Montag, 17. September 2007

seufzer

schnupfen und brummschädel bei der bienenmama.
nicht fähig, vernünftig korrektur zu lesen. dabei wird mir schon das nächste projekt für mittwoch angedroht. und am freitag kommt "monsieur wichtiger autor" in den verlag.
man möchte alles ganz weit weg schieben, einfach nur abwechselnd die zeit in badewanne und bett zubringen. seinen kopf leer machen.

das bienenkindlein hat heute mittag im schlafraum der krippe, während alle anderen kinder brav schliefen, kleine volksreden gehalten, wie es so schön heißt. kennen wir gar nicht von ihm, unserem langschläfer und kuschelkissenliebhaber.die folge war jedenfalls dann ab 18 uhr deutlich zu spüren: abwechselnd tränen und zornesröte, die augen zusammengekniffen, den mund weit geöffnet zum brüllen. in einer gemeinschaftsaktion wurde das völlig übermüdete kindchen dann zu bett gebracht (mama: zähneputzen und "der kleine angsthase" vorlesen; papa: waschen und gute-nacht-gebet/lied).
drei minuten später schlief das kindchen, der atem durchsetzt mit tiefen seufzern, die kleine brust bebend.
ach, geliebtes kind.

Donnerstag, 13. September 2007

zweiter blog

hierzu und zu anderen dingen werde ich jetzt woanders posten.
es gehört nicht so richtig hierher, aber man muss sich ja mal luft machen. darum: ich freue mich über jeden leser bei www.giftstachel.blogspot.com.

Mittwoch, 12. September 2007

feuerlöscher

nachrichten aus dem bienenstock:
gestern, beim elternabend in der kita, eine schlechte nachricht: der kindergartenplatz ab april nächsten jahres ist immer noch nicht sicher. und ob das kindlein noch "gezogen" werden kann bis zum august (wenn dann das neue kita-jahr anfängt), ist fraglich, denn dazu bräuchte es attest, bescheinigungen und aussagen der erzieherinnen etc.
es ist schwerer, ein kind ein paar monate länger in der krippe zu behalten als ein kind ein jahr lang für die schule zurückzustellen. tut mir leid, aber ich versteh's einfach nicht mehr. wenn man kinderkrippenplätze schafft, dann muss man doch auch daran denken, dass diese kinder irgendwann mal drei jahre alt sind und nach möglichkeit eben NICHT die einrichtung wechseln sollten. wir reden ja hier über KINDER und nicht über autos, die man, wenn das eine parkhaus voll ist, ins nächste schickt.
das ganze verursacht mir langsam aber sicher schlaflose nächte und magenschmerzen. kita-leitung, elternbeirat und stadtelternrat wollen was unternehmen, aber die stadt stellt sich einfach prinzipiell quer.
notfalls heißt es eben: kämpfen, kämpfen, kämpfen. mit attesten und vielleicht mit anwalt.

eine andere nachricht, von der wir noch nicht wissen, ob sie gut oder schlecht ist: das haus, in dem wir wohnen, wurde an einen anderen eigentümer verkauft. nächste woche soll ein erstes gespräch zwischen neuem eigentümer und den mietern stattfinden. wir lassen uns überraschen...

ansonsten bricht nächste woche ein reisemonat an: hildesheim - heidelberg - mannheim (die sonne lacht! *insider*) - frankfurt/main - leipzig. fast alles beruflich, aber ich freue mich unbändig, vor allem auf die heimat. das kinderreisebett ist schon gekauft (nochmals danke an die edle spenderin!).
nun aber noch eine woche arbeiten und mehrere brennende hütten löschen...
(*ebenfalls insider*:-))

