bedeutete:
durchfall beim (dennoch fröhlichem) bienenkind bis heiligabend
durchfall bei der (weniger fröhlichen) bienenmama ab heiligabend
diät und nochmal diät
schwiegermutterbesuch
alkohol und nochmal alkohol
aber auch (beim kindlein):
große stauneaugen und rote bäckchen bei der bescherung;
andächtiges verharren vor dem weihnachtsbaum (mit gefalteten händchen, beweisfoto in kürze);
auf bildern erkennen, wer jesuskind, maria, josef, die drei hirten, engel, sterne, etc., sind;
ein kipper, der am heiligabend mit ins bettchen musste;
mit freudenschreien tiere ein- und wieder auspacken, stundenlang;
sich zu "lasst uns froh und munter sein" im kreis drehen ("tanzen");
den papa von der couch vertreiben, raufklettern und sich dann selbst in die kissen lümmeln;
traurig sein, wenn alle türchen im adventskalender geöffnet sind;
usw.
gestern hat das bienenkindlein zum ersten mal ganz bewusst schnee gesehen. dicke dichte schneeflocken und unsere straße, in der alle häuser und autos wie mit puderzucker bestäubt aussahen. der kleine konnte sich gar nicht sattsehen. immer und immer wieder mussten wir das 15kg-kind hochheben und gemeinsam aus dem fenster schauen.
ansonsten hat das kindlein seit vorgestern erhöhte temperatur; nichts alarmierendes, aber so richtig gesund ist er nicht. was nun dazu führt, dass wir die geplante pneumokokken-impfung nicht machen können.
Samstag, 30. Dezember 2006
Sonntag, 17. Dezember 2006
metaphysik am abend - erquickend und labend
filmtipp des monats: genesis.
der für mich faszinierendste gedankengang in diesem film:
unser menschlicher körper besteht aus zellen, die sterben und wieder erneuert werden. im laufe eines menschenlebens wird auf diese weise unser körper mehrere male "rundumerneuert", wenn man so will. und trotzdem ist man immer noch man selbst. wir sind also nicht nur materie. und wir sind auch nicht nur die form, durch die materie fließt. wir sind mehr als das.
wir wissen es und auch wieder nicht.
der für mich faszinierendste gedankengang in diesem film:
unser menschlicher körper besteht aus zellen, die sterben und wieder erneuert werden. im laufe eines menschenlebens wird auf diese weise unser körper mehrere male "rundumerneuert", wenn man so will. und trotzdem ist man immer noch man selbst. wir sind also nicht nur materie. und wir sind auch nicht nur die form, durch die materie fließt. wir sind mehr als das.
wir wissen es und auch wieder nicht.
Samstag, 16. Dezember 2006
lasst uns fro-oh u-und munter sein
ein foto-stöckchen von mama schwaner ...
hier also unser weihnachtsschmuck in einer auswahl, ganz unromantisch im blitzlichtgewitter...




hier also unser weihnachtsschmuck in einer auswahl, ganz unromantisch im blitzlichtgewitter...




idylle
wider besseren wissens bis 2 uhr nachts aufgeblieben, nachdem ich noch bis 23 uhr plätzchen gebacken hatte.
das liebe kindlein hat sich jedoch bis 9.30 h morgens selbst beschäftigt ("mama und papa brauchen ihren schlaf! so!") und kuschelte sich anschließend sogar noch einmal lange ins elternbett. dann fing das kindlein an, so vor sich hin zu stinken. beim wickeln war das malheur dann unübersehbar: der kleine herr hatte durch body und schlafanzug bis in den schlafsack durchgekackt (wenn jemand ein anderes wort dafür hat, bitte melden).
so wurde im bienenstock das wochenende eingeläutet.
als dankeschön fürs eltern-schlafen-lassen bekam das bienenkindlein ein mammut-frühstück mit pflaumenmus-toast, teewurst-toast und zwei bechern kakao. was nun dazu führte, dass das mittagessen zwangsläufig ausfiel, weil das kindlein nur müde, aber nicht hungrig war. jetzt schlummert es seelig, ich sitze am schreibtisch und arbeite, der bienenpapa kauft ein, und nachher werden wir noch die weihnachtskarten basteln.
sage nochmal einer, es gäbe keine familienidylle.
das liebe kindlein hat sich jedoch bis 9.30 h morgens selbst beschäftigt ("mama und papa brauchen ihren schlaf! so!") und kuschelte sich anschließend sogar noch einmal lange ins elternbett. dann fing das kindlein an, so vor sich hin zu stinken. beim wickeln war das malheur dann unübersehbar: der kleine herr hatte durch body und schlafanzug bis in den schlafsack durchgekackt (wenn jemand ein anderes wort dafür hat, bitte melden).
so wurde im bienenstock das wochenende eingeläutet.
als dankeschön fürs eltern-schlafen-lassen bekam das bienenkindlein ein mammut-frühstück mit pflaumenmus-toast, teewurst-toast und zwei bechern kakao. was nun dazu führte, dass das mittagessen zwangsläufig ausfiel, weil das kindlein nur müde, aber nicht hungrig war. jetzt schlummert es seelig, ich sitze am schreibtisch und arbeite, der bienenpapa kauft ein, und nachher werden wir noch die weihnachtskarten basteln.
sage nochmal einer, es gäbe keine familienidylle.
Donnerstag, 14. Dezember 2006
amnesie
da die bieneneltern die vereinbarung "keine weihnachtsgeschenke" getroffen haben (weise, weise), fällt die bescherung des kindleins umso größer aus. heute wurden acht neue "schleich"-tiere ins haus geliefert. im schlafzimmer wartet bereits ein großer laster samt anhänger, natürlich mit kippmechanismus (kipplaster sind einfach der hit im moment).
der bienenpapa sinnierte: "da kann er dann die tiere aufladen..." - "und zum schlachthof fahren..." - "da wird dann seine heiß geliebte teewurst hergestellt..."
werde jetzt ins bett gehen und versuchen, den störenden husten zu ignorieren. schlimm nur, dass da auch keine ohropax helfen.
es ist schon erstaunlich, bemerkte ich erst kürzlich, wie man drei monate lang, von kurzen phasen der gesundheit einmal abgesehen, krank bzw. angeschlagen sein kann, nur weil man ein anderthalbjähriges kind hat, das gerade seine immunabwehr aufbaut. dabei hatte man früher mal (der bienenkönigin entfährt ein kleiner seufzer) so eine stabile gesundheit, aber so was von stabil. hmpf.
es kann nur besser werden.
ich ertappe mich jetzt des öfteren dabei, von "früher" zu schwärmen. dabei meint "früher" meist die zeit mit meinem ein paar monate alten säugling. man vergisst zunehmend, wie anstrengend dies alles doch gewesen ist. man sieht sein kindlein durch die wohnung flitzen, schränke aufreißen, schubladen rauszerren, das telefon vom tisch runterholen, den ball gegen die blumenvase werfen, und denkt: man, war das schön, als er sich noch nicht mal drehen konnte und in seiner wiege lag. und man seufzt und schwelgt in schönen erinnerungen.
