Dienstag, 26. Februar 2008

und täglich grüßt der virus

es soll nicht unerwähnt bleiben (auch wenn es langsam peinlich-langweilig wird):
gestern mittag durfte ich das kindlein frühzeitig aus der krippe abholen, fiebrig und taumelig.
ta-taa! der nächste infekt. diesmal wieder beim kind.
ein einsamer schöner höhepunkt mit 39,5° um halb drei nachts.
das ist wie ping-pong mit ganzkörpereinsatz.
ergebnis: völlige ermattung. morgens aufstehen und sich fühlen wie 89. mindestens.
den schmerz in seinem ganzen spektrum erfahren: kopf, kiefer, zähne, nacken, rücken, beine, arme, hände (oder gleich alle glieder).

piep

ich möchte nur mal sagen - gerade auch, weil meine linkliste sehr zu wünschen übrig lässt -, dass ich euch alle lese, wenn auch nicht immer täglich, so doch meist wöchentlich.
und so werde ich mal - achtung, frau antonmann, ideenklau! - bei euch allen "piep" sagen, nur so.
die linkliste wird demnächst auch hübsch gemacht, versprochen.

Freitag, 22. Februar 2008

kindermund

heute abend, beim zubettbringen:
bienenkindlein [b]: mama hat brille auf!!
mama [m]: ja, mama trägt eine brille. und trägt [b] auch eine brille?
[b]: nein. [b] mit den augen gucken!!!

Why mamas can not do Yoga

mit dank an mama... :-)

[w]indel? nicht doch!

wir sehen wieder ein lichtlein.
der ehegatte liegt heute zwar noch im bett, aber ich bin bereits wieder einigermaßen hergestellt (schwaches geschlecht, ha!) und werde mich heute nachmittag samt kindlein zum wochenendeinkauf aufraffen. wie die wohnung aussieht, ist ja egal, aber was zu essen brauchen wir auf jeden fall. jetzt werde ich erst einmal das suppenhuhn samt suppengrün in hühnersuppe verwandeln und unseren kachelofen beheizen. die viren können uns mal kreuzweise!

habe ich eigentlich schon erwähnt, dass das bienenkindlein auf dem besten wege ist, ein trockenes und sauberes bienenkindlein zu werden? seit einer woche wird jedenfalls nur noch zum schlafen eine windel benötigt ("mittel-laaaf-indel" und "ute-nacht-indel").
wieder so ein meilenstein.

muss ich noch erwähnen, dass ich täglich (mindestens einmal) hier und hier vorbeischaue? das ist ja so spannend! ich drücke jedenfalls beiden mamas ganz feste die daumen!

Dienstag, 19. Februar 2008

unausweichlich

das war ja klar: man kann ja noch so lange dem kindlichen viren- und keimbeschuss standhalten, irgendwann kommt doch die keule. jetzt hat es die bieneneltern gleichzeitig erwischt, hatten wir lange nicht, es muss sich ja auch lohnen (für das virus). ich habe heute das kindchen fiebergebeutelt und frostgeschüttelt mit weichen knien aus der krippe abgeholt. da der ehegatte bereits wieder um viertel vor 6 zur arbeit fahren durfte, hatte ich eben das vergnügen der allabendlichen ca. zweistündigen spielen-abendbrot-sandmann-ich-will-noch-nicht-ins-bett-gehen-phase. um es perfekt zu machen, rief kurz vor 6 auch noch mein chef an, immerhin mit einer guten nachricht.
vier paracetamol über den tag verteilt hatten leider keinen wirklichen effekt. stichwort: der schädel platzt gleich. und so gestaltete sich der heutige abend mit dem kindlein auch recht schwierig.
nun, jetzt ist es geschafft, kindchen liegt im bett und brabbelt noch vor sich hin, ich werde mir noch einmal 1g paracetamol geben, nasenspray rechts und links reinjagen, mich ebenfalls ins bettchen begeben und darauf hoffen, dass der morgige tag besser wird.

Montag, 18. Februar 2008

messlatte

jetzt mal ganz ehrlich, ein jahresgehalt von 2,96 millionen euro, was ist das schon.
nix. gar nix.
das sind ca. 250.000 euro im monat, damit kommt man wirklich nicht weit.
gut, dann noch einmal 4 milliönchen aus aktiengewinnen, aber das war es auch schon.
das reicht ja grad mal für muttis nächsten geburtstag.
und schließlich gehört man ja zu den leistungsträgern im lande.
nee, ganz ehrlich, herr zumwinkel, da haben wir doch alle vollstes verständnis.