Freitag, 7. September 2007

und ist es auch wahnsinn, so hat es doch methode

jetzt will ich es mal ausposaunen:
unser kind ist der ungekrönte könig des kinder-jackass.
(und somit manchmal für die liebenden eltern und andere nahe verwandte kaum wiederzuerkennen.)
das kind rennt los, schmeißt sich MIT ABSICHT hin, betrachtet die zerschrundeten beine, lacht, und rennt weiter. es rennt und wirft sich MIT ABSICHT gegen den sessel. dann wird "au" gesagt, gelacht und weiter gerannt.
es springt auf sesseln, couch, betten und auf seiner kuschelmatratze rum, um sich anschließend auf den boden fallen zu lassen. MIT ABSICHT. das alles ist wahnsinnig komisch, das kind quietscht jedenfalls vor vergnügen, am meisten dann, wenn es nach einem selbst gezählten countdown ("eeiiiinsssz - zzzzeeeiiiii - deeeeiiiii!") auf die "drei" vom hochstuhl nach unten springt.
lustig, lustig.
wir zählen die hörnchen am kopf nicht mehr, die vielen kalten waschlappen, die gegen das kleine köpfchen gepresst wurden, die schrammen, die wunden, die blauen flecke schon gar nicht.

aber am abend, kurz vorm schlafengehen, da wird aus dem rauhbein wieder ein schmusekätzchen, und da muss jeder blauer fleck einzeln weggepustet werden, damit das "aua" auch ja weit weg fliegt. quasi pusten, bis der arzt kommt. oder die lungen leer sind.
aber bloß nicht vergessen, das fenster zu öffnen, denn dann können ja die "auas" nicht raus!

the time is now

satz des tages:
"morgen ist auch noch ein schöner tag, sagte die eintagsfliege."

und darum:
do it.
DO IT!
do it now!
NOW!

*übt sich die bienenkönigin im selbst-in-den-a...-treten und tanzt zum lied des tages um den schreibtisch*

Donnerstag, 6. September 2007

entpackungskünstler

das bienenkindlein backte heute abend gerade sandkuchen mit gänseblümchengarnierung (mama war gnädigerweise als backstuben-aushilfe eingestellt), als gegen 6 die kirchenglocken läuteten. prompt hellte sich das kleine gesichtchen auf: "gockn!", um gleich darauf die logische schlussfolgerung zu ziehen: "happa!"
kinder sind sooo leicht glücklich zu machen.

gestern war eine freundin zu besuch, und natürlich bekam der kleine könig mal wieder ein geschenk (2 jahre alt müsste man sein!). sie konnte es überhaupt nicht fassen, mit welcher "bedächtigkeit" (o-ton freundin) und präzision unser kindlein eine geschenkverpackung öffnen kann. aber wer mit vier monaten schon die etiketten an spielzeug, klamotten und kuscheltieren interessanter findet als das zeugs selbst und mit zwei jahren schon ketten auffädelt und stundenlang schlangen aus knete herstellen kann, sollte auch hier ein gewisses feinmotorisches geschick nicht vermissen lassen. alles andere wäre uns auch wirlich unangenehm. :-)
monsieur war übrigens schwer begeistert von seinem geschenk und konnte nur mühsam davon abgebracht werden, es abends mit ins bett zu nehmen. und so ungefähr siehts aus, nur eigentlich noch viel schöner. (so ein auto würde mir im 1:1-maßstab auch gefallen.)

ansonsten ist ja im augenblick die halbe familienbloggergemeinde mal wieder schwanger und steht vor dem problem der namensfindung für den noch ungeborenen sprössling. allen schwangeren blogger(i)n(nen) sei deshalb wärmstens der artikel zum kevinismus (auch: chantalismus) empfohlen: (gefunden auf uncyclopedia).
in diesem zusammenhang sind auch diese und diese seite sehr lesenswert.
stichwort: "schantalle, geh nisch bei de assis!"

Montag, 3. September 2007

ding dong

mir ist immer noch so ein bissel novemberig.
ist ja auch kein wunder. muss man ja nur einen blick durchs fenster nach draußen werfen.
aber ich konnte auch schon wieder tränen lachen, was natürlich eine wohltat war.
und zwar darüber.

