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Montag, 22. September 2008

na klar doch

ewigkeiten (alles ist relativ für eltern von kindergartenkindern) keine erkältung hier mehr als gast gehabt.

aber natürlich muss sie jetzt kommen. schleicht sich hier einfach ein, streckt mir die zunge raus und sagt: "äätsch, ich weiß doch, dass du morgen produktionsmeeting hast. was hast du erwartet? das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen, dich in dem moment zu besuchen, in dem du mich am wenigsten gebrauchen kannst! so bin ich nunmal!" sagt's und nistet sich in meinem wattekopf ein. ärrh...


wenigstens bleibt der bienenpapa cool und gelassen und schmeißt den laden.

Dienstag, 24. Juni 2008

neue woche, neues glück

ein im doppelten wortsinne gesunder alltag ist wieder eingekehrt. interessanterweise kommt jetzt die erschöpfung in wellen über mich, letzte woche habe ich einfach als rundumdieuhrmamaundkrankenpflegerin durchgemacht, funktioniert und nix gemerkt.
natürlich nörgeln jetzt schon wieder autoren und kollegen: wo ist, wo bleibt, was macht, wann kommt, wie lange noch. etc. etc. aber einige nette kollegen gibts auch, die einfach mal anrufen und fragen: wie geht es dir? und sagen: vergiss den ganzen verlagskram, kümmere dich um dich und deine familie.
nunja. aber man kann ja nicht so einfach aus seiner haut, ich schon gar nicht, die perfektionsmaschine.

Dienstag, 17. Juni 2008

diesen tag bitte streichen

heute habe ich das (seit samstag) fiebrige kindlein mitsamt rucksack und zwei kuscheltieren durch die stadt geschleppt ("mama, kannstu mich taaagn??" *herzbrech*), auf der suche nach der einen apotheke, die das soeben vom kinderarzt verschriebene antibiotikum gegen die eitrige mittelohrentzündung (ta-taaa!) auch vorrätig hatte. nachdem ich diese apotheke im zweiten anlauf gefunden hatte und im begriff war, das kindchen schnellstens nach hause zu fahren, um ihm auch schnellstens die erste antibiotikum-dosis zu verabreichen, rief mich mein mann auf dem handy an: "du, schatz, ähm, mach dir erstmal keine sorgen, ja?, aber, ähm, ich bin gerade auf dem weg ins krankenhaus [zu wem?], ähm, das heißt, ich sitze gerade im krankenwagen [er selbst??!!] [er sitzt und liegt nicht, das ist ein gutes zeichen, oder?] und ähm, ja, ich melde mich nachher wieder, war nur ein kreislaufkollaps, vermute ich. ja, aber bitte mach dir keine sorgen [nö, warum auch], bis später dann."

mann ist wieder zuhause, aber noch nicht genesen. und ich, ja ich setze mir am besten bis freitag ein krankenschwester-häubchen auf, füge mich in mein schicksal, pflege meine zwei jungs und setze mich eben abends an den schreibtisch.

und ja, auch diese woche wird vorbeigehen.
[danke, brüderchen, fürs mutmachen.]

Dienstag, 26. Februar 2008

und täglich grüßt der virus

es soll nicht unerwähnt bleiben (auch wenn es langsam peinlich-langweilig wird):
gestern mittag durfte ich das kindlein frühzeitig aus der krippe abholen, fiebrig und taumelig.
ta-taa! der nächste infekt. diesmal wieder beim kind.
ein einsamer schöner höhepunkt mit 39,5° um halb drei nachts.
das ist wie ping-pong mit ganzkörpereinsatz.
ergebnis: völlige ermattung. morgens aufstehen und sich fühlen wie 89. mindestens.
den schmerz in seinem ganzen spektrum erfahren: kopf, kiefer, zähne, nacken, rücken, beine, arme, hände (oder gleich alle glieder).

Freitag, 22. Februar 2008

[w]indel? nicht doch!

wir sehen wieder ein lichtlein.
der ehegatte liegt heute zwar noch im bett, aber ich bin bereits wieder einigermaßen hergestellt (schwaches geschlecht, ha!) und werde mich heute nachmittag samt kindlein zum wochenendeinkauf aufraffen. wie die wohnung aussieht, ist ja egal, aber was zu essen brauchen wir auf jeden fall. jetzt werde ich erst einmal das suppenhuhn samt suppengrün in hühnersuppe verwandeln und unseren kachelofen beheizen. die viren können uns mal kreuzweise!

habe ich eigentlich schon erwähnt, dass das bienenkindlein auf dem besten wege ist, ein trockenes und sauberes bienenkindlein zu werden? seit einer woche wird jedenfalls nur noch zum schlafen eine windel benötigt ("mittel-laaaf-indel" und "ute-nacht-indel").
wieder so ein meilenstein.

muss ich noch erwähnen, dass ich täglich (mindestens einmal) hier und hier vorbeischaue? das ist ja so spannend! ich drücke jedenfalls beiden mamas ganz feste die daumen!