Samstag, 16. Februar 2008

kein scherz

heute mit der post erhalten:


man gönnt sich ja sonst nix

stinte auf rucola-tomaten-salat.
eine delikatesse, die es leider nur einmal im jahr zu essen gibt.


Dienstag, 12. Februar 2008

überlebt

heute ein erst-freundlich-dann-kontrovers-dann-wieder-freundlich-telefonat mit cheffe überlebt und dann das überleben meines computers feiern dürfen (danke, danke, lieber techniker, ich werde dich ewig lieben).
gleich kommt papa mit sohnemann nach hause.
nichts, gar, also wirklich rein überhaupt gar nichts kann mich heute noch erschüttern.

Montag, 11. Februar 2008

zahl des tages

am sonnen-wochenende die totale verausgabung mit spielplatz, stadtbummel und wochenmarkt (samstag vormittag), gartenarbeit (samstag nachmittag), fahrradtour am fluss entlang (sonntag vormittag; wobei wir nicht mit derartigen überschwemmungen gerechnet hatten und nach der hälfte der strecke umkehren mussten; dafür haben wir zu guter letzt am flussufer "teine in wasser werfen" gespielt).
sonntag nachmittag benahm ich mich dann recht rabenmütterlich, ließ die beiden jungs alleine spielen und schlief und las abwechselnd auf dem lesesessel.
heute vormittag noch großen schuh-(lagerräumung!) und windeleinkauf erledigt, nachmittags mit dem bienenkindlein in den supermarkt ("ötchen haben!" "ärchenwurst haben!" "mama, eier nich ergessen! eier nich unterfallen! eier sonst aputt!"), das kindlein mit dem "ötchen" (brötchen) samt einkäufen in den anhänger verfrachtet, nach hause, kartoffelsuppe gekocht und zwei kleine geburtstagspaketbriefchen geschrieben und geschnürt.
so langsam macht sich totale ermattung breit.

die zahl des tages ist übrigens 2042. heute kam nämlich mein rentenbescheid. 2042, das ist das jahr, in dem ich (aber auch nur voraussichtlich) in rente gehen darf. die geschätzte rente (diese aber auch nur, wenn ich bis 2042 durchmaloche und nicht weniger verdiene) liegt im dreistelligen bereich. merkwürdiger war nur noch die erkenntnis, dass ich jetzt noch mehr jahre arbeiten muss als ich erst auf dieser welt bin.

na, dann mal los.
*sagt die bienenkönigin und haut für den überaus geschätzten arbeitgeber noch eine stunde in die tasten*

Freitag, 8. Februar 2008

unheimlich schön

ich habe mich doch noch beherrschen können, meinen gesunden menschenverstand eingeschaltet und bin NICHT mit dem kind zum arzt, obwohl sich das fieber am tag darauf noch einmal bis 39,0 hochschraubte. aber dann hat sich das kindlein, wie sollte es auch anders sein, gesund geschlafen (und gegessen, möchte man meinen, wenn man die mengen sieht, die er so vertilgt), und alles ist wieder gut.
seit gestern also für den gesamten bienenstock wieder alltag mit arbeit und krippe.

seit ein paar tagen blühen die krokusse im garten. gerade scheint die sonne, draußen weht frühlingsluft, die vögel zwitschern um die wette. so schön und doch so unheimlich.
die erlebnis-fahrradtour (stichwort: enten füttern) am wochenende ist schon fest eingeplant.

am dienstag will übrigens endlich ein techniker kommen und sich meines rechners annehmen. bis dahin muss mein geliebter laptop mich über wasser halten. aber eine stimme in mir schreit verzweifelt: ich will meine festplatte wieder!!!