Mittwoch, 29. August 2007

mir ist grad so

noch schleicht der ehemann um mich herum wie graf dracula um den knoblauch. oder der teufel um das weihwasser. der schnupfen war nicht schön, ist auch schon wieder weg, dankeschön, muss ich so bald nicht nochmal haben. in kombination mit zwei krippen-ausfall-tagen und genervten kollegen und autoren erst recht nicht.
aber das schlechte dieser welt im allgemeinen und im körper der bienenkönigin im besonderen ließ sich am wochenende sehr gut heilen - mit einem freundinnen-wochenende de luxe und entsprechendem durch-die-schuhgeschäfte-stromern (und natürlich auch was kaufen!), kaffee-trinken-gehen, sich-durch-die-läden-treiben-lassen, reden, musik hören, in erinnerungen schwelgen, ach...
und derweil kommt der herbst, morgens erwäge ich beim fahrradfahren schon handschuhe anzuziehen, die blümchen sind traurig und ich auch, die wäsche muss im keller hängen, wie trostlos das alles. und die nachbarn kratzen das letzte grün aus den fugen ihrer einfahrten; lasst doch das bisschen grün leben, möchte ich ihnen zurufen, aber ich kann ja nicht, die stimme macht noch nicht so richtig mit.

heute habe ich gelesen, dass sich "weltschmerz" nicht in andere sprachen übersetzen lässt.
recht so. *spricht die in weltschmerz badende bienenkönigin und wünscht allen herbstzeitlosen eine gute nacht*

Montag, 20. August 2007

wahrheiten, denen man ins gesicht sehen muss

dem kindchen wurden heute neue schuhe in größe 25 spendiert, für schmerzhafte 55 euro. aber was muss, das muss. und sie sehen nicht nur super aus, sondern sind es auch: sympatex, rutschfeste sohle und eben einfach ein fester halt für unsere platt- und knickfüßchen. so lautete nämlich der befund des orthopäden in der letzten woche, und übermorgen bekommt das kindchen auch entsprechende einlagen für die neuen schuhe, damit die füßchen bald nicht mehr platt und knickrig sind. ;-)










der schuheinkauf gestaltete sich übrigens ungemein harmonisch (wirklich keine tränen, omi!). als ich das neue paar schuhe zur kasse trug, lief das kindchen zum schuhregal, wo es fein säuberlich und absolut spitzenverkäufermäßig seine alten schuhe hineinstellte, und zwar an die stelle, wo die neuen schuhe standen. richtig gedacht, aber das mit dem tauschen hat dann leider doch nicht funktioniert... zumindest hat das kindchen dadurch wieder einmal alle lacher auf seiner seite gehabt.

damit sich das ganze auch richtig lohnt ;-), kosten die einlagen auch noch einmal 19 euro, nix arzneimittelfreiheit für kinder, pah, wer kommt denn auf sowas. nein, schuheinlagen (und verschiedene andere dinge auch, wie ich mich belehren ließ) sind - seit neuestem - davon ausgenommen. und weil die kleinen füßchen ja noch permanent wachsen, haben wir da also einen neuen kostenschneeball.

und dann müssen auch noch ein kinderreisebett, ein laufrad, eine (zumindest halb-)daunendecke (ja, der herbst naht, merkt ja nen blinder mit nem krückstock) besorgen.
dann wird aus dem schneeball eine lawine.
aber es gibt hoffnung: zumindest unsere sonnenblumen und das sommerstaudenbeet trotzen allen herbstlichen temperaturen und stürmen und wachsen und wachsen, und zwar bis in den himmel (die sonnenblume ist beinahe drei meter hoch):














mit diesen entzückenden bildern verabschiedet sich die bienenkönigin für heute.
und morgen ist v-day.

Freitag, 17. August 2007

alles falsch

heute abend, beim zubettbringen, brach das kindlein in tränen aus, weil ich nicht fähig war zu erraten, welches lied es hören wollte. immer wieder schob sich die kleine hand zu meinem mund, machte ein fäustchen und stubste meine lippen an; dabei weinte das kleine kerlchen herzergreifend und schluchzte zwischendurch "da-dei". das war leider zu wenig information. ich glaube, ich habe von mindestens einhundert kinder-, volks- und sonstigen liedern die ersten zwei zeilen angesungen. aber das gewünschte war nicht dabei, was seine trauer und seine wut und seine heulerei nur noch steigerte, sodass erst eine feste umarmung von papa und anschließendes kuscheln einigermaßen für ruhe sorgten.
schließlich - nach gefühlten zwei stunden - konnte er durch ein von mir textsicher vorgetragenes lied von "wir sind helden" wieder aufgeheitert werden. zum teufel mit dem deutschen liedgut...