Dienstag, 19. Februar 2008

unausweichlich

das war ja klar: man kann ja noch so lange dem kindlichen viren- und keimbeschuss standhalten, irgendwann kommt doch die keule. jetzt hat es die bieneneltern gleichzeitig erwischt, hatten wir lange nicht, es muss sich ja auch lohnen (für das virus). ich habe heute das kindchen fiebergebeutelt und frostgeschüttelt mit weichen knien aus der krippe abgeholt. da der ehegatte bereits wieder um viertel vor 6 zur arbeit fahren durfte, hatte ich eben das vergnügen der allabendlichen ca. zweistündigen spielen-abendbrot-sandmann-ich-will-noch-nicht-ins-bett-gehen-phase. um es perfekt zu machen, rief kurz vor 6 auch noch mein chef an, immerhin mit einer guten nachricht.
vier paracetamol über den tag verteilt hatten leider keinen wirklichen effekt. stichwort: der schädel platzt gleich. und so gestaltete sich der heutige abend mit dem kindlein auch recht schwierig.
nun, jetzt ist es geschafft, kindchen liegt im bett und brabbelt noch vor sich hin, ich werde mir noch einmal 1g paracetamol geben, nasenspray rechts und links reinjagen, mich ebenfalls ins bettchen begeben und darauf hoffen, dass der morgige tag besser wird.

Freitag, 8. Februar 2008

unheimlich schön

ich habe mich doch noch beherrschen können, meinen gesunden menschenverstand eingeschaltet und bin NICHT mit dem kind zum arzt, obwohl sich das fieber am tag darauf noch einmal bis 39,0 hochschraubte. aber dann hat sich das kindlein, wie sollte es auch anders sein, gesund geschlafen (und gegessen, möchte man meinen, wenn man die mengen sieht, die er so vertilgt), und alles ist wieder gut.
seit gestern also für den gesamten bienenstock wieder alltag mit arbeit und krippe.

seit ein paar tagen blühen die krokusse im garten. gerade scheint die sonne, draußen weht frühlingsluft, die vögel zwitschern um die wette. so schön und doch so unheimlich.
die erlebnis-fahrradtour (stichwort: enten füttern) am wochenende ist schon fest eingeplant.

am dienstag will übrigens endlich ein techniker kommen und sich meines rechners annehmen. bis dahin muss mein geliebter laptop mich über wasser halten. aber eine stimme in mir schreit verzweifelt: ich will meine festplatte wieder!!!

Dienstag, 5. Februar 2008

mein ganz privater "super tuesday"

tataaa! schon wieder sitze ich mit einem kranken, hustenden, fiebernden kindlein zuhause; fieber nicht dramatisch, um 38,2, aber der husten hört sich nicht gut an und ich überlege, heute nachmittag meinem ruf als überbesorgte, leicht neurotische mutter gerecht zu werden und mit dem kindlein beim kinderarzt vorzusprechen. (stichwort für alle leicht überbesorgten, neurotischen mütter: "nur mal abhören".)
nun liegt hier so viel arbeit (auf dem schreibtisch, vom haushalt red ich erst gar nicht), das ich einerseits angesichts der papierberge in schockstarre verfalle, andererseits mich aber auch nicht wirklich aufraffen kann, irgendetwas in der bienenkind-mittagsschlafzeit anzufangen, um es dann nach anderthalb stunden wieder abzubrechen.
unser computer ist immer noch kaputt (was mittlerweile eine zärtliche liebesbeziehung zwischen mir und dem laptop entstehen lässt); gestern nachmittag wieder bei den netten jungs in thüringen ("serviceteam") angerufen, wo mir ein äußerst gelassener mitarbeiter mit etwas schleppender stimme erklärte, der "service" sei heute (also gestern, was habt ihr die letzte woche gemacht, ihr trottelchen) erst "ausgelöst" worden. hm. und im übrigen hätte ich glück, denn der garantiefall sei am letzten tag der garantie "ausgelöst" worden (wobei ich mir nicht sicher war, ob das als glückwunsch oder als vorwurf gemeint war). ich bedankte mich artig und erhielt nun heute eine "servicenummer", mit deren hilfe ich meinen "aktuellen workorder-auftrag" (liebe engländer, wir können wirklich nichts dafür! wir sind so!) einsehen kann. heute steht die hoffnungstiftende zeile da: "ersatzteile werden beschafft".
ich werde weiter berichten.

wirklich spannend ist es natürlich nur beim "richtigen" super tuesday: für alle, die sich dafür interessieren, seien die artikel auf spiegel-online und in der berliner zeitung ans herz gelegt.

