Sonntag, 22. Juli 2007

fotos aus dem bienenstock

ein letzter gruß aus dem bienenstock, der bald auf reisen geht...

und ja, frau klabauter, so sieht es im bienenstock aus, und zwar ziemlich regelmäßig am wochenende um die mittagszeit:
"wann ist endlich das essen fertig? wieso dauert das so lange?"
















zwischendurch ein bisschen eisenbahn fahren. dabei handelt es sich um eine ernste angelegenheit! ich bin mitglied der lokführergewerkschaft!





















wie, zum teufel, funktioniert das schuhe-anziehen? mama und papa kriegen das doch auch hin, das kann doch nicht sooo schwer sein...





















und nun tschüss bis in ca. zwei wochen!

ab morgen weht ein anderer wind

vier trommeln wäsche gewaschen, aufgehängt, abgenommen, zusammengelegt.
aufgeräumt und geputzt.
lautere leckere sachen aus dem kühlschrank verputzt, denn der muss bis morgen abend leer sein. jedenfalls so gut wie.
nun ist es unverschämt spät, eine kaputte glühbirne hat gerade zweimal einen kurzschluss verursacht, in dessen folge der rechner ebenfalls ausging. anscheinend hat er keine spätfolgen davongetragen.
unser "reisegepäckstück" (laut dhl) mit windeln, handtüchern, büchern, spielkram, etc. - also allem, was man zum insel-survival mit kleinkind so braucht, ist seit dienstag unterwegs und immer noch nicht beim empfänger, unserem insel-hauswirt, sondern in einem "transport-zustellzentrum".
die formidable internet-sendungsauskunft lautet seit zwei tagen wie folgt: "Die Sendung wurde innerhalb des Zustell-Paketzentrums weitergeleitet."
was heißt das jetzt? kommt unsere reisetasche nun noch irgendwann an? es handelt sich ja eigentlich nicht um die fidschi-, sondern um die nordfriesischen inseln. oder erhält ein bedürftiger mitarbeiter des zustell-paketzentrums die tasche? der satz lässt sich eben schwer deuten, vor allem das "innerhalb des ... weitergeleitet" bereitet einem ja schlaflose nächte.
lauter kleine aufregungen des tages. ganz zu schweigen davon, dass das ansonsten liebe kindlein heute doch mehr als sonst quergebürstet war.
aber egal.
jetzt heißt es nur noch: mit grinsebacken in den urlaub.

wir sagen schon mal tschüss und wünschen allen lesern sonnenreiche zwei wochen, wo auch immer.
ps: und wenn wir wieder da sind, will ich neue erdenbürger sehen!

Donnerstag, 19. Juli 2007

klingeling

warte gerade auf ein letztes telefonisches "ok" vom senior-chef, dann gehen die letzten druckdaten an den verlag und ich bin "arbeitsschuldenfrei".
wieso klingelt das telefon nicht?

habe ein stöckchen von frau klabauter bekommen - ein foto soll es sein, wie es derzeit im bienenstock aussieht. es sieht leicht chaotisch aus, würde ich sagen (ich bemühe mich dennoch um ein zustandsfoto).
nun gut, in der zwischenzeit kann ich schon mal anfangen mit (urlaubs-)wäsche waschen, bügeln, putzen. nur noch drei tage bis zum urlaub.
bis zur insel.
und gestreikt wird vermutlich auch nicht.

nordsee, wir kommen!

aber wieso klingelt das telefon nicht?

Donnerstag, 12. Juli 2007

ding ding ding ding

das kommt dann also noch auf uns zu...

pieks

heute morgen erneuter arztanlauf. ein erfreulich leeres wartezimmer und eine erfreulich nette ärztin erwarteten uns. letztere untersuchte das erfreulich liebe, geduldige und tapfere kindlein.
ergebnis: alles fein.
der zeh ist in ordnung, keine entzündung, wir sollen abwarten und das kleine ding beobachten. die blutblase müsste bald von allein verschwinden.
dann gabs endlich die meningokokkenimpfung und zur belohnung gleich ein paar gummibärchen hinterher. bis jetzt keine impfreaktion, temperatur um 37,3.

grad eben hat das kindchen im bett geweint, ließ sich aber auf dem arm schnell trösten, trank einen becher wasser leer und sagte dann in ziemlich fordernden ton: "heia!".
ihr wunsch ist mir befehl, kleiner könig.