nur leider, und das ist jetzt der zweite teil, steigerte sich sein aufgeheitert-sein in ein völliges überdreht-sein (jetzt war der kleine kerl wirklich richtig müde), und plötzlich, aus heiterem himmel, fing mein sohn an mich zu schlagen.
ja, wirklich. zu schlagen. zu hauen. und zwar richtig dolle und mit richtig viel spaß an der sache. (eine stunde später tat mir von seiner rechten geraden noch das kinn weh. ohne scherz.)
also: händchen festhalten, ernst gucken, feste stimme, sagen: "nein, nicht schlagen und nicht hauen. das tut man nicht".
half aber nicht.
das kind schlug weiter. mit seinen händen. mit seinem kuschelhasen.
also wieder: "nein, man darf nicht schlagen. so etwas tut man nicht!" schließlich androhung, den hasen wegzunehmen, wenn er es noch einmal macht.
das kindlein überlegt. hält inne. wirkt ruhiger.
dann aber schlägt es wieder zu mit seinem hasen, und zwar mit all seiner kraft.
also: hasen weggenommen und gesagt, dass mama jetzt sehr traurig ist.
daraufhin bricht das kindlein wieder in tränen aus, mama holt den hasen wieder hervor, der sofort an die kleine bebende brust gedrückt wird (mama: "guck mal, der hasi ist zum kuscheln da, nicht zum hauen, der freut sich ganz doll aufs kuscheln", kindlein: "jaaa!"*schluchz*).
und ab dann war alles wieder so wie immer, die normalität wieder eingekehrt nach dem sturm: mit mama kuscheln, bilderbuchgeschichte vorlesen, licht aus, "gute nacht! schlaf schön!", raus und gut.

ohje. bitte nicht noch einmal.

Mittwoch, 15. August 2007

baumeister

nachdem lange zeit die lego-steine nur dazu dienten, ein- und ausgeräumt zu werden bzw. die damit errichteten elternbauwerke wieder auseinanderzupflücken, hat das bienenkindlein vor einigen wochen erkannt, dass diese bunten dinge zu allerlei gut sind: zum "dall" bauen (ein stall für die vielen tiere), und der bauer bringt dann mit dem "takka" (trekker) "happa" und "dasser" für die viecher. oder man baut eine "wauer" (mauer), eine ganz "ange" (lange), oder einen turm, der ganz "doosz" (groß) ist.

wahnsinn. (das bienenkindlein würde jetzt tief luft holen und eine art urschrei ausstoßen.)






wenn es einen gesichtsausdruck für stolz gibt, dann diesen...










da geht doch noch mehr...


naja, das hat dann trotz festhalten doch nicht geklappt...

also, von vorn anfangen.

Dienstag, 14. August 2007

mutanten

unglaublich, diese fremdheit der wohnung nach zwei wochen urlaub.
und unglaublich, wie schnell diese fremdheit vergeht.
wie schnell man wieder drin ist im alltagsrauschen und in diesen lauter kleinen geschichten und geschichtchen.
wie man wieder früh um 7 uhr aufsteht, das kindchen weckt und anzieht, es noch ein bisschen spielen lässt, den kakao kocht und die brote für die krippe schmiert, dem kindlein schließlich das frühstück reicht und es anschließend zur krippe fährt (schlüssel? handy? brottasche? hab ich alles?), zurückkommt, kaffee kocht, sich an den schreibtisch setzt, die unterlagen sichtet, die post, die emails.
daran denkt, dass man sich ja noch bei der post beschweren wollte. den versicherungsfritzen anrufen muss. die hausverwaltung. den kinderarzt. den orthopäden. die kollegin wegen der rechnung. den chef wegen der recherche. daran denkt, dass die wäsche fertig ist und aufgehängt werden sollte, weil es ja morgen schon wieder regnet. dass man ein neues außenkabel braucht. und die fotos ins album eingeklebt werden müssen. undsoweiterundsofort.
gibt es eigentlich einen namen für diese art der mutation?
müssen wir alle diese mutanten sein?
man kann ja nicht behaupten, man würde diesen kram brauchen, um lebenszeit sinnvoll zu füllen. aber man kann ja auch nicht 24 stunden am tag sinnvoll füllen. sondern vielleicht nur 8 oder 10, nämlich mit schlaf.
und der rest?
ja, der rest ist schweigen.