dann fällt mir aber doch wieder ein, wie sehr ich mir damals gewünscht habe, er würde sich endlich drehen, würde endlich sich auf seinen zwei beinchen (und ärmchen) fortbewegen, nur damit ich dieses schwere paket nicht mehr andauernd rumschleppen muss.
apropos, hier mal die kürzlich festgestellten aktuellen daten:
ca. 88 cm; 14,9 kg (geburt: 56 cm; 4,3 kg)
wo soll das noch bitte schön hinführen?????
der bienenpapa sinnierte: "da kann er dann die tiere aufladen..." - "und zum schlachthof fahren..." - "da wird dann seine heiß geliebte teewurst hergestellt..."
werde jetzt ins bett gehen und versuchen, den störenden husten zu ignorieren. schlimm nur, dass da auch keine ohropax helfen.
es ist schon erstaunlich, bemerkte ich erst kürzlich, wie man drei monate lang, von kurzen phasen der gesundheit einmal abgesehen, krank bzw. angeschlagen sein kann, nur weil man ein anderthalbjähriges kind hat, das gerade seine immunabwehr aufbaut. dabei hatte man früher mal (der bienenkönigin entfährt ein kleiner seufzer) so eine stabile gesundheit, aber so was von stabil. hmpf.
es kann nur besser werden.
ich ertappe mich jetzt des öfteren dabei, von "früher" zu schwärmen. dabei meint "früher" meist die zeit mit meinem ein paar monate alten säugling. man vergisst zunehmend, wie anstrengend dies alles doch gewesen ist. man sieht sein kindlein durch die wohnung flitzen, schränke aufreißen, schubladen rauszerren, das telefon vom tisch runterholen, den ball gegen die blumenvase werfen, und denkt: man, war das schön, als er sich noch nicht mal drehen konnte und in seiner wiege lag. und man seufzt und schwelgt in schönen erinnerungen.
dann fällt mir aber doch wieder ein, wie sehr ich mir damals gewünscht habe, er würde sich endlich drehen, würde endlich sich auf seinen zwei beinchen (und ärmchen) fortbewegen, nur damit ich dieses schwere paket nicht mehr andauernd rumschleppen muss.
apropos, hier mal die kürzlich festgestellten aktuellen daten:
ca. 88 cm; 14,9 kg (geburt: 56 cm; 4,3 kg)
wo soll das noch bitte schön hinführen?????
Dienstag, 12. Dezember 2006
tschüss fremdelphase
infektreste: hartnäckiger husten bei der bienenmama und beim kind.
gestern mal wieder ein tag bei den kollegen - die omi hat gehütet. der beste babysitter der welt.
die omi wurde im übrigen am samstag mit breitestem grinsen begrüßt. wenn man bedenkt, dass frühere omi-besuche meist mit tränen und gebrüll begannen und endeten (fremdel, fremdel), ist dies wirklich zeichen genug, dass wieder einmal eine wichtige entwicklungsstufe erklommen wurde.
wir sind ganz stolz auf unser pflegeleichtes, fröhliches, freundliches kind, dass sich ausgiebig von omi betütteln, bespielen, umsorgen ließ.
und ich wusste mein kindlein gut aufgehoben, während ich 60 kilometer entfernt versuchte, in einem taubenschlag zu arbeiten. möglicherweise sollte man den verlag zwei wochen vor weihnachten prinzipiell meiden - ich hätte es ja wissen können, sollen, müssen.
jetzt liegt hier auf dem schreibtisch wieder viel arbeit.
viel viel arbeit.
aber ich muss morgen erst einmal fotos zum entwickeln verschicken. und geschenkpapier kaufen. und kerzen besorgen. damit ich in vier tagen ein erstes lichtlein anzünden kann.
für mein omale.
gestern mal wieder ein tag bei den kollegen - die omi hat gehütet. der beste babysitter der welt.
die omi wurde im übrigen am samstag mit breitestem grinsen begrüßt. wenn man bedenkt, dass frühere omi-besuche meist mit tränen und gebrüll begannen und endeten (fremdel, fremdel), ist dies wirklich zeichen genug, dass wieder einmal eine wichtige entwicklungsstufe erklommen wurde.
wir sind ganz stolz auf unser pflegeleichtes, fröhliches, freundliches kind, dass sich ausgiebig von omi betütteln, bespielen, umsorgen ließ.
und ich wusste mein kindlein gut aufgehoben, während ich 60 kilometer entfernt versuchte, in einem taubenschlag zu arbeiten. möglicherweise sollte man den verlag zwei wochen vor weihnachten prinzipiell meiden - ich hätte es ja wissen können, sollen, müssen.
jetzt liegt hier auf dem schreibtisch wieder viel arbeit.
viel viel arbeit.
aber ich muss morgen erst einmal fotos zum entwickeln verschicken. und geschenkpapier kaufen. und kerzen besorgen. damit ich in vier tagen ein erstes lichtlein anzünden kann.
für mein omale.
Freitag, 8. Dezember 2006
lausig
dem bienenpapa ist kein ast auf den kopf gefallen. heldenhaft hat er sich durch die orkanböen hindurch nach hause gestrampelt.
aber es gibt ja auch dinge, die fallen einem auf den fuß. und liegen auf dem herzen. und manchmal krabbelt auch noch so ein schreckliches insekt über die leber.
aber das ist jetzt was anderes.
aber es gibt ja auch dinge, die fallen einem auf den fuß. und liegen auf dem herzen. und manchmal krabbelt auch noch so ein schreckliches insekt über die leber.
aber das ist jetzt was anderes.
der wind, der wind...
pünktlich zum beginn des wochenendes fegt draußen ein sturm, der sich gewaschen hat.
selbst mir, der vor acht jahren ins norddeutsche exil verpflanzten, ist er nicht geheuer, vor allem deshalb, weil ich den ehegatten noch draußen auf dem fahrrad weiß. natürlich ohne helm. sowas trägt ein richtiger mann ja nicht.
zittern, bis er da ist.
noch fünf minuten.
selbst mir, der vor acht jahren ins norddeutsche exil verpflanzten, ist er nicht geheuer, vor allem deshalb, weil ich den ehegatten noch draußen auf dem fahrrad weiß. natürlich ohne helm. sowas trägt ein richtiger mann ja nicht.
zittern, bis er da ist.
noch fünf minuten.
es weihnachtet sehr
der nikolaus war natürlich auch in der krippe.
er hatte riesige fußspuren hinterlassen, unübersehbar, und kleine tannenzweige ausgelegt.