Mittwoch, 11. Juli 2007

dinge, die man nicht gebrauchen kann

absolut doof ist:
- seit gestern abend eine traubengroße schwellung am 'großen' rechten zeh des bienenkindleins, zusammen mit einer hübschen blutblase (wann passiert? wie passiert? wo passiert?)
- gestern einen vollgekackten (ja, sprechen wir es ruhig aus) schlafsack aus der krippe mitnehmen zu müssen, abends die waschmaschine anzuschmeißen, bei der nachbarin zu klingeln und um trockner-benutzung zu betteln, heute morgen den flauschig-sauberen schlafsack wieder in der krippe abzugeben, um... ja, um ihn heute nachmittag wieder vollgekackt mit nach hause nehmen zu dürfen.
- heute morgen sehr früh aufzustehen, um mit dem kind zum arzt zu fahren (zeh! blutblase! meningokokken-impfung - endlich!), nur um festzustellen, dass die arztpraxis heute geschlossen hat (wegen fortbildung, pfff, die sind solche spitzenärzte, wozu brauchen die sowas ...)
- im strömenden regen das kind in die krippe zu fahren
- im strömenden regen das kind wieder aus der krippe abzuholen.

große entscheidungen

gestern abend mit dem gatten um die antwort auf eine große frage gerungen:

welche bücher kommen mit in den urlaub?

nach einigem hin und her haben wir uns nun geeinigt:
- zwei bücher von charles lewinsky: melnitz und johannistag
- klaus schafmeister: höllenfahrt
- sybille bedford: ein trügerischer sommer [nomen est omen?! anm. d. bienenk.]
- carlos ruiz zafón: der schatten des windes

viele andere bücher müssen hier bleiben, immerhin haben wir dieses mal nicht zwei wochen freie lesezeit, sondern ein zweijähriges kindlein "im gepäck" (für das im übrigen auch urlaubslektüre bestellt wurde - natürlich auch, um ggf. quengeleien während der bahnfahrt vorzubeugen).

ich freue mich so sehr auf diesen urlaub.
und ab samstag soll ja auch endlich das wetter richtig schön werden.

Montag, 9. Juli 2007

8 dinge (für die bloggergemeinde)

annie hat mir ein stöckchen zugeworfen, das fang ich jetzt und schreibe daher nun zu später geiste(s/r)stunde sowie psychisch und physisch völlig entkräftet acht dinge über mich auf.

1. manchmal verwandele ich mich von einer starken, beherzten, unerschütterlichen mama in ein zweifelndes, unsicheres, nervöses wesen – allein verursacht durch dieses kleine zweijährige engelchen- und teufelchen-kindlein in personalunion.
2. ich möchte definitiv nicht noch einmal 20 sein.
3. ich halte mich für den grundoptimistischen, freundlich-fröhlichen typ mensch und kann es ÜBERHAUPT nicht leiden, wenn andere mit so einer gewissen grundaggressivität und unfreundlichkeit durchs leben gehen.
4. ich mag keine buttermilch. ich hasse sie. ich verabscheue sie. buttermilch ekelt mich an. so. (das bienenkind würde sagen: „bah! iiiiiiih!“)
5. wenn menschen über bestimmte dinge eines fachgebietes, in dem ich mich gut auskenne, laienhaft reden, aber gleichzeitig die ichbinsowichtigichweißalles-miene aufsetzen, bringt mich das erst um den verstand und dann um meine zurückhaltung.
6. ich schaue beim bügeln hollywood-schnulzen, liebesfilme oder (mit vorliebe) jane-austen-verfilmungen.
7. daran anschließend: ich kann nicht nur vor rührung heulen (s. punkt 6), sondern auch vor wut.
8. ich finde mich manchmal zu wenig „lady-like“. ich schminke mich sehr selten. ich gehe einfach so aus dem haus. ich ziehe das erstbeste paar schuhe an, ob geputzt oder nicht. es passiert mir oft, dass ich z.b. mit kindchen in der stadt unterwegs bin und mir plötzlich einfällt: „mensch, hast du heute überhaupt schon mal in den spiegel gesehen? die langen haare gekämmt, die kurzen an den unpassenden stellen rausgezuppelt? nein? mensch, bienenkönigin!“