*und somit wünscht die bienenkönigin allen eine gute nacht*

Donnerstag, 9. August 2007

ein echter friesenjung

wir sind wieder auf dem planeten alltag gelandet, aber noch nicht ganz, denn diese woche hat der bienenstock noch "frei", bis auf ein bisschen klitzekleine verlagsarbeit für die bienenmama, weil mal wieder 'die hütte brennt'. aber is ja schön, wenn man gebraucht wird. ;-)

einen wind-wolken-sonne-urlaub haben wir hinter uns, einzigartig, voller schöner augenblicke, die bleiben ja 'drinnen' und helfen nun hoffentlich durch das arbeitsreiche jahr.
der erste urlaub zu dritt begann zehn minuten vor abreise (!) mit einem knall - und zwar des köpfchens des bienenkindes gegen den kinderzimmertürrahmen - und einem sich darauf schnell entwickelnden blauen hörnchen; also kaltes handtuch und messer drauf, das kind schrie, der taxifahrer klingelte, der rucksack war noch nicht fertig gepackt, in der küche noch geschirr wegzuräumen: gute nacht, liebe nerven.
aber alles ging gut, und das liebe kindlein trug eine woche lang ein schönes hämatom in allen möglichen farbschattierungen durch den urlaub.

und sonst lässt sich sagen: das kindchen liebt das meer wie wir, kann nun "deich", "datt" (watt) und "dasser" (wasser) sagen, buddelte tief zufrieden im sand, rannte kreischend den schafen hinterher ("ei-ei!"), sammelte begeistert muscheln, stiefelte meilenweit durchs watt, als hätte es sein lebtag nichts anderes gemacht, aß krabbenrührei (ohne vorher beim pulen zu helfen, die krabben in ihrer ursprünglichen form waren ihm irgendwie nicht geheuer) und friesentorte, ist überhaupt absolut öffentlichkeitstauglich, wie wir wiederholt feststellen durften, schlief gut und lange sowohl mittags als auch nachts, bestaunte alle tiere der insel sowie den leuchtturm, der wirklich "doosz!" (groß!) ist (dabei werden die ärmchen in die höhe gereckt) -
summa summarum: ein echter friesenjung.

und wir, die bieneneltern, lasen viel (ja, ich habe - unter anderem - lewinskys 800-seiten-roman "melnitz" gelesen, das heißt, mehr verschlungen als gelesen: buchtipp!), freuten uns an am kindchen, an der insel, am weg-von-allem-sein, tranken guten wein, erinnerten uns an vergangene insel-urlaube und redeten über die dinge des lebens.

als nach zwei wochen die fähre ablegte, da hob das kindchen von ganz allein das händchen und fing an zu winken - ohne dass jemand etwas gesagt hätte. aber richtig traurig (und zwar von einer traurigkeit, die in wut umschlägt) war es erst, als wir hier ankamen. als hätte es in dem moment, als es unser haus sah, begriffen, dass es keine rückkehr gibt, jedenfalls so bald nicht, zur insel, zum deich, zum leuchtturm und zum watt.















zum vergrößern bilder anklicken.

Sonntag, 22. Juli 2007

fotos aus dem bienenstock

ein letzter gruß aus dem bienenstock, der bald auf reisen geht...

und ja, frau klabauter, so sieht es im bienenstock aus, und zwar ziemlich regelmäßig am wochenende um die mittagszeit:
"wann ist endlich das essen fertig? wieso dauert das so lange?"
















zwischendurch ein bisschen eisenbahn fahren. dabei handelt es sich um eine ernste angelegenheit! ich bin mitglied der lokführergewerkschaft!





















wie, zum teufel, funktioniert das schuhe-anziehen? mama und papa kriegen das doch auch hin, das kann doch nicht sooo schwer sein...





















und nun tschüss bis in ca. zwei wochen!

