienzeit. sofern der papa da ist und nicht wieder zu nicht-familientauglichen zeiten arbeiten muss, z.b. abends, am wochenende, an feiertagen.
über die nicht-familientaugliche und -freundliche haltung der heutigen arbeitgeber möchte ich jetzt nicht auch noch posten. dann wäre ich morgen noch nicht fertig.
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