Dienstag, 5. Februar 2008

mein ganz privater "super tuesday"

tataaa! schon wieder sitze ich mit einem kranken, hustenden, fiebernden kindlein zuhause; fieber nicht dramatisch, um 38,2, aber der husten hört sich nicht gut an und ich überlege, heute nachmittag meinem ruf als überbesorgte, leicht neurotische mutter gerecht zu werden und mit dem kindlein beim kinderarzt vorzusprechen. (stichwort für alle leicht überbesorgten, neurotischen mütter: "nur mal abhören".)
nun liegt hier so viel arbeit (auf dem schreibtisch, vom haushalt red ich erst gar nicht), das ich einerseits angesichts der papierberge in schockstarre verfalle, andererseits mich aber auch nicht wirklich aufraffen kann, irgendetwas in der bienenkind-mittagsschlafzeit anzufangen, um es dann nach anderthalb stunden wieder abzubrechen.
unser computer ist immer noch kaputt (was mittlerweile eine zärtliche liebesbeziehung zwischen mir und dem laptop entstehen lässt); gestern nachmittag wieder bei den netten jungs in thüringen ("serviceteam") angerufen, wo mir ein äußerst gelassener mitarbeiter mit etwas schleppender stimme erklärte, der "service" sei heute (also gestern, was habt ihr die letzte woche gemacht, ihr trottelchen) erst "ausgelöst" worden. hm. und im übrigen hätte ich glück, denn der garantiefall sei am letzten tag der garantie "ausgelöst" worden (wobei ich mir nicht sicher war, ob das als glückwunsch oder als vorwurf gemeint war). ich bedankte mich artig und erhielt nun heute eine "servicenummer", mit deren hilfe ich meinen "aktuellen workorder-auftrag" (liebe engländer, wir können wirklich nichts dafür! wir sind so!) einsehen kann. heute steht die hoffnungstiftende zeile da: "ersatzteile werden beschafft".
ich werde weiter berichten.

wirklich spannend ist es natürlich nur beim "richtigen" super tuesday: für alle, die sich dafür interessieren, seien die artikel auf spiegel-online und in der berliner zeitung ans herz gelegt.

Sonntag, 3. Februar 2008

knoten lösen

heute nachmittag saß ich endlich mal wieder im lesesessel, mit einem guten buch ("dieses buch wird ihr leben verändern", grandios) in der einen hand und kaffee in der anderen hand, beobachtete meine beiden jungs beim spielen (stichworte: autos, eisenbahn, polizei, feuerwehr und häuser bauen), dachte an unseren wunderschönen heutigen spaziergang bei blauem himmel, sonnenschein und klarer luft über die felder, und ich fühlte ziemlich deutlich, was es heißt, ein perfektes leben zu haben.
in diesem großen glück sollte man jeden tag schwimmen gehen wie in einem riesigen pool und den ganzen anderen kleinkram, die alltäglichen anfeindungen und zumutungen des lebens, getrost vergessen, oder, wenn das nicht geht, wenigstens dort einordnen, wo sie hingehören, auf ein unteres ende der skala der dinge, die einen beschäftigen - rational, emotional, wie auch immer.
da wären zum beispiel unser computercrash (noch nicht behoben; darum bloggerpause und heutiges not-bloggen vom laptop), erneute unpässlichkeiten (erbrechen) beim bienenkindlein (alles wieder gut), stress mit arbeit/chef (ebenfalls noch nicht behoben) etc. etc.
manche dinge werden sich vielleicht besser lösen (lassen), wenn man nicht wie bekloppt an den verknoteten schnüren herumzerrt. und wenn ein knoten gar zu fest geworden ist, gibts ja immer noch das schwert.

das, liebe (hoffentlich noch treue) leser, ist - nach zugegebenermaßen wieder einmal unerhört langer pause - das wort zum sonntag von der bienenkönigin.
schlaft gut und kommt gut in und durch die woche.

Donnerstag, 17. Januar 2008

"wieder daaaa!!"