ab morgen weht ein anderer wind

vier trommeln wäsche gewaschen, aufgehängt, abgenommen, zusammengelegt.
aufgeräumt und geputzt.
lautere leckere sachen aus dem kühlschrank verputzt, denn der muss bis morgen abend leer sein. jedenfalls so gut wie.
nun ist es unverschämt spät, eine kaputte glühbirne hat gerade zweimal einen kurzschluss verursacht, in dessen folge der rechner ebenfalls ausging. anscheinend hat er keine spätfolgen davongetragen.
unser "reisegepäckstück" (laut dhl) mit windeln, handtüchern, büchern, spielkram, etc. - also allem, was man zum insel-survival mit kleinkind so braucht, ist seit dienstag unterwegs und immer noch nicht beim empfänger, unserem insel-hauswirt, sondern in einem "transport-zustellzentrum".
die formidable internet-sendungsauskunft lautet seit zwei tagen wie folgt: "Die Sendung wurde innerhalb des Zustell-Paketzentrums weitergeleitet."
was heißt das jetzt? kommt unsere reisetasche nun noch irgendwann an? es handelt sich ja eigentlich nicht um die fidschi-, sondern um die nordfriesischen inseln. oder erhält ein bedürftiger mitarbeiter des zustell-paketzentrums die tasche? der satz lässt sich eben schwer deuten, vor allem das "innerhalb des ... weitergeleitet" bereitet einem ja schlaflose nächte.
lauter kleine aufregungen des tages. ganz zu schweigen davon, dass das ansonsten liebe kindlein heute doch mehr als sonst quergebürstet war.
aber egal.
jetzt heißt es nur noch: mit grinsebacken in den urlaub.

wir sagen schon mal tschüss und wünschen allen lesern sonnenreiche zwei wochen, wo auch immer.
ps: und wenn wir wieder da sind, will ich neue erdenbürger sehen!

Donnerstag, 19. Juli 2007

klingeling

warte gerade auf ein letztes telefonisches "ok" vom senior-chef, dann gehen die letzten druckdaten an den verlag und ich bin "arbeitsschuldenfrei".
wieso klingelt das telefon nicht?

habe ein stöckchen von frau klabauter bekommen - ein foto soll es sein, wie es derzeit im bienenstock aussieht. es sieht leicht chaotisch aus, würde ich sagen (ich bemühe mich dennoch um ein zustandsfoto).
nun gut, in der zwischenzeit kann ich schon mal anfangen mit (urlaubs-)wäsche waschen, bügeln, putzen. nur noch drei tage bis zum urlaub.
bis zur insel.
und gestreikt wird vermutlich auch nicht.

nordsee, wir kommen!

aber wieso klingelt das telefon nicht?

Donnerstag, 12. Juli 2007

ding ding ding ding

das kommt dann also noch auf uns zu...

pieks

heute morgen erneuter arztanlauf. ein erfreulich leeres wartezimmer und eine erfreulich nette ärztin erwarteten uns. letztere untersuchte das erfreulich liebe, geduldige und tapfere kindlein.
ergebnis: alles fein.
der zeh ist in ordnung, keine entzündung, wir sollen abwarten und das kleine ding beobachten. die blutblase müsste bald von allein verschwinden.
dann gabs endlich die meningokokkenimpfung und zur belohnung gleich ein paar gummibärchen hinterher. bis jetzt keine impfreaktion, temperatur um 37,3.

grad eben hat das kindchen im bett geweint, ließ sich aber auf dem arm schnell trösten, trank einen becher wasser leer und sagte dann in ziemlich fordernden ton: "heia!".
ihr wunsch ist mir befehl, kleiner könig.

Mittwoch, 11. Juli 2007

dinge, die man nicht gebrauchen kann

absolut doof ist:
- seit gestern abend eine traubengroße schwellung am 'großen' rechten zeh des bienenkindleins, zusammen mit einer hübschen blutblase (wann passiert? wie passiert? wo passiert?)
- gestern einen vollgekackten (ja, sprechen wir es ruhig aus) schlafsack aus der krippe mitnehmen zu müssen, abends die waschmaschine anzuschmeißen, bei der nachbarin zu klingeln und um trockner-benutzung zu betteln, heute morgen den flauschig-sauberen schlafsack wieder in der krippe abzugeben, um... ja, um ihn heute nachmittag wieder vollgekackt mit nach hause nehmen zu dürfen.
- heute morgen sehr früh aufzustehen, um mit dem kind zum arzt zu fahren (zeh! blutblase! meningokokken-impfung - endlich!), nur um festzustellen, dass die arztpraxis heute geschlossen hat (wegen fortbildung, pfff, die sind solche spitzenärzte, wozu brauchen die sowas ...)
- im strömenden regen das kind in die krippe zu fahren
- im strömenden regen das kind wieder aus der krippe abzuholen.