aber das schönste war der glitzer auf den kleinen krippenkinderschuhchen und -strümpfchen, in denen natürlich auch ein mini-schoko-nikolaus und ein kleiner tannenzweig steckten.
das bienenkindlein mochte aber den mini-nikolaus gar nicht anfassen - es war ihm irgendwie unheimlich. später, so wurde mir berichtet, hat er aber den ganzen nikolaus genüsslich zum zweiten frühstück verputzt, wie alle anderen kinder auch - anschließend wurden natürlich die zähnchen geputzt.
ich habe das deutliche gefühl, dass das kindlein bereits sehr vieles von dem versteht, was in dieser besonderen zeit um ihm herum vorgeht, und alles mit neugierde aufnimmt. da sind die weihnachtssterne in den fenstern (nicht nur in unseren), die lichterketten, die weihnachtsmänner und engel, die strohsterne und die kerzen. auf alles wird gezeigt, man muss ihm die dinge benennen, aber er lauscht eben auch schon beinahe andächtig, wenn man ihm ein bild von einer krippe zeigt und dazu (in sehr groben zügen) die weihnachtsgeschichte erzählt bzw. ihm "ihr kinderlein kommet" vorsingt.
heute nachmittag sagte der bienenpapa: "wir müssen noch das türchen aufmachen!", und unser kindlein wusste sofort, was gemeint war, rannte mit einem unbeschreiblichen freudenschrei durch die wohnung, bis es vor dem adventskalender (mit bildchen) stand und schaute dann den papa fragend an (denn nur er weiß ja, welches türchen aufgemacht werden kann). einfach unglaublich.
er hatte riesige fußspuren hinterlassen, unübersehbar, und kleine tannenzweige ausgelegt.
aber das schönste war der glitzer auf den kleinen krippenkinderschuhchen und -strümpfchen, in denen natürlich auch ein mini-schoko-nikolaus und ein kleiner tannenzweig steckten.
das bienenkindlein mochte aber den mini-nikolaus gar nicht anfassen - es war ihm irgendwie unheimlich. später, so wurde mir berichtet, hat er aber den ganzen nikolaus genüsslich zum zweiten frühstück verputzt, wie alle anderen kinder auch - anschließend wurden natürlich die zähnchen geputzt.
ich habe das deutliche gefühl, dass das kindlein bereits sehr vieles von dem versteht, was in dieser besonderen zeit um ihm herum vorgeht, und alles mit neugierde aufnimmt. da sind die weihnachtssterne in den fenstern (nicht nur in unseren), die lichterketten, die weihnachtsmänner und engel, die strohsterne und die kerzen. auf alles wird gezeigt, man muss ihm die dinge benennen, aber er lauscht eben auch schon beinahe andächtig, wenn man ihm ein bild von einer krippe zeigt und dazu (in sehr groben zügen) die weihnachtsgeschichte erzählt bzw. ihm "ihr kinderlein kommet" vorsingt.
heute nachmittag sagte der bienenpapa: "wir müssen noch das türchen aufmachen!", und unser kindlein wusste sofort, was gemeint war, rannte mit einem unbeschreiblichen freudenschrei durch die wohnung, bis es vor dem adventskalender (mit bildchen) stand und schaute dann den papa fragend an (denn nur er weiß ja, welches türchen aufgemacht werden kann). einfach unglaublich.
Mittwoch, 6. Dezember 2006
so einfach
kleine sonne
springt aus dem zündholz
holt die welt aus dem dunkel
imma von bodmershof, "haiku"
springt aus dem zündholz
holt die welt aus dem dunkel
imma von bodmershof, "haiku"
Montag, 4. Dezember 2006
schon wieder
irgendwann zwischen dem laternenumzug am freitag (der in ein elterliches glühwein-trinken an der eislaufbahn mündete), dem großeinkauf zu fuß samt kind am samstag und dem langen spaziergang über felder, wiesen und pferdekoppeln am sonntag hat sich anscheinend der nächste böse infekt bei der bienenmama eingeschlichen. auch der bienenpapa ist malade.
möglicherweise ist es aber auch immer noch derselbe infekt, der sich eine gute woche lang getarnt und gewartet hat, bis die zeit günstig war, wieder zuzuschlagen.
aber ich will nicht klagen, denn es geht mir den umständen entsprechend sehr gut (diesmal keine halsschmerzen und kein fieber); und das bienenkindlein hat sich (noch) nicht angesteckt. *die bienenmama klopft mal eben dreimal auf holz, damit das auch so bleibt, und gönnt sich gleich eine tasse tee*
möglicherweise ist es aber auch immer noch derselbe infekt, der sich eine gute woche lang getarnt und gewartet hat, bis die zeit günstig war, wieder zuzuschlagen.
aber ich will nicht klagen, denn es geht mir den umständen entsprechend sehr gut (diesmal keine halsschmerzen und kein fieber); und das bienenkindlein hat sich (noch) nicht angesteckt. *die bienenmama klopft mal eben dreimal auf holz, damit das auch so bleibt, und gönnt sich gleich eine tasse tee*
Donnerstag, 30. November 2006
ich kann das alleine...
unter großem jauchzen und "hallo" des kindleins heute den adventsschmuck in der wohnung angebracht. das kindlein rannte aufgeregt hin und her, kommentierte alles mit einem "haszch-haszch" oder "da-da" und zeigte mit seinem kleinen knubbelzeigefinger auf alles, was neu war.
und am sonntag werden plätzchen gebacken. das kind darf ausstechen. mal sehen, was draus wird - vielleicht ist es ja sogar würdig, fotografiert zu werden.
das bienenkindlein will ja jetzt sowieso überhaupt alles alleine machen (s. beweisfotos). ich lasse es geschehen, lobe beharrlich und versuche nicht zusammenzuzucken, wenn breichen oder (noch besser) nudeln mit tomatensauce auf tisch, hochstuhl, gesicht, händen, pullover, hose, etc. verschmiert werden.
in punkto mütterliche gelassenheit finde ich mich gerade ganz extraordinär vorbildlich und super.
morgen ist laternenumzug mit den krippenkindern. das wird sicher sehr drollig.


und am sonntag werden plätzchen gebacken. das kind darf ausstechen. mal sehen, was draus wird - vielleicht ist es ja sogar würdig, fotografiert zu werden.
das bienenkindlein will ja jetzt sowieso überhaupt alles alleine machen (s. beweisfotos). ich lasse es geschehen, lobe beharrlich und versuche nicht zusammenzuzucken, wenn breichen oder (noch besser) nudeln mit tomatensauce auf tisch, hochstuhl, gesicht, händen, pullover, hose, etc. verschmiert werden.
in punkto mütterliche gelassenheit finde ich mich gerade ganz extraordinär vorbildlich und super.
morgen ist laternenumzug mit den krippenkindern. das wird sicher sehr drollig.