hatte heute meinen ersten normalen tag, einen wirklich ganz normalen arbeitstag, nach drei tagen noro-virus (und anschließender genesungsphase) beim bienenkindlein mit durchfall, erbrechen, fieber und all den feinen dingen, die dazu gehören (nachts um zwei uhr die waschmaschine befüllen und wenig schlaf, nur als beispiel, andere leidgeprüfte eltern werden wissen, wovon ich rede); und nun habe ich heute morgen wieder mal mit erwachsenen kommuniziert und nicht mit einem rekonvaleszenten, aufmüpfigen, manchmal beinahe dreisten, aber auch so spiele-, kuschel- und pflegebedürftigen dreijährigen kind.
und als wollte das kindlein mir zeigen, dass alles wieder in bester ordnung ist, durfte ich es heute mit zwei schrammen und einem beulchen am kopf wieder mit nach hause nehmen.
"was ist denn da passiert?" "ge-toßen!!" "tat es weh?" "bisschen!" "hast du geweint?" "nein!!" (also, wie kommt mama denn auf so was...)
und auch logisch denken kann das kind wieder:
(abends, beim bilderbuch-anschauen) "mama, guck, da eis kaufen" (sagt das bienenkindlein und zeigt auf die eisdiele im bilderbuch). "ja, aber eis kann man nur im sommer kaufen, wenn es warm ist." das bienenkindlein legt den kopf schief, überlegt, dann hellt sich das gesichtchen auf und es zeigt mit dem finger: "mama, hier auch warm!" (da muss man ihm ja recht geben, im wohnzimmer ist es nun mal warm). ich: "ja, ähm, äh, ich meine, wenn es draußen warm ist, dann geht man eis essen." (puh, vorerst gerettet)
derzeitige lieblingswörter des bienenkindleins sind: "dolle" ("dolle festhalten", "dolle helfen", "dolle aufpassen" etc.); "dunkel" (vermutlich außerordentlich faszinierend: "ist noch nicht dunkel", "ist schon dunkel!(=abends)", "noch dunkel?"(=morgens), "gaanz dunkel!"(=tiefschwarz)); "halloooo!" rufen, wegrennen, wieder angelaufen kommen und "wieder daa-aaa!!!" schreien - zum wegschmeißen...

Mittwoch, 9. Januar 2008

ambivalenz

das bienenkindlein hat mich heute wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, dass auch kinder es sehr, sehr schwer haben bzw. es ihren eltern sehr, sehr schwer machen können.

meinem herzen tut es im moment alles andere als gut, wenn mein kindlein morgens verpennt im bett sitzt und sachen sagt wie: "[bienenkindlein] zu mama-papa-bett gehen!" (weil er am wochenende immer zu uns ins bett zum kuscheln kommt), "mama nich arbeiten gehen!", "[bienenkindlein] bei mama bleiben!", und dabei guckt er mich mit seinen großen braunen augen ganz verzweifelt an ... das danach folgende aufstehen und für-den-tag-fertig-machen wird manchmal zu einem einzigen machtkampf: "mama nich [bienenkindlein] ausziehen! [bienenkindlein] alleine machen!" (worauf er aber NICHTS macht und sich einfach auf den boden setzt). stellt man ihn dann vor die alternative: "also du ziehst dich jetzt aus oder mama macht das", wird losgeheult und die komplettverweigerung geprobt. ich bekomme aber kein 16-kilo-kind, das nicht will, ausgezogen [ohne gewalt anzuwenden]. also heißt es wieder: kuscheln, besänftigen, trösten, gut zureden [und den ärger, der tief in einem drin steckt, so gut es geht ignorieren].
achja.
aber es ist gut, sich um den mäusespatz zu kümmern, sehr gut sogar. alles, was mich im moment auf andere gedanken bringt - und sei es die frage, wie ich mein kind am besten erziehe - ist gut.
und spätestens wenn das bienenkindlein abends zum kuscheln auf die couch kommt, ist das mama-sein einfach nur glück, pures glück.

Dienstag, 8. Januar 2008

nicht traurig sein

es ist schön, dass ihr mich vermisst.

mein großvater ist gestorben, und ich bin immer noch ungläubig, ein bisschen betäubt, ein bisschen ratlos, weil der schmerz sich in grenzen halten müsste, weil ich doch weiß, dass das sterben eine erlösung war nach einem so langen, schmerz- und verlustreichen leben.
es ist jetzt alles gut.
und trotzdem ist die trauer so groß, vielleicht auch, weil jetzt die letzten bande zur kindheit gekappt sind, weil es definitiv kein zurück mehr gibt in die großelterliche wohnung mit ihrem geruch, in mein kinderzimmer mit dem klavier, an dem er mir alles beibrachte, was er konnte und mich damit manchmal zur verweiflung trieb, an dem er mir viele geschichten erzählte und manche geschichten nie.
ich werde ihn sehr vermissen, meinen lieben großvater, geboren 1916 in polen, der es nie leicht hatte, der so lange gelebt hat und sich zuletzt oft fragte, warum, der alle überlebt hat, seine eltern, seine geschwister, seine erste frau und seine tochter - ein schmerz, der einen, wie ich heute weiß, in den wahnsinn treiben muss.
tröstlich der gedanke, dass er jetzt bei ihnen ist.

mein guter vorsatz fürs neue jahr: "nicht traurig sein, kindchen."