Samstag, 7. Juli 2007

short cuts

nur noch schnell, bevor ich ins bett gehe und dort vermutlich sofort ins koma falle, die neuesten nachrichten aus dem bienenstock, die da wären:
1. das kindlein hat heute zum wiederholten mal pipi in die toilette gemacht. er war auch mächtig stolz auf seine tat (und wir erst!). nur scheint es ihm noch nicht ganz geheuer, auch das große geschäft auf der toilette zu verrichten - wozu hat man ne windel...; aber wir arbeiten dran... ;-)
2. die bienenmama ist heute in einen ich-steche-jeden-einzelnen-löwenzahn-aus-meiner-schönen-wiese-aus-rausch verfallen. ich hab prinzipiell ja nix gegen löwenzahn und gänseblümchen, aber man sollte schon in der mehrheit noch grashalme sehen... (an dieser stelle nochmals dank an die großzügige spenderin des löwenzahn-mordwerkzeugs. formidables ding!)
3. soeben einen klasse film gesehen. ein muss!:
4. es scheint nun morgen wirklich einmal einen tag lang sonnenschein zu geben. meine güte, da weiß man ja gar nicht, was man mit diesem tag anfangen soll... vermutlich biergarten von früh bis spät... nur so ein gedanke.
5. apropos: es soll, es muss nun auch einmal gesagt werden, dass
mich. dieses. sch***. wetter. tierisch. nervt.
diese "ach-es-regnet-grad-nicht-komm-lass-uns-schnell-rausspringen"-tage.
kein liegestuhl im garten. kein grillen. und diese blasse haut.
iiiihh... *wie das bienenkindlein nun ausrufen würde*
es reicht.

Donnerstag, 5. Juli 2007

praktische lebenshilfe

das gespräch war freundlich und heiter und hat zudem sogar echte fortschritte gebracht.
danach war ich allerdings hundemüde, man ist also doch innerlich angespannter als man wahrhaben möchte.

für leute, die immer unentspannt, weil immer in zeitnot sind o. ä., gibt es ja diese praktischen lebenshilfen, z.b. tests, die einem auskunft darüber geben, welche partei man bei der nächsten bundestagswahl wählen sollte, welche haarfarbe zu einem passt, welcher hundetyp oder welches mobiltelefon.
nunja, neuerdings kann man auf die art und weise sogar die passende religion finden. das spart nun wirklich mal ne menge zeit. lebenszeit.
und hier mein erstaunliches ergebnis:

1. Islam (100%)
2. Orthodox Judaism (100%)
3. Sikhism (100%)
4. Jainism (97%)
5. Bahá'í Faith (87%)
6. Hinduism (78%)
7. Reform Judaism (75%)
8. Liberal Quakers (69%)

da sollte ich jetzt wohl doch langsam anfangen, ernsthaft über einige dinge nachzudenken... ;-)