Mittwoch, 29. November 2006
spendabel
das bienenkind hat heute - natürlich unter mordsmäßigem gebrüll - seine zweite mumps-masern-röteln-impfung (unter mamapapafachleuten: mmr) erhalten, gleich zusammen mit der windpocken-impfung.
über den ersten stich hat er sich so aufgeregt, dass er den zweiten gar nicht bemerkt hat.
bis jetzt zeigt er keine impfreaktion; hoffen wir, dass es so bleibt.
jetzt stehen noch an: zweimal pneumokokken-impfung und einmal meningokokken-impfung. letzterer erreger ist zwar sehr selten, aber dafür umso gefährlicher: bei meningokokken-infektion geht es dem betroffenen kind innerhalb von stunden sehr schlecht, in der hälfte aller fälle führt die infektion sogar zum tod. also werden wir das kindlein auch dagegen impfen lassen.
dann wäre der impfmarathon auch (erst einmal) zu ende.
heute hat sich im übrigen mal wieder meine these bestätigt, dass die ärmsten menschen am spendabelsten, generösesten (gibts das, s.?) sind.
und ich habe (ebenfalls mal wieder) die erkenntnis gewonnen, dass mit den geschenken gottes (dem wirklich spendabelsten aller spender, wenn man so will) sorgsam und dankbar und in demut umzugehen ist. und es IST ein geschenk, KEINE alleinerziehende mutter von drei kindern zu sein, von denen eines schwer behindert ist. eine solche mama habe ich heute gesprochen, und ich weiß ehrlich nicht, wie sie es schafft. ich glaube, sie weiß es auch nicht.
über den ersten stich hat er sich so aufgeregt, dass er den zweiten gar nicht bemerkt hat.
bis jetzt zeigt er keine impfreaktion; hoffen wir, dass es so bleibt.
jetzt stehen noch an: zweimal pneumokokken-impfung und einmal meningokokken-impfung. letzterer erreger ist zwar sehr selten, aber dafür umso gefährlicher: bei meningokokken-infektion geht es dem betroffenen kind innerhalb von stunden sehr schlecht, in der hälfte aller fälle führt die infektion sogar zum tod. also werden wir das kindlein auch dagegen impfen lassen.
dann wäre der impfmarathon auch (erst einmal) zu ende.
heute hat sich im übrigen mal wieder meine these bestätigt, dass die ärmsten menschen am spendabelsten, generösesten (gibts das, s.?) sind.
und ich habe (ebenfalls mal wieder) die erkenntnis gewonnen, dass mit den geschenken gottes (dem wirklich spendabelsten aller spender, wenn man so will) sorgsam und dankbar und in demut umzugehen ist. und es IST ein geschenk, KEINE alleinerziehende mutter von drei kindern zu sein, von denen eines schwer behindert ist. eine solche mama habe ich heute gesprochen, und ich weiß ehrlich nicht, wie sie es schafft. ich glaube, sie weiß es auch nicht.
Montag, 27. November 2006
ende der fahnenstange
ergänzend zum vorletzten beitrag (angestachelt durch das heutige telefonat, liebe s.) muss ich noch eine bemerkung anfügen, die letztens eine freundin (mit gleichaltrigem sohn) machte: "meistens sind sie (die lieben kleinen strolche) kooperativ, aber es gibt auch tage, da sind sie ziemlich unkooperativ."
unkooperativ kann heißen, dass es absolut lästig sein kann, schuhe anzuziehen, wenn man raus in den garten will. es könnte ja auch mit strümpfen gehen. schlimm, wenn man so spießige eltern hat.
es ist manchmal auch dem bienenkind kaum zuzumuten, länger als zwei minuten auf seinen morgen-kakao zu warten. und wehe, wenn das bestreichen des brotes mit teewurst noch länger dauert. dann ist ende der fahnenstange.
ebenso verhält es sich, wenn man leicht (!) unwillig ist, das buch von der raupe nimmersatt zum achthundertdreiundzwanzigsten mal vorzulesen und den kleinen bienenkind-finger durch die löcher zu stecken. da wird geweint, gequengelt, gemeckert und ein seltsamer lauter knatterton von sich gegeben. da wird man so lange durch anhaltendes betteln weichgeklopft, bis man seufzend zurück in die kissen der mittlerweile eigens für das kindlein eingerichteten kuschel-bilderbücher-ecke sinkt.
das nur mal am rande.
aber irgendwie ist es ja auch drollig. und schön. und witzig. und manchmal auch zum schreien komisch.
jetzt aber ab ins bett.
und wie das bienenkindlein von raupe nimmersatt träumen.
unkooperativ kann heißen, dass es absolut lästig sein kann, schuhe anzuziehen, wenn man raus in den garten will. es könnte ja auch mit strümpfen gehen. schlimm, wenn man so spießige eltern hat.
es ist manchmal auch dem bienenkind kaum zuzumuten, länger als zwei minuten auf seinen morgen-kakao zu warten. und wehe, wenn das bestreichen des brotes mit teewurst noch länger dauert. dann ist ende der fahnenstange.
ebenso verhält es sich, wenn man leicht (!) unwillig ist, das buch von der raupe nimmersatt zum achthundertdreiundzwanzigsten mal vorzulesen und den kleinen bienenkind-finger durch die löcher zu stecken. da wird geweint, gequengelt, gemeckert und ein seltsamer lauter knatterton von sich gegeben. da wird man so lange durch anhaltendes betteln weichgeklopft, bis man seufzend zurück in die kissen der mittlerweile eigens für das kindlein eingerichteten kuschel-bilderbücher-ecke sinkt.
das nur mal am rande.
aber irgendwie ist es ja auch drollig. und schön. und witzig. und manchmal auch zum schreien komisch.
jetzt aber ab ins bett.
und wie das bienenkindlein von raupe nimmersatt träumen.
Sonntag, 26. November 2006
besinnliches zum ausklang des totensonntags
sie gingen heim am straßenrand,
dann hielt er nur noch ihre hand.
aus: six feet under
dann hielt er nur noch ihre hand.
aus: six feet under
wunder
zu später stunde ein großes "hallo, ich bin wieder unter den lebenden".
es geht wieder bergauf, und für kurze zeit kann sogar die gewissheit verblassen, dass hinter dem berg wieder ein tal kommt. aber es muss ja nicht das tiefe, tiefe tal sein, wo die zwei hasen sitzen, die das gras bis auf den rasen abfressen und die der jäger erschießt und die dann schließlich doch am leben sind.
ich schweife ab.
im übrigen soll einmal gesagt sein, dass es einfach nicht stimmt, dass das erste lebensjahr das aufregendste sei.
natürlich ist da dieser gewaltige unterschied zwischen dem neugeborenen hilflosen wesen, dass wie ein stück brot im arm liegt, und dem motorisch agilen einjährigen kind. aber das ist ja nur äußerlich.