Donnerstag, 17. Januar 2008

"wieder daaaa!!"

hatte heute meinen ersten normalen tag, einen wirklich ganz normalen arbeitstag, nach drei tagen noro-virus (und anschließender genesungsphase) beim bienenkindlein mit durchfall, erbrechen, fieber und all den feinen dingen, die dazu gehören (nachts um zwei uhr die waschmaschine befüllen und wenig schlaf, nur als beispiel, andere leidgeprüfte eltern werden wissen, wovon ich rede); und nun habe ich heute morgen wieder mal mit erwachsenen kommuniziert und nicht mit einem rekonvaleszenten, aufmüpfigen, manchmal beinahe dreisten, aber auch so spiele-, kuschel- und pflegebedürftigen dreijährigen kind.
und als wollte das kindlein mir zeigen, dass alles wieder in bester ordnung ist, durfte ich es heute mit zwei schrammen und einem beulchen am kopf wieder mit nach hause nehmen.
"was ist denn da passiert?" "ge-toßen!!" "tat es weh?" "bisschen!" "hast du geweint?" "nein!!" (also, wie kommt mama denn auf so was...)
und auch logisch denken kann das kind wieder:
(abends, beim bilderbuch-anschauen) "mama, guck, da eis kaufen" (sagt das bienenkindlein und zeigt auf die eisdiele im bilderbuch). "ja, aber eis kann man nur im sommer kaufen, wenn es warm ist." das bienenkindlein legt den kopf schief, überlegt, dann hellt sich das gesichtchen auf und es zeigt mit dem finger: "mama, hier auch warm!" (da muss man ihm ja recht geben, im wohnzimmer ist es nun mal warm). ich: "ja, ähm, äh, ich meine, wenn es draußen warm ist, dann geht man eis essen." (puh, vorerst gerettet)
derzeitige lieblingswörter des bienenkindleins sind: "dolle" ("dolle festhalten", "dolle helfen", "dolle aufpassen" etc.); "dunkel" (vermutlich außerordentlich faszinierend: "ist noch nicht dunkel", "ist schon dunkel!(=abends)", "noch dunkel?"(=morgens), "gaanz dunkel!"(=tiefschwarz)); "halloooo!" rufen, wegrennen, wieder angelaufen kommen und "wieder daa-aaa!!!" schreien - zum wegschmeißen...

Mittwoch, 14. November 2007

heile heile gänschen

als das kindlein heute abend nur eine einzige winzige pellkartoffel mit quark aß, da hätte ich es schon wissen müssen.
kurze zeit später ließ es plötzlich alles spielzeug links liegen, krallte sich seinen hasen und warf sich mit dem unglücklichsten gesicht an den papa.
und dann war es auch schon passiert: das kindchen gab seine nahrung wieder her. mama durfte "auber machen", papa durfte trösten. leider hatte es (neben papa) auch den kuschelhasen hart erwischt, so dass dieser um eine gründliche wäsche nicht herumkam. die vereinten kräfte von heizung und fön halfen auch nicht viel, und so musste das kindchen heute ohne hasen einschlafen.
was erstaunlicherweise klappte, da es einfach völlig erledigt und hundemüde war.
temperaturmessen ergab: 37,8.
jetzt heißt es abwarten und morgen früh entscheiden, ob ich morgen vollzeitmama oder rabenmama sein darf.
"und wenn du denkst, es geht nicht mehr ..."
*klammer*

Montag, 8. Oktober 2007

asselmus

und nun also doch:
habe heute morgen schicksalsergeben von der ärztin zur kenntnis genommen, dass das kindchen mund-hand-fuß-virus hat.
der kleine wird nun die nächsten tage zuhause betüttelt, bekommt seine quarkspeise ("dack-deise"), wenn er danach kräht; sämtliche erziehungsmaßnahmen werden abgemildert oder kommen gar nicht mehr zur anwendung, ich erwähne nur den allabendlichen "ichschreisolangebisichbekommewasichwill"-versuch mit geröteten augen und wangen.
nunja. heute abend war es dann "toss-toot" (toastbrot) mit "assel-muus" (apfelmus, wobei asselmus in einigen ländern dieser erde sicherlich eine ernstzunehmende kulinarische alternative darstellt).
opa m.: asselmus is alle!

so, und jetzt bleiben mir noch zwei tage zeit, mit krankem kindchen im schlepptau, mich auf die buchmesse vorzubereiten, die letzten termine zu machen, ein projekt fertigzustellen, meinen schreibtisch aufzuräumen, die wäsche zu waschen und zu bügeln.
und die gedanken an die tage von donnerstag bis sonntag machen mich froh und doch zugleich sehr wehmütig.

zitat des tages: "man muss sein leben aus dem holz schnitzen, das man zur verfügung hat." theodor storm.
Lilypie Fünfter Ticker