Mittwoch, 4. Juli 2007

von hier an blind

eigentlich hab ich überhaupt keine zeit. nein, wirklich nicht.
weil ich gerade an einem schönen und wichtigen buch arbeite, weil ich mich morgen mit dem autor treffe, aber die erste satzkorrektur erst bis zur hälfte gediehen ist. es wird ein ganz wunderbares buch sein, wenn es denn mal fertig ist, und dann erzähle ich auch mal mehr davon. und ich beglücke alle leser bald mit einem schönen text daraus.
nunja.
wie gesagt: überhaupt. keine. zeit.

aber trotzdem habe ich das hier und das hier und das hier und das hier gelesen. tut das bitte auch und amüsiert euch und freut euch so wie ich.
dann wischt die lachtränen weg und genehmigt euch ein glas wein (wie ich), knallt euch auf die couch (sofern die plagegeister alle im bett sind...) und guckt in die abendsonne.
(die scheint hier nämlich grad so schön.)


lieder des tages: von hier an blind; darf ich das behalten; gekommen, um zu bleiben.
yeah!

Montag, 2. Juli 2007

wochenend-impressionen

es half ja alles nix:




















man muss schließlich prioritäten setzen ...

also gaukelten wir dem kindlein einen fröhlichen familienfahrradausflug vor...
















aber das kindlein war nicht dumm...
ihm schwante was... "die werden doch nicht..."


















"... mich hier einfach aussetzen...???"





















"aber nicht umsonst hat mir mama 674mal "hänsel und gretel" vorgelesen!
ha!
ich hatte doch irgendwo die zwieback-krumen aus dem wagen geworfen... "





















"und als ich endlich wieder zuhause war, versuchte sich mama mit dieser schäbigen bastelwiedergutmachungsleistung wieder einzukratzen..."
















"es ist nicht zum aushalten mit diesen rabeneltern."

Freitag, 29. Juni 2007

der kleine klo-könig

so, kurz bevor dieser tag zu ende geht, hier noch die sensationelle nachricht des tages:
das bienenkindlein hat heute zum ersten mal pipi in die toilette gemacht. leider war ich nicht dabei - er hat es vorgezogen, diesen bedeutenden schritt in der krippe zu vollziehen (*pff...*)

dennoch habe ich das unumstößliche gefühl, dass da jetzt noch ein berg arbeit vor uns liegt, bis der kleine chef wirklich "trocken" und "sauber" ist...
zuhause war ihm nämlich alles schon wieder nicht ganz geheuer: erst ließ er sich widerstandslos aufs klo setzen, dann fing er aber an zu heulen und wollte schnell wieder runter...

Mittwoch, 27. Juni 2007

es lebe die kommunikation

da fährt der bienenpapa heute extra zum markt und kauft himbeeren - und das kindlein sagt schnöde "nee-i-n." naja. uns haben sie sehr gut geschmeckt.

ansonsten habe ich nochmals den wortschatz unseres kleinen chefs studiert und notiert.
viel kommt dabei nicht rum (man denke sich im übrigen die "s"-laute wie ein "sszz"):

Mama - Papa - Ama (=Oma; neuerdings...) - nein! (oh, das kann er gut...) - ja - Ball - Tein (=Stein) - Aarm (=Arm) - Dein (=Bein; warum? "Ball" geht doch auch... *rätsel*) - Eis - happa! (=Essen; superwichtig, war eine der ersten vokabeln :-)) - Ama (=Rama-Margarine) - Dadella (=Mortadella) - Della (=Teller) - Baum - Buff (=Busch) - Oltzs (=Holz) - Ei - Eia (=Eier; oder "Au weia!") - Heia (zweitwichtigstes wort nach "happa") - Assa (=Wasser) - nass - heiß - Mull (=Müll) - Bauer (=Bauer oder Bauarbeiter) - Boffer (=Koffer) - Belle (=Libelle) - Wau-wau (=Hund) - Dadei (=Papagei, Vogel) - Affa (=Affe) - Amma (=Eimer) - A-a - Da! - das! - Au(w)a (=Aua) - oh-oh! (wenn etwas runtergefallen ist - niedlich!) - auf! - ab! - an! etc.

das ist die magere ausbeute.
und das in diesem haushalt! pff!

relation

merke: je konsequenter die erziehung, umso stärker das kindliche gebrüll.
da müssen wir jetzt alle durch.