was wir im augenblich erleben, ist ungleich aufregender, tiefgreifender, berührender, atemberaubender: wie das bienenkind jeden tag wörter mit begriffen verbindet, sich dinge einprägt, strukturen und abläufe verinnerlicht, ein wissen erwirbt, abstrahieren kann (z.b. auf die katze auf der straße zeigt und dann auf die katze im bilderbuch, die ganz anders aussieht - und dabei einen jauchzer von sich gibt).
es ist einfach nur rührend zu sehen, wie unser sohn selbst abends die waschschüssel zum tisch trägt; wie er ins taschentuch schnaubt, wenn man ihn darum bittet; wie er mit freudengebrüll selbst das lätzchen holt und den hochstuhl an den tisch schiebt, wenn man sagt, dass es essen gibt; wie er die stiefelchen holt, wenn man mit ihm hinausgehen möchte; wie er sich auf die große kuscheldecke neben uns legt; mit welcher hingabe und andacht er bilderbücher ansehen kann, derzeit immer und immer wieder; wie er geschichten lauscht, als würde er bereits alle kennen und verstehen; wie er zu musik und auch ohne musik tanzen kann; wie er am nachmittag minutenlang zum fenster hinausschauen kann in die dunkelheit und ganz versunken und verträumt wirkt; wie er betteln kann, damit man mit ihm zusammen ein bestimmtes buch zum fünfzigsten mal ansieht; wie er auf alles zeigt und "dasz da" oder "dette" oder "ditte" sagt und erwartet, dass man sagt: "das ist ...".
sicher habe ich die hälfte vergessen.
aber ist das nicht alles ein wunder? und woher kommt das? war dieses kind wirklich mal in meinem bauch? wo ist das baby geblieben?
es geht wieder bergauf, und für kurze zeit kann sogar die gewissheit verblassen, dass hinter dem berg wieder ein tal kommt. aber es muss ja nicht das tiefe, tiefe tal sein, wo die zwei hasen sitzen, die das gras bis auf den rasen abfressen und die der jäger erschießt und die dann schließlich doch am leben sind.
ich schweife ab.
im übrigen soll einmal gesagt sein, dass es einfach nicht stimmt, dass das erste lebensjahr das aufregendste sei.
natürlich ist da dieser gewaltige unterschied zwischen dem neugeborenen hilflosen wesen, dass wie ein stück brot im arm liegt, und dem motorisch agilen einjährigen kind. aber das ist ja nur äußerlich.
was wir im augenblich erleben, ist ungleich aufregender, tiefgreifender, berührender, atemberaubender: wie das bienenkind jeden tag wörter mit begriffen verbindet, sich dinge einprägt, strukturen und abläufe verinnerlicht, ein wissen erwirbt, abstrahieren kann (z.b. auf die katze auf der straße zeigt und dann auf die katze im bilderbuch, die ganz anders aussieht - und dabei einen jauchzer von sich gibt).
es ist einfach nur rührend zu sehen, wie unser sohn selbst abends die waschschüssel zum tisch trägt; wie er ins taschentuch schnaubt, wenn man ihn darum bittet; wie er mit freudengebrüll selbst das lätzchen holt und den hochstuhl an den tisch schiebt, wenn man sagt, dass es essen gibt; wie er die stiefelchen holt, wenn man mit ihm hinausgehen möchte; wie er sich auf die große kuscheldecke neben uns legt; mit welcher hingabe und andacht er bilderbücher ansehen kann, derzeit immer und immer wieder; wie er geschichten lauscht, als würde er bereits alle kennen und verstehen; wie er zu musik und auch ohne musik tanzen kann; wie er am nachmittag minutenlang zum fenster hinausschauen kann in die dunkelheit und ganz versunken und verträumt wirkt; wie er betteln kann, damit man mit ihm zusammen ein bestimmtes buch zum fünfzigsten mal ansieht; wie er auf alles zeigt und "dasz da" oder "dette" oder "ditte" sagt und erwartet, dass man sagt: "das ist ...".
sicher habe ich die hälfte vergessen.
aber ist das nicht alles ein wunder? und woher kommt das? war dieses kind wirklich mal in meinem bauch? wo ist das baby geblieben?
Freitag, 17. November 2006
fragen sie ihren arzt oder apotheker
spätestens, wenn auf der ablage über dem waschbecken eine packung aktren neben diclofenac und japanischem heilpflanzenöl steht - hübsch anzusehen und allzeit griffbereit -, sollte man sich vermutlich fragen, ob man den täglichen aufgaben des lebens gewachsen ist.
wenn sich, wie im falle der bienenkönigin, noch beachtliche kopf- und rückenschmerzen hinzu gesellen, ist die versuchung groß, morgens überhaupt nicht mehr aufzustehen.
wie sagte neulich ein freund: wenn man kinder hat, und man morgens aufwacht, und es tut einem nichts mehr weh - dann ist man tot.
aber durch den schmerz hindurch ist da ja ein tunnel, und vielleicht auch ein licht.
in zwei wochen ist erster advent, liebe leute.
wenn sich, wie im falle der bienenkönigin, noch beachtliche kopf- und rückenschmerzen hinzu gesellen, ist die versuchung groß, morgens überhaupt nicht mehr aufzustehen.
wie sagte neulich ein freund: wenn man kinder hat, und man morgens aufwacht, und es tut einem nichts mehr weh - dann ist man tot.
aber durch den schmerz hindurch ist da ja ein tunnel, und vielleicht auch ein licht.
in zwei wochen ist erster advent, liebe leute.
Freitag, 10. November 2006
spiel mir das lied vom tod
heute, beim harken des laubes im vorgarten (derzeitige top-beschäftigung, hab ja auch sonst nix zu tun), ist mir ein toter vogel vor die füße gepurzelt. nach einer kurzen ekel-sekunde beugte ich mich hinunter zu dem armen geschöpf und hielt ein wenig andacht. die sonne schien mir in den nacken, als ich schließlich ein kleines grab aushob, den vogel von meiner schaufel hineinplumpsen ließ, erde draufschüttete und dann, nach kurzem stillen gebet, den vogel in frieden ruhen ließ.
aber das sollte es nicht gewesen sein.
lieber gott, musste das sein...?
als ich - nach beendigung meiner gärtnerischen aktivitäten - wieder zur terrasse zurückging, lag da wieder ein toter vogel.
dachte ich jedenfalls.
das schlimme war, dass der tote vogel gar nicht tot war.
plötzlich zappelte er ein bisschen, fiepte dabei ganz fürchterlich, mit seltsam verdrehten kopf und die beinchen gen himmel verkrümmt, um danach wieder in starre zu verfallen.
was tun? ich stand da, unschlüssig, den tränen nahe, hatte mitleid und war doch unfähig zu handeln. erschlagen? ertränken? lebendig begraben? kann ich alles nicht, dachte ich, und doch muss ich jetzt diesen vogel vom leben zum tode befördern, wenn ich ihn nicht noch endlos leiden lassen will. schrecklich.