große entscheidungen

gestern abend mit dem gatten um die antwort auf eine große frage gerungen:

welche bücher kommen mit in den urlaub?

nach einigem hin und her haben wir uns nun geeinigt:
- zwei bücher von charles lewinsky: melnitz und johannistag
- klaus schafmeister: höllenfahrt
- sybille bedford: ein trügerischer sommer [nomen est omen?! anm. d. bienenk.]
- carlos ruiz zafón: der schatten des windes

viele andere bücher müssen hier bleiben, immerhin haben wir dieses mal nicht zwei wochen freie lesezeit, sondern ein zweijähriges kindlein "im gepäck" (für das im übrigen auch urlaubslektüre bestellt wurde - natürlich auch, um ggf. quengeleien während der bahnfahrt vorzubeugen).

ich freue mich so sehr auf diesen urlaub.
und ab samstag soll ja auch endlich das wetter richtig schön werden.

Montag, 9. Juli 2007

8 dinge (für die bloggergemeinde)

annie hat mir ein stöckchen zugeworfen, das fang ich jetzt und schreibe daher nun zu später geiste(s/r)stunde sowie psychisch und physisch völlig entkräftet acht dinge über mich auf.

1. manchmal verwandele ich mich von einer starken, beherzten, unerschütterlichen mama in ein zweifelndes, unsicheres, nervöses wesen – allein verursacht durch dieses kleine zweijährige engelchen- und teufelchen-kindlein in personalunion.
2. ich möchte definitiv nicht noch einmal 20 sein.
3. ich halte mich für den grundoptimistischen, freundlich-fröhlichen typ mensch und kann es ÜBERHAUPT nicht leiden, wenn andere mit so einer gewissen grundaggressivität und unfreundlichkeit durchs leben gehen.
4. ich mag keine buttermilch. ich hasse sie. ich verabscheue sie. buttermilch ekelt mich an. so. (das bienenkind würde sagen: „bah! iiiiiiih!“)
5. wenn menschen über bestimmte dinge eines fachgebietes, in dem ich mich gut auskenne, laienhaft reden, aber gleichzeitig die ichbinsowichtigichweißalles-miene aufsetzen, bringt mich das erst um den verstand und dann um meine zurückhaltung.
6. ich schaue beim bügeln hollywood-schnulzen, liebesfilme oder (mit vorliebe) jane-austen-verfilmungen.
7. daran anschließend: ich kann nicht nur vor rührung heulen (s. punkt 6), sondern auch vor wut.
8. ich finde mich manchmal zu wenig „lady-like“. ich schminke mich sehr selten. ich gehe einfach so aus dem haus. ich ziehe das erstbeste paar schuhe an, ob geputzt oder nicht. es passiert mir oft, dass ich z.b. mit kindchen in der stadt unterwegs bin und mir plötzlich einfällt: „mensch, hast du heute überhaupt schon mal in den spiegel gesehen? die langen haare gekämmt, die kurzen an den unpassenden stellen rausgezuppelt? nein? mensch, bienenkönigin!“