(und manchmal - natürlich situations- und tageslaunenabhängig - kann man sogar schon von kindlicher einsicht sprechen: "du, schatz, das buch gehört uns nicht, das gehört hier in diesen laden, in dieses regal. und da müssen wir es auch wieder hinlegen." - das bienenkindlein legt den kopf schief, schaut mich mit zusammengekniffenen augen an, überlegt UND legt das buch mit einem reizenden "jaa..." wieder zurück. bitte mehr davon!)

Montag, 25. Juni 2007

rädchen oder nicht

"Vielleicht kommt der Mensch manchmal an eine Kreuzung, und ob er nach links geht, oder nach rechts geht, oder geradeaus weiter, das entscheidet sein ganzes Leben. [...] Vielleicht auch, dass man die Kreuzung gar nicht sehen kann, und dass man nicht weiß, wenn man dort ist, man geht eben. Aber bestimmt gibt es auch Kreuzungen, die man sieht und bei denen gewiss ist, dass man sich entscheiden muss. So und so, es gibt beides, und was da wirklich war, das sieht man erst viel später. Und manches wohl nie. Und man muss trotzdem immer weitergehen, immer dorthin, wo nichts gewiss ist, oder fast nichts, und muss glauben, dass erreichbar ist, was einem gerade noch als unerreichbar vorkommt, und noch mehr. [...] Denn wir sind immer in Bewegung, also muss man ein Antrieb sein, es muss eine Kraft wirken. und wer nicht Antrieb ist, und wer nicht wirken will, und wer nicht wissen will, der bleibt immer Getriebener. Der bleibt immer ein Rädchen, und dreht sich, und dreht sich [...] und kann nichts ändern."

Rummelplatz

blande (*für die medizin-schnuckis unter euch)

man weiß nie, wozu so ein infekt doch gut sein kann.
man ruft morgens in der krippe an, um mitzuteilen, dass das kindlein wegen fieber und schnupfen nicht kommen kann. dann wird man darauf hingewiesen, dass derzeit scharlach in der kita umgeht. daraufhin stürmt man panisch mit dem lethargischen kind zum ki-arzt, nur um dort gesagt zu bekommen, dass es kein scharlach ist, sondern einfach nur ein infekt, und dann erhält man eben mal so en passant DIE nachricht der woche, des monats, des jahres: die ohren sind frei. das heißt: nix gerötet, nix flüssigkeit. habs mir von der kinderärztin, die mich jetzt sicher für komplett meschugge hält, dreimal sagen lassen und ihr danach beim händeschütteln bald den arm ausgerissen.
diese nachricht bedeutet nämlich, dass wir den termin in der kinderklinik zwecks paracentese und adentomie (auf gut deutsch: flüssigkeit aus dem ohr absaugen und polypen entfernen) wieder absagen konnten.
tut mir leid, liebe ärzte, ihr seid bestimmt alle wahnsinnig nett und kompetent usw., und die kinderklinik ist sicherlich schnuckelig eingerichtet und es arbeiten dort gaaanz liebe kinderkrankenschwestern (genauso wurde es mir nämlich berichtet), aber ich bin sooooo froh, dass mir das rendevous mit euch erspart bleibt.