nach einigen minuten (gefühlten stunden), holte ich meinen spaten und näherte mich dem armen geschöpf. just in diesem augenblick wollte er sich wieder auf seine beinchen stellen, die sofort wegknickten, der kopf war immer noch seltsam verdreht, das fiepen unerträglich, und er fiel wieder auf den rücken.
ich atmete tief durch, lud das vögelchen (es war eine meise) auf meinen spaten, ging mit ihm in die hinterste ecke des gartens und grub auch dort ein grab, legte es ab, bedeckte es mit laub, und... schlug es tot.
jetzt fühle ich mich wie eine mörderin, die lebenslänglich wegen besonderer schwere der schuld kriegen sollte. und das, obwohl ich weiß, dass es richtig war. aber hier schlägt mal wieder wie so oft die emotionalität der rationalität ein schnippchen.
und schließlich, dachte ich, möchte man ja selbst auch, dass, wenn es mit einem einmal weniger schön zu ende geht, jemand den mut hat, den spaten zu nehmen und zuzuschlagen. im übertragenen sinne natürlich.
naja, wozu hat man kinder.
*sagt die bienenkönigin und gönnt sich zum schluss ein bisschen sarkasmus*
gute nacht!
aber das sollte es nicht gewesen sein.
lieber gott, musste das sein...?
als ich - nach beendigung meiner gärtnerischen aktivitäten - wieder zur terrasse zurückging, lag da wieder ein toter vogel.
dachte ich jedenfalls.
das schlimme war, dass der tote vogel gar nicht tot war.
plötzlich zappelte er ein bisschen, fiepte dabei ganz fürchterlich, mit seltsam verdrehten kopf und die beinchen gen himmel verkrümmt, um danach wieder in starre zu verfallen.
was tun? ich stand da, unschlüssig, den tränen nahe, hatte mitleid und war doch unfähig zu handeln. erschlagen? ertränken? lebendig begraben? kann ich alles nicht, dachte ich, und doch muss ich jetzt diesen vogel vom leben zum tode befördern, wenn ich ihn nicht noch endlos leiden lassen will. schrecklich.
nach einigen minuten (gefühlten stunden), holte ich meinen spaten und näherte mich dem armen geschöpf. just in diesem augenblick wollte er sich wieder auf seine beinchen stellen, die sofort wegknickten, der kopf war immer noch seltsam verdreht, das fiepen unerträglich, und er fiel wieder auf den rücken.
ich atmete tief durch, lud das vögelchen (es war eine meise) auf meinen spaten, ging mit ihm in die hinterste ecke des gartens und grub auch dort ein grab, legte es ab, bedeckte es mit laub, und... schlug es tot.
jetzt fühle ich mich wie eine mörderin, die lebenslänglich wegen besonderer schwere der schuld kriegen sollte. und das, obwohl ich weiß, dass es richtig war. aber hier schlägt mal wieder wie so oft die emotionalität der rationalität ein schnippchen.
und schließlich, dachte ich, möchte man ja selbst auch, dass, wenn es mit einem einmal weniger schön zu ende geht, jemand den mut hat, den spaten zu nehmen und zuzuschlagen. im übertragenen sinne natürlich.
naja, wozu hat man kinder.
*sagt die bienenkönigin und gönnt sich zum schluss ein bisschen sarkasmus*
gute nacht!
Donnerstag, 9. November 2006
soeben gesehen...
... in einem fernsehbericht über tagesväter (ja, männer, die tagesmutter-jobs machen, sowas gibt es...): ein kind mit einem hübschen blauen t-shirt, das die aufschrift trägt: ich bin ein fulltime job.
ich kenne mindestens ein dutzend leute, die sowas sicher auch gerne ihren lieben kindlein überstülpen möchten. obs mengenrabatt gibt? einfach im kommentar anmelden!
blau steht dem bienenkindlein sicher fantastisch.
ich kenne mindestens ein dutzend leute, die sowas sicher auch gerne ihren lieben kindlein überstülpen möchten. obs mengenrabatt gibt? einfach im kommentar anmelden!
blau steht dem bienenkindlein sicher fantastisch.
gesegnete tage
ereignisreiche tage liegen hinter der bienenfamilie:
tage mit zahnfieber (wir begrüßen die hinteren backenzähne mit einem freundlichen "hallo"), das zyklisch alle zwei tage wiederkehrte und uns schlaflose nächte bescherte (man ist es einfach nicht mehr gewöhnt, wirklich nicht); tage mit schrammen an stirn, nase und kinn (weil das bienenkind jetzt rennt, obwohl es noch nicht richtig rennen kann, und hinfällt, obwohl es das fallen noch nicht beherrscht); und tage, die gefüllt sind mit all dem anderen kram, mit dem sich jeder so mehr oder weniger rumschlägt: briefe an unfreundliche zeitgenossen schreiben, bestimmte kindersachen suchen und sie nicht finden, am pfandautomaten im supermarkt verzweifeln, sich über kollegen ärgern, schrammen im parkett entdecken, säcke mit rindenmulch in den garten schleppen, berge von wäsche waschen, aufhängen, abhängen, zusammenlegen (ein meditativer kreislauf, der nie nicht niemals unterbrochen werden darf). schön sind auch: leere obstgläser, die auf dem küchenboden in tausend einzelne glassplitterchen zerbersten (jetzt, zwei tage danach findet man immer noch dieses oder jenes kleine stück, vorzugsweise im brotkasten - ja, die können auch hochspringen, die fiesen teilchen - oder in den hausschuhen); angetrocknete grießbreireste auf hochstuhl und fußboden (dieses zeugs wird den dritten weltkrieg überstehen); und: *schnief* prinzipiell die immer wiederkehrenden (zyklisch, s.o.) gefühle des versagens und des "nicht-mehr-in-den-griff-bekommens", ach, ich habe immer noch nicht das deckblatt für die krippen-mappe gemacht, und die fotos sind immer noch nicht eingeklebt, und das bad ist zwei wochen lang nicht geputzt worden, und im wohnzimmer liegt überall staub auf den bücherregalen, wo ist eigentlich der zweite bienenkind-schuh?, wieso liegt denn die schwarze bienenpapa-socke auf der zimmerpflanze?, achso, die gehört dahin, liebes kindchen? na, dann...
gut, es gibt ja auch noch anderes.
zum beispiel am letzten sonntag:
einen wunderschönen kindergottesdienst für die kleinen und kleinsten, organisiert und mitgestaltet von der kita.
während des gottesdienstes wurde unser kleiner murkel gesegnet.
und als der pfarrer seine hände über seinen kopf hielt und die folgenden worte sagte, da wurde mir ganz weich und bang und warm und weh von diesem großen ganzen, und ich hielt den kleinen schatz ganz fest, während die tränchen kullerten, meine natürlich. das murkelchen beschränkte sich darauf, den pfarrer mit weit aufgerissenen augen anzuschauen...
Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.
Amen
Gott, der Herr, sei vor dir,
um dir den richtigen Weg zu zeigen.
Er sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir,
um dir den Rücken zu stärken für den aufrechten Gang.
Er sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst.
Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Er sei über dir,
um dich jeden Augenblick mit seiner Nähe zu erfreuen.
So segne dich der gütige Gott.
Amen
tage mit zahnfieber (wir begrüßen die hinteren backenzähne mit einem freundlichen "hallo"), das zyklisch alle zwei tage wiederkehrte und uns schlaflose nächte bescherte (man ist es einfach nicht mehr gewöhnt, wirklich nicht); tage mit schrammen an stirn, nase und kinn (weil das bienenkind jetzt rennt, obwohl es noch nicht richtig rennen kann, und hinfällt, obwohl es das fallen noch nicht beherrscht); und tage, die gefüllt sind mit all dem anderen kram, mit dem sich jeder so mehr oder weniger rumschlägt: briefe an unfreundliche zeitgenossen schreiben, bestimmte kindersachen suchen und sie nicht finden, am pfandautomaten im supermarkt verzweifeln, sich über kollegen ärgern, schrammen im parkett entdecken, säcke mit rindenmulch in den garten schleppen, berge von wäsche waschen, aufhängen, abhängen, zusammenlegen (ein meditativer kreislauf, der nie nicht niemals unterbrochen werden darf). schön sind auch: leere obstgläser, die auf dem küchenboden in tausend einzelne glassplitterchen zerbersten (jetzt, zwei tage danach findet man immer noch dieses oder jenes kleine stück, vorzugsweise im brotkasten - ja, die können auch hochspringen, die fiesen teilchen - oder in den hausschuhen); angetrocknete grießbreireste auf hochstuhl und fußboden (dieses zeugs wird den dritten weltkrieg überstehen); und: *schnief* prinzipiell die immer wiederkehrenden (zyklisch, s.o.) gefühle des versagens und des "nicht-mehr-in-den-griff-bekommens", ach, ich habe immer noch nicht das deckblatt für die krippen-mappe gemacht, und die fotos sind immer noch nicht eingeklebt, und das bad ist zwei wochen lang nicht geputzt worden, und im wohnzimmer liegt überall staub auf den bücherregalen, wo ist eigentlich der zweite bienenkind-schuh?, wieso liegt denn die schwarze bienenpapa-socke auf der zimmerpflanze?, achso, die gehört dahin, liebes kindchen? na, dann...
gut, es gibt ja auch noch anderes.
zum beispiel am letzten sonntag:
einen wunderschönen kindergottesdienst für die kleinen und kleinsten, organisiert und mitgestaltet von der kita.
während des gottesdienstes wurde unser kleiner murkel gesegnet.
und als der pfarrer seine hände über seinen kopf hielt und die folgenden worte sagte, da wurde mir ganz weich und bang und warm und weh von diesem großen ganzen, und ich hielt den kleinen schatz ganz fest, während die tränchen kullerten, meine natürlich. das murkelchen beschränkte sich darauf, den pfarrer mit weit aufgerissenen augen anzuschauen...
Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.
Amen
Gott, der Herr, sei vor dir,
um dir den richtigen Weg zu zeigen.
Er sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir,
um dir den Rücken zu stärken für den aufrechten Gang.
Er sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst.
Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Er sei über dir,
um dich jeden Augenblick mit seiner Nähe zu erfreuen.
So segne dich der gütige Gott.
Amen
Samstag, 4. November 2006
noch ein stöckchen ...
... das ich verschlafen habe.
also *räusper*:
5 dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:
- gesundheit für meine freundin
- ein klavier
- ein auto
- einen bedeutend besser bezahlten job
- urlaub auf p. (jetzt-sofort!)
5 dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:
- 10 kg zu viel auf den rippen
- ungeduld und von zeit zu zeit etwas zickenhaftes
- eine schwäche für hollywood-kitsch-filme
- löcher in den strümpfen
- einen berg fotos, die noch ins babyalbum eingeklebt werden müssen
5 dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:
- krankheit und anderweitige versehrtheit
- ein kinderloses single-dasein (na gut, der zug ist eh abgefahren)
- einen job mit vielen dienstreisen
- falsche freunde
- ein maß- und zügelloses leben
5 dinge, die ich habe und nicht mehr missen möchte:
- mein bienenkindlein
- meinen mann (wenn man beide unter "dinge" verbuchen darf/kann)
- gesundheit
- unsere große wohnung samt garten und terrasse
- eine geschirrspülmaschine
5 menschen, die dies noch nicht beantwortet haben, von denen ich mir das aber wünsche:
wer will, wer will, wer hat noch nicht?
eigentlich ein gutes stöckchen. vielleicht gerade weil man nachdenken muss und es nicht so rotzig runtertippen kann.
also *räusper*:
5 dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:
- gesundheit für meine freundin
- ein klavier
- ein auto
- einen bedeutend besser bezahlten job
- urlaub auf p. (jetzt-sofort!)
5 dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:
- 10 kg zu viel auf den rippen
- ungeduld und von zeit zu zeit etwas zickenhaftes
- eine schwäche für hollywood-kitsch-filme
- löcher in den strümpfen
- einen berg fotos, die noch ins babyalbum eingeklebt werden müssen
5 dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:
- krankheit und anderweitige versehrtheit
- ein kinderloses single-dasein (na gut, der zug ist eh abgefahren)
- einen job mit vielen dienstreisen
- falsche freunde
- ein maß- und zügelloses leben
5 dinge, die ich habe und nicht mehr missen möchte:
- mein bienenkindlein
- meinen mann (wenn man beide unter "dinge" verbuchen darf/kann)
- gesundheit
- unsere große wohnung samt garten und terrasse
- eine geschirrspülmaschine
5 menschen, die dies noch nicht beantwortet haben, von denen ich mir das aber wünsche:
wer will, wer will, wer hat noch nicht?
eigentlich ein gutes stöckchen. vielleicht gerade weil man nachdenken muss und es nicht so rotzig runtertippen kann.