Samstag, 7. Juli 2007

short cuts

nur noch schnell, bevor ich ins bett gehe und dort vermutlich sofort ins koma falle, die neuesten nachrichten aus dem bienenstock, die da wären:
1. das kindlein hat heute zum wiederholten mal pipi in die toilette gemacht. er war auch mächtig stolz auf seine tat (und wir erst!). nur scheint es ihm noch nicht ganz geheuer, auch das große geschäft auf der toilette zu verrichten - wozu hat man ne windel...; aber wir arbeiten dran... ;-)
2. die bienenmama ist heute in einen ich-steche-jeden-einzelnen-löwenzahn-aus-meiner-schönen-wiese-aus-rausch verfallen. ich hab prinzipiell ja nix gegen löwenzahn und gänseblümchen, aber man sollte schon in der mehrheit noch grashalme sehen... (an dieser stelle nochmals dank an die großzügige spenderin des löwenzahn-mordwerkzeugs. formidables ding!)
3. soeben einen klasse film gesehen. ein muss!:
4. es scheint nun morgen wirklich einmal einen tag lang sonnenschein zu geben. meine güte, da weiß man ja gar nicht, was man mit diesem tag anfangen soll... vermutlich biergarten von früh bis spät... nur so ein gedanke.
5. apropos: es soll, es muss nun auch einmal gesagt werden, dass
mich. dieses. sch***. wetter. tierisch. nervt.
diese "ach-es-regnet-grad-nicht-komm-lass-uns-schnell-rausspringen"-tage.
kein liegestuhl im garten. kein grillen. und diese blasse haut.
iiiihh... *wie das bienenkindlein nun ausrufen würde*
es reicht.

Donnerstag, 5. Juli 2007

praktische lebenshilfe

das gespräch war freundlich und heiter und hat zudem sogar echte fortschritte gebracht.
danach war ich allerdings hundemüde, man ist also doch innerlich angespannter als man wahrhaben möchte.

für leute, die immer unentspannt, weil immer in zeitnot sind o. ä., gibt es ja diese praktischen lebenshilfen, z.b. tests, die einem auskunft darüber geben, welche partei man bei der nächsten bundestagswahl wählen sollte, welche haarfarbe zu einem passt, welcher hundetyp oder welches mobiltelefon.
nunja, neuerdings kann man auf die art und weise sogar die passende religion finden. das spart nun wirklich mal ne menge zeit. lebenszeit.
und hier mein erstaunliches ergebnis:

1. Islam (100%)
2. Orthodox Judaism (100%)
3. Sikhism (100%)
4. Jainism (97%)
5. Bahá'í Faith (87%)
6. Hinduism (78%)
7. Reform Judaism (75%)
8. Liberal Quakers (69%)

da sollte ich jetzt wohl doch langsam anfangen, ernsthaft über einige dinge nachzudenken... ;-)

Mittwoch, 4. Juli 2007

von hier an blind

eigentlich hab ich überhaupt keine zeit. nein, wirklich nicht.
weil ich gerade an einem schönen und wichtigen buch arbeite, weil ich mich morgen mit dem autor treffe, aber die erste satzkorrektur erst bis zur hälfte gediehen ist. es wird ein ganz wunderbares buch sein, wenn es denn mal fertig ist, und dann erzähle ich auch mal mehr davon. und ich beglücke alle leser bald mit einem schönen text daraus.
nunja.
wie gesagt: überhaupt. keine. zeit.

aber trotzdem habe ich das hier und das hier und das hier und das hier gelesen. tut das bitte auch und amüsiert euch und freut euch so wie ich.
dann wischt die lachtränen weg und genehmigt euch ein glas wein (wie ich), knallt euch auf die couch (sofern die plagegeister alle im bett sind...) und guckt in die abendsonne.
(die scheint hier nämlich grad so schön.)


lieder des tages: von hier an blind; darf ich das behalten; gekommen, um zu bleiben.
yeah!

Montag, 2. Juli 2007

wochenend-impressionen

es half ja alles nix:




















man muss schließlich prioritäten setzen ...

also gaukelten wir dem kindlein einen fröhlichen familienfahrradausflug vor...
















aber das kindlein war nicht dumm...
ihm schwante was... "die werden doch nicht..."


















"... mich hier einfach aussetzen...???"





















"aber nicht umsonst hat mir mama 674mal "hänsel und gretel" vorgelesen!
ha!
ich hatte doch irgendwo die zwieback-krumen aus dem wagen geworfen... "





















"und als ich endlich wieder zuhause war, versuchte sich mama mit dieser schäbigen bastelwiedergutmachungsleistung wieder einzukratzen..."
















"es ist nicht zum aushalten mit diesen rabeneltern."
Lilypie Fünfter Ticker