strike!!
*bienenkönigin hält die hand hin zum abklatschen*

Sonntag, 17. Juni 2007

nix für trantüten

wenn ich anderen mamas mit ihren zweijährigen sprösslingen begegne, wird mir oft ganz blümerant, weil die kleinen zwerge dann manchmal schon sätze wie zum beispiel "ich habe eine neue haarspange!" von sich geben und mich teils sogar mit vornamen ansprechen.
da kann ich nur tief und schwer seufzen und im stillen auf die sogenannte sprachexplosion bei meinem sprechfaulen kindlein hoffen, die ja irgendwann im laufe des dritten lebensjahres einsetzen soll. nunja.
größtenteils redet unser geliebtes kindchen nämlich eine nur ihm (und manchmal uns - aber sonst keinem) verständliche kunstsprache, in der nach herzenslust gekürzt und verhunzt wird, konsonanten vertauscht, verschoben oder gleich ganz weggelassen werden.
und wenn das kindlein sich herablässt, direkt mit uns zu kommunizieren, beschränkt sich dies auf eine äußerst verknappte sprache, kurz: es gibt uns im kommandoton befehle wie
"aaaan!!!" (heißt: DU SCHAUST JETZT SOFORT MIT MIR DIESES BUCH AN!) oder
"aaaauuufff!" (heißt: DU MACHST JETZT SOFORT DIESE JALOUSIE AUF, SONST SCHREIE ICH!),
"aaaabb!" (heißt: DU SOLLST JETZT SOFORT DIESES INSEKT VON MEINER HOSE ENTFERNEN!),
"aaarrrm!" (heißt: NIMM MICH JETZT SOFORT AUF DEN ARM!),
ganz zu schweigen von dem zur perfektion gebrachten "neee-iii-nn!", das vorsorglich bei jeder frage bzw. jedem vorschlag der bieneneltern angebracht wird.
auch impliziert der ton, der ja bekanntlich die musik macht, dass JETZT AB SOFORT (der kleine chef duldet keine trantüten) aber auch wirklich überhaupt kein spaß mehr verstanden wird.
sollten wir es dennoch wagen, ihm die gewünschten kekse zu verwehren, ihn nicht mit findlingsgroßen steinen in der wohnung spielen zu lassen, ihm ungeliebte schuhe anzuziehen - und dergleichen elterliche gemeinheiten mehr -, dann wird erbarmunglos gebrüllt und geschrien. und zwar SOFORT.
sodass sich unsere (sehr lieben) nachbarn heute wie folgt äußerten: "wenn wir nicht wüssten, dass das bienenkindlein zwei jahre alt ist, würden wir denken, ihr hättet ein zwei monate altes baby..."

zitat des tages: das ist alles nur eine phase.
*und damit hält die bienenkönigin die fahne der hoffnung hoch und legt sich schlafen. JETZT.*

Freitag, 15. Juni 2007

ambivalenz

ich bin wieder gesund. nochmals ein großes danke an alle besserungswünscher.
habe mich wieder in die arbeit gestürzt, in gespräche, wichtige und weniger wichtige. fühle mich im moment aber auch sehr MAMA, sehr stark und unbezwingbar in DIESER rolle. (rolle?)
der kleine mann, der jetzt gerade im nebenzimmer seinen kinderschlaf schläft, durchzogen von leichten und schweren seufzern (und sicher vom heutigen kita-sommerfest träumt), geht gerade große schritte voran, sehr große, und fordert gleichzeitig eine 6-monats-baby-kuschel-und-ritual-frequenz ein.
so bekomme ich langsam ein gefühl dafür, dass er, wenn er einen schritt nach vorn geht, mit dem vorwärtsschreiten die rückversicherung braucht, die geborgenheit, und die stärker als sonst.
und das ist schön, ich gebe es zu.
jeden tag guckt da immer mehr ein kleiner junge aus diesen wunderbaren großen augen, und die können so verschmitzt, frech, fragend, siegessicher, lachend, ängstlich, forsch, klug und verständig schauen, und manchmal alles zur gleichen zeit. und dann ist da überhaupt kein bisschen baby mehr da.
aber manchmal, da legt er sich abends bei uns in die arme und versucht scheinbar mit jeder faser seines körpers in uns hineinzukriechen, und schaut uns still mit ebenjenen augen an, mit daumen im mund und kuschelhase am herzen, da fehlte dann nur noch das milchfläschchen, und wir hätten wieder unser baby.