Donnerstag, 13. Dezember 2007

panta rhei

ich entschuldige mich bei allen bloglesern für die lange sendepause.
wenn man nicht mehr zum nachdenken kommt, kommt man eben erst recht nicht mehr zum bloggen.
wir haben hier gerade eine recht arbeits- und erlebnisreiche zeit hinter uns (um mal das furchtbare wort "stress" zu umschreiben), die gerade in dieser woche darin gipfelte, dass die kinderkrippe vom gesundheitsamt geschlossen wurde. und zwar für die gesamte woche.
aber alles hat auch sein gutes: so habe ich ein paar tage zwangsurlaub, in denen ich zwar auch arbeite, aber eben nur das nötigste tue und ansonsten mal so richtig vollzeitmama sein darf.
kehrseite: man schleppt sich abends erschlagen ins bett und schläft nach zwei seiten über dem buch ein.
nunja, genug gejammert.

morgen kommen "omiiii" und "opaa an-ed" zum vorweihnachtlichen besuch. opa bringt "asselmus" mit.
zumindest für einen bewohner des bienenstocks ist die welt völlig in ordnung.

und hier - quasi als entschädigung - zwei bildchen vom bienenkindlein nach dem besuch des "niekellaus":



Donnerstag, 22. November 2007

der ganz normale wahnsinn

neues aus dem krankenlager:
der ehegatte hat das wochenende im liegen verbracht, mit tierischen zahnschmerzen und vollgepumpt mit mindestens acht kilogramm ibuprofen, was aber auch nicht wirklich geholfen hat. kein wunder, denn - so stellte es der zahnarzt am montag fest - es haben sich vier wunderhübsche zysten samt dazugehörigen eiter etc. in seinem kiefer eingemietet. jetzt wird den biestern zwar zuleibe gerückt und die schmerzen sind fast verschwunden, aber wieder wirklich "auf dem damm sein" ist auch was anderes.
meine wenigkeit hat in dieser woche noch weniger als sonst geschlafen, was sich tatsächlich bitter rächen kann. aber dazu gleich. erst sei noch erwähnt, dass ich mich - heroisch, finde ich - tatsächlich dienstag früh um 7 uhr (!!!) zu einem "entwicklungsgespräch" in der krippe eingefunden habe, um - halbtot - den ausführungen der erzieherinnen zur entwicklung meines sohnes zu folgen. vielleicht poste ich noch dazu.
arbeit und haushalt - der ganz normale wahnsinn eben - sorgen im moment für einen zustand der permanenten übermüdung und auch überforderung, und in eben diesem zustand hab ich mir zu allem überfluss gestern abend auch fast noch die halbe fingerkuppe abgesäbelt. ich danke gott, dass unser brotmesser nicht wirklich scharf ist. anderenfalls hätte ich sicher gestern abend noch einen chirurgen gesehen.
nunja.

aber das wichtigste: das bienenkind ist wieder fit. und singt und spielt und erzählt und freut sich, dass man sich einfach nur mitfreuen kann.

Mittwoch, 14. November 2007

heile heile gänschen

als das kindlein heute abend nur eine einzige winzige pellkartoffel mit quark aß, da hätte ich es schon wissen müssen.
kurze zeit später ließ es plötzlich alles spielzeug links liegen, krallte sich seinen hasen und warf sich mit dem unglücklichsten gesicht an den papa.
und dann war es auch schon passiert: das kindchen gab seine nahrung wieder her. mama durfte "auber machen", papa durfte trösten. leider hatte es (neben papa) auch den kuschelhasen hart erwischt, so dass dieser um eine gründliche wäsche nicht herumkam. die vereinten kräfte von heizung und fön halfen auch nicht viel, und so musste das kindchen heute ohne hasen einschlafen.
was erstaunlicherweise klappte, da es einfach völlig erledigt und hundemüde war.
temperaturmessen ergab: 37,8.
jetzt heißt es abwarten und morgen früh entscheiden, ob ich morgen vollzeitmama oder rabenmama sein darf.
"und wenn du denkst, es geht nicht mehr ..."
*klammer*

Dienstag, 13. November 2007

a-teerne!

soeben ist das kindlein nach einem aufregenden tag von einer minute auf die andere eingeschlafen.

heute abend waren wir "aterne aufen" (wer braucht schon anlautende konsonanten), und das kindchen hat dieser veranstaltung - man kann es wirklich so sagen - mit heiligem ernst beigewohnt. es war nicht nur mächtig beeindruckt vom sankt-martin-spiel in der kirche, sondern auch von der musik (ein richtiger spielmannszug!:-)) und den vielen lichtern. "dunkel", "kerze", "terne", "icht" (licht) und nochmal "aterne" waren heute die inflationär gebrauchten wörter; und das kindlein singt dazu mit inbrunst "aa-teerne, aa-teerne, onne, ond und terne".

es war total schön, aber jetzt sind auch wir restlos erschöpft.