Freitag, 3. November 2006
klitzekleine herbstdepression
es herbstet sehr.
das bienenkindlein ist immer noch ein husten-und-triefnasen-kindlein. die kleenextücher-hersteller dürfen sich die hände reiben - sie werden reich durch uns.
sandkästen werden durch orkanböen malträtiert, blumen erfrieren, ganz zu schweigen von den rosenknospen. man verbringt stunden damit, die wintersachen aus- und die sommersachen wegzuräumen. klingt einfach, ist aber ein höchst komplizierter vorgang (sagt übrigens auch lisa schwarz in "dating lisa").
das bienenkindlein besitzt nun gummistiefel und matschhose.
und dann die unmengen an laub, die man jeden tag wegharken muss.
irgendwie habe ich das gar nicht alles so schnell gewollt. man fühlt sich vom herbst ein bisschen überrannt. oder hat der winter den herbst überrannt?
die papierstapel auf dem schreibtisch wachsen in gigantische höhen. frage am rande: wäre es - rein theoretisch - möglich, dass irgendwann die papierschichten, die zuunterst liegen, einfach vergammeln, verwesen, sich in staub zerkrümeln? wie lange sollte ich noch warten?
der ehegatte und bienenpapa ist gerade mit dem taxi zum arzt gefahren, um dort klären zu lassen, warum ihm sein rechtes knie weh tut. bloß krankschreiben darf der doc ihn nicht, dann wirds brenzlig.
die bienenmama ist aber gesund und hält die stellung.
und bleibt tapfer.
ja.
so.
das bienenkindlein ist immer noch ein husten-und-triefnasen-kindlein. die kleenextücher-hersteller dürfen sich die hände reiben - sie werden reich durch uns.
sandkästen werden durch orkanböen malträtiert, blumen erfrieren, ganz zu schweigen von den rosenknospen. man verbringt stunden damit, die wintersachen aus- und die sommersachen wegzuräumen. klingt einfach, ist aber ein höchst komplizierter vorgang (sagt übrigens auch lisa schwarz in "dating lisa").
das bienenkindlein besitzt nun gummistiefel und matschhose.
und dann die unmengen an laub, die man jeden tag wegharken muss.
irgendwie habe ich das gar nicht alles so schnell gewollt. man fühlt sich vom herbst ein bisschen überrannt. oder hat der winter den herbst überrannt?
die papierstapel auf dem schreibtisch wachsen in gigantische höhen. frage am rande: wäre es - rein theoretisch - möglich, dass irgendwann die papierschichten, die zuunterst liegen, einfach vergammeln, verwesen, sich in staub zerkrümeln? wie lange sollte ich noch warten?
der ehegatte und bienenpapa ist gerade mit dem taxi zum arzt gefahren, um dort klären zu lassen, warum ihm sein rechtes knie weh tut. bloß krankschreiben darf der doc ihn nicht, dann wirds brenzlig.
die bienenmama ist aber gesund und hält die stellung.
und bleibt tapfer.
ja.
so.

(das dach war natürlich UNTEN und BEFESTIGT!!)
Mittwoch, 1. November 2006
elternstöckchen
nun ich also auch noch - ein elternstöckchen, gefangen von mama schwaner.
wolltest du schon immer ein kind?
ja. eigentlich immer noch mehrere.
was meinte damals der papa des kindes dazu?
der wollte noch viel früher als ich kinder haben und hat dementsprechend erst einmal vor rührung geheult.
wann hast du dich dann doch für ein kind entschieden?
siehe oben. ich hatte mich immer schon für kinder entschieden. und 2005 wollte dann das bienenkindlein eben auf die welt.
gibt es jemanden, der behauptet, er wäre "schuld" daran, dass du ein kind bekommen hast?
ja, der kindsvater.
wie alt warst du bei der geburt deines ersten kindes?
29
gibt es etwas, was du einer angehenden mutter als ratschlag mitgeben würdest?
ganz viele ratschläge, aber es ist und bleibt ja ein learning by doing.
hauptsächlich: auf das kind hören, auf sich selbst hören. dem muttergefühl 100prozentig vertrauen. eigene mutter und schwiegermutter notfalls aus der wohnung werfen, wenn man sich von deren hilfe und ratschlägen bedrängt und genötigt fühlt. aber auch: um hilfe bitten, wenn man das gefühl hat, den boden unter den füßen zu verlieren.
was findest du toll an anderen müttern?
mütter, die balance, zuversicht, ein in-sich-ruhen ausstrahlen.
mütter, die nicht permanent über ihre kinder reden.
mütter, die wie ich mit kinderwagen durch schuhgeschäfte stromern.
welche blöde frage hat man dir als mutter gestellt?
viele, viele.
als werdende mutter: "was wird es denn?" "wie soll es denn heißen?"
als junge mutter: "ist es ein junge oder ein mädchen?" "kann er denn schon laufen?" "ist es normal, dass er so stark fremdelt?" "wann ist denn das zweite kind geplant?"
an wen gibst du das stöckchen weiter?
gibt es jemanden, der es noch nicht hat?
wenn ja, dann bitte nehmen.
wolltest du schon immer ein kind?
ja. eigentlich immer noch mehrere.
was meinte damals der papa des kindes dazu?
der wollte noch viel früher als ich kinder haben und hat dementsprechend erst einmal vor rührung geheult.
wann hast du dich dann doch für ein kind entschieden?
siehe oben. ich hatte mich immer schon für kinder entschieden. und 2005 wollte dann das bienenkindlein eben auf die welt.
gibt es jemanden, der behauptet, er wäre "schuld" daran, dass du ein kind bekommen hast?
ja, der kindsvater.
wie alt warst du bei der geburt deines ersten kindes?
29
gibt es etwas, was du einer angehenden mutter als ratschlag mitgeben würdest?
ganz viele ratschläge, aber es ist und bleibt ja ein learning by doing.
hauptsächlich: auf das kind hören, auf sich selbst hören. dem muttergefühl 100prozentig vertrauen. eigene mutter und schwiegermutter notfalls aus der wohnung werfen, wenn man sich von deren hilfe und ratschlägen bedrängt und genötigt fühlt. aber auch: um hilfe bitten, wenn man das gefühl hat, den boden unter den füßen zu verlieren.
was findest du toll an anderen müttern?
mütter, die balance, zuversicht, ein in-sich-ruhen ausstrahlen.
mütter, die nicht permanent über ihre kinder reden.
mütter, die wie ich mit kinderwagen durch schuhgeschäfte stromern.
welche blöde frage hat man dir als mutter gestellt?
viele, viele.
als werdende mutter: "was wird es denn?" "wie soll es denn heißen?"
als junge mutter: "ist es ein junge oder ein mädchen?" "kann er denn schon laufen?" "ist es normal, dass er so stark fremdelt?" "wann ist denn das zweite kind geplant?"
an wen gibst du das stöckchen weiter?
gibt es jemanden, der es noch nicht hat?
wenn ja, dann bitte nehmen.
Montag, 30. Oktober 2006
für sonne, das geburtstagskind
Der andere Weg
"[...] Zwei Wege boten sich mir dar,
Ich nahm den Weg, der weniger begangen war -
Und das veränderte mein Leben."
nur mut, sonne, nur mut.
*spricht die bienenkönigin mit nachdruck*
"[...] Zwei Wege boten sich mir dar,
Ich nahm den Weg, der weniger begangen war -
Und das veränderte mein Leben."
nur mut, sonne, nur mut.
*spricht die bienenkönigin mit nachdruck*
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