Freitag, 8. Juni 2007

zwei schnuckelige wörter zum wochenausklang

seitenstrang-angina

Donnerstag, 31. Mai 2007

les choses de la vie

ja, ich bin 32 geworden (und den html-code des tickers habe ich wieder rausgenommen, weil er mir meine page zerschossen hat).
ein jahr älter. aber heißt das auch: reifer? klüger? gelassener? größer? kleiner? dicker? dünner? mütterlicher? emanzipierter? anhänglicher? unabhängiger?
was bedeutet das alles überhaupt? jeder füllt ja doch diese wörter mit anderen bedeutungen.
vielleicht sollte man mit jedem weiteren lebensjahr zufriedener mit sich selbst sein. vielleicht aber auch unzufriedener?
vielleicht die summe des glücks herausfiltern. möglicherweise noch viele kinder bekommen (wie frau klabauter vorschlägt).
die kleinen dinge in den griff kriegen. die großen aber nicht aus den augen verlieren.
war das schon immer so schwer? oder heißt älter werden nur, sich bewusst zu werden, dass die dinge des lebens eben nicht so leicht sind?

... Mich bedrücken Vollkommenheiten,
vielleicht weil ich nicht an sie glaube;
Mängel, die ich menschlich begreife,
sind mir sympathisch,
auch dann noch,
wenn ich unter ihnen leide.

th. fontane

Montag, 28. Mai 2007

die würde des alterns

es ist mal wieder soweit: bin ein jahr älter geworden.

ich habe beschlossen, es mit würde zu tragen.
prost!

radikaler schnitt

vorher:
























nachher:

Freitag, 25. Mai 2007

planschi-planschi

nun also doch:
habe gestern die letzte wasserspielstraße im tchibo-shop ergattert und bin - die riesenpackung und das nach "eisss!" schreiende kindlein hinten im fahrradanhänger - glückselig nach hause geradelt.
(weil es kein eis gab, legte das kindlein zuhause noch einen sehr beeindruckenden ich-wälz-mich-auf-dem-steinboden-und-brülle-und-trample-anfall hin. wirklich sehr beeindruckend!)
zwei minuten später war es dann aber so sehr mit dem auspacken und aufbauen des neuen planschi-spielzeugs beschäftigt, das alles vergessen war. und was soll ich sagen: volltreffer! das kindchen konnte sich eine stunde später nur sehr sehr schlecht vom neuen spielzeug trennen - erst das gemeinsame sandmännchen-gucken stimmte ihn wieder versöhnlich.

so ist immer etwas los.

leider auch im negativen sinne: wir müssen jetzt doch um den sicher geglaubten kita-platz ab april 2008 bangen (der wäre eigentlich im gleichen haus, wo auch die kinderkrippe ist). es ist doch ein witz: da wird über die betreuung von unter 3-jährigen schwadroniert, aber vergessen, dass diese kinder auch mal drei jahre alt SIND, d.h. dann auch einen kita-platz benötigen.
aber wir haben schon beschlossen zu kämpfen.

Mittwoch, 23. Mai 2007

wer soll das beza-aahlen, wer hat sooviel geld?

bin gestern bei tchibo um einen trenchcoat (na gut, vergessen wir den) und um eine entzückende wasserspielstraße herumgeschlichen. wirklich knuffig, und irgendwie ein klasse spielzeug für draußen. buddelkiste und ball spielen öden das kindlein regelmäßig nach einiger zeit an; und hochwerfen-und-fangen oder purzelbaum üben ist für die lieben eltern auf dauer ziemlich wirbelsäulenschädigend (ich sage nur: 15 kilo).
aber das stolze und hübsche wasserstraßenteil kostet mal eben schlappe 29,90 euro! (genauso viel wie der trenchcoat!! *nebenbei bemerk* aber vergessen wir den!! *aus dem gedächtnis dräng*).
gibts sowas nicht irgendwo billiger??
hilfe!
Lilypie Fünfter Ticker