Samstag, 10. November 2007

sankt martin...

... kann kommen.

ergebnis des gestrigen gemeinsamen laternenbastelns in der kinderkrippe:


ist das nicht niedlich?

Donnerstag, 8. November 2007

welten bauen

jetzt ist sie wohl endlich da, die sogenannte "sprachexplosion". das bienenkindlein redet sich um sinn und verstand, konkreter: es spricht in drei- bis vier-wort-sätzen, spricht prinzipiell alles nach, ergänzt reim- und liedzeilen, verwechselt immer weniger konsonanten, spricht deutlich mehr komplizierte wörter (fast) richtig aus.
das unglaublich faszinierende daran ist, dass unser kindchen uns nun teilhaben lässt an seiner welt. indem es benennt und ausspricht, was es denkt, nimmt es uns mit in seine phantasie.
es erzählt von der "ente", dem rettenden "ufer", dem "hecht", der "bösen wasserratte", dem "schiff", das "putt" (kaputt) geht, und "bauarbeiter kommen" und "helfen".
so wird einigermaßen greifbar (und bleibt doch unfassbar), was in diesem kleinen köpfchen so vor sich geht. vor allem dann, wenn der kleine mann still irgendwo im wohnzimmer sitzt und sich mit seinen lego-steinen, den kleinen tieren, den autos etc. eine kleine welt zusammenbaut.
und ganz versunken ist.

wehe, man stört.

Montag, 5. November 2007

ick

heute war der fotograf im kindergarten. unter anderem wurden auch deshalb gestern dem bienenkindlein die haare geschnitten. damit das ganze selbstverständlicher über die bühne geht, war zuerst der papa dran.

kindlein: "papa haare neiden."
mama: "ja, dem papa werden wir jetzt die haare schneiden."
k: "dann ich dan."
m: "ja, dann bist du dran."
k: "mama nich."
m: "nein, nur du und papa."

und nach dem schneiden:
m: "jetzt siehst du aber schick aus!"
k: "papa jets auch ick!" (mama räumt die haarschneidemaschine weg) "mama nich !"

wie nett.

schöpfung

immer wieder interessant, wie man sich am sonntag in einen arbeitsrausch hineinsteigern kann, am sonntag wohlgemerkt, an dem tag, an dem ja eigentlich alle arbeit zu ruhen hat.
tröstlich der gedanke, dass es auslegungssache ist, an welchem tag gott ruhte: war es ein freitag? ein samstag? ein sonntag? oder gar ein dienstag? schwer zu glauben, dass sich gott mit solchen lappalien aufgehalten hat. erst erschuf gott die erde, dann den menschen. zu welchem zweck? damit der mensch das fernsehen, die nuklearwaffen und die wochentage erschaffen konnte. um sich selbst zu quälen.
naja.
der bienenstock war heute mit ganz prosaischen dingen beschäftigt: terrasse aufräumen und winterfest machen, heidekraut einpflanzen, fenster putzen, staubsaugen, wäsche waschen. außerdem wurden den beiden männlichen bewohnern des bienenstocks die haare geschnitten und das bienenkindlein anschließend gebadet. (baden ist ja eine feine sache, wenn nur nicht das lästige haarewaschen wäre, meint das kindlein und tut das auf brüllende weise kund.)

nach solch einem anstrengenden tag müssen wir uns nun dringend einen ruhetag gönnen.
oder fernsehen, bis der arzt kommt. heute (im fernsehen!) ein erhellendes interview mit dem regisseur hans weingärtner gesehen, der sich für seinen neuen film vier monate lang dem fernsehtrash hingegeben hat (der arme mensch!) und wissenschaftliche studien zum medium fernsehen gelesen hat. fazit: das fernsehen schaltet beim zuschauer irgendwann den frontallappen des gehirns aus.

mein frontallappen soll funktionstüchtig bleiben. also bleibe ich lieber beim lesen.
lesebefehl der woche: "der schatten des windes".
nun aber ab ins bett mit dem neuen buch von john von düffel ("beste jahre").
Lilypie Fünfter Ticker