Montag, 21. Mai 2007

da arbeitet man doch gerne...




phraseme des tages:
hochverdiente verlagsleute, redaktionsschluss verfügen.

Sonntag, 13. Mai 2007

muttertag

heute morgen turnte das bienenkindlein fröhlich im elternbett zwischen und auf den noch müden und schlafbedürftigen bieneneltern herum. dann plötzlich hielt es inne, setzte sich hin und zeigte auf die jalousien: "da! auf!!!" bellte es im kommandoton. der bienenpapa erbarmte sich, stand auf, zog die jalousien hoch, legte sich wieder ins bett und sagte zum kindchen: "gib das mal der mama!", woraufhin mir das etwas verwunderte kindlein ein sehr hübsches buch, eingewickelt in einem allerliebsten muttertagsbrief, überreichte: Kinder, so was tut man nicht. Ein pechschwarzes Brevier für die Familie
ein buch zum tränen vergießen. vor lachen. sehr zu empfehlen.

im übrigen haben wir den tag ganz nicht-muttertags-mäßig dazu verwendet, uns einen nicht unbeträchtlichen teil unseres wohn- und damit lebensraumes zurückzuerobern: das kindlein ist nun endgültig ins kinderzimmer umgezogen und hat seinen ganzen spielkram "mitgenommen". im wohnzimmer bleiben jetzt nur noch kuschel- und sitzecke, natürlich jeweils mit ein paar büchern bestückt. da gibts nichts zu meckern.
im gegenzug wurde das küchentürschutzgitter abmontiert. diese wiedergutmachungsleistung wurde vom kindchen mit einem unsagbaren freudenschrei begleitet.

achja, und am samstag haben wir uns - dem schlechten wetter trotzend - die freundlichste blume der welt gebastelt:

Mittwoch, 9. Mai 2007

apollo 13

heute eine reise zum mond und wieder zurück gemacht.
und morgen dasselbe nochmal, weils ja so schön ist.
das alles geht nur, weil der bienenpapa sich tapfer schlägt und das zur-krippe-bringen-und-abholen übernimmt - und das mit gemein-hässlichen kinderviren (die auch die bienenkönigin derzeit attackieren).
das kindlein selbst ist natürlich wieder topfit und quietschvergnügt.

so, jetzt verkrümelt sich die ermattete mama ins bett, liest noch ein wenig Rummelplatz und wird bald-bald die äuglein schließen.

Montag, 7. Mai 2007

durchknallen

heute ist das kindlein zuhause geblieben: mit 38,5 temperatur und rotzenase. gerade hat es "ama" und "dadella" reingeschlungen (= stulle mit margarine ["rama" ist ja nunmal bedeutend leichter auszusprechen :-)...] und puten-mortadella) und sitzt nun mit papa vorm fernseher und schaut "bauer" (petterson & findus). ergo: appetit ist da, und fernsehen geht auch. ergo: sooo schlecht gehts dem kindchen also nicht.

ansonsten ist die woche so vorbeigerauscht, wie immer. bleibt festzuhalten, dass eine seefahrt bzw. schifffahrt wirklich lustig sein kann, zumindest aus sicht des bienenkindleins, und dass sich das elend dieser welt bei sonnenschein, terrassenbegrünung und selbstgebackenem rhabarber-hefekuchen sehr gut vergessen und verdrängen lässt.
und jetzt erst einmal fünf tage regen. der rasen hat das aber auch bitter nötig. und die psyche irgendwie auch. man knallt ja sonst durch: immer fröhlich, es scheint doch die sonne! neee, das geht auf dauer nicht gut...

Donnerstag, 26. April 2007

kinderarbeit

der kleine gärtner war heute abend ganz erschöpft... kein wunder, wir habens ja mit der terrassenbegrünung mal wieder hemmungslos übertrieben. und deswegen gibts auch viiiel zu gießen.
























samstag wird die grillsaison eröffnet (für hiesige verhältnisse spät, sehr spät); großmama, großtante und großonkel des bienenkindleins werden ebenso erwartet. letztere sehen das (derzeit entzückende und äußerst charmante) kindlein zum ersten mal "live und in farbe".
wir freuen uns schon sehr.
big family day! (und jetzt ein wink mit dem zaunpfahl: ihr werdet euer blaues wunder erleben!)

Dienstag, 24. April 2007

wunschträumerei

bin furchtbar müde. der tag - wie all die anderen tage - ist so dahingegangen in einem meer an arbeit, hektischen telefonaten, email-geschreibe, korrekturlesen und sich über kollegen ärgern. der tag ist gegangen, "gone", weg, tot, verschieden.
irgendwann, so zwischen 7 uhr morgens und 0 uhr in der nacht, keimt ja immer mal wieder der gedanke an hemmungsloses faulenzen und schlafen auf.
aber wer will schon schlafen. ("schlafen kann ich, wenn ich tot bin." sagte r.w.f. - locker assoziiert, wo wir schon beim "verscheiden" sind; aber den hamlet schenke ich euch jetzt ...)
immerhin fällt es manchem kollegen sogar auf, dass er das neue layout um 0.11 uhr via email bekommen hat. am sonntagmorgen.
ich weiß, dass er es erst am montag braucht, aber was weiß ich denn, ob ich am montag dazu komme, weil ich vielleicht wieder mit dem bienenkindlein in einer arztpraxis sitze. oder das kindlein den datenstick ins klo wirft. oder ich einfach hemmungslos faulenze.
jetzt mal wunschgeträumt.

Sonntag, 22. April 2007

bücher-biene

das hier ist zwar kein buch-blog, aber als verlagstante resp. -tussi und aus gegebenem anlass möchte ich doch mal den geneigten leser einen blick auf meinen bücher-nachttisch werfen lassen.

da tummeln sich derzeit Alles umsonstvon kempowski, der - wie immer - in einem sehr lakonischem stil schreibt, an den ich mich - wie immer - erst gewöhnen muss. ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist, dass auf den ersten 159 seiten eigentlich nichts passiert. aber die (irgendwann handelnden) personen sind detailverliebt-schrullig gezeichnet, und der roman ist letztlich ein großer wehmütig-ironischer abgesang auf eine vergangene epoche und ein untergegangenes land (ostpreußen).

gemäß dem motto "auf die mischung kommt es an", lese ich derzeit parallel Kinder fordern uns heraus. Wie erziehen wir sie zeitgemäß?, ein zugegebenermaßen schon etwas in die jahre gekommenes standardwerk, aber immer noch gut und schlüssig geschrieben. gerade im umgang mit dem trotzigen bienenkindlein hilft mir abends oft ein blick in das buch, um mich zu bestärken in meinem verhalten dem bockigen kindchen gegenüber. die absolute (unzulässige) kurzfassung: handeln statt reden. einfluss statt macht. anregung statt druck. zur mitarbeit gewinnen statt forderungen stellen. logische folgen beachten statt bestrafen. ermutigen statt kritisieren. das kind selbst bestimmen lassen statt äußeren zwang ausüben. beraten statt beherrschen. wir tun es, weil es notwendig ist, statt: du tust es, weil ich es sage. auf die situation achten statt auf das eigene prestige. sachliche lösungen anstreben statt persönlich-emotional zu reagieren.
das alles ist (manchmal bis oft) schwierig, aber trotzdem machbar.

in der "warteschleife" liegen noch: Hectors Reise. oder die Suche nach dem Glückund zwei bücher von stefan klein: das viel gepriesene Zeit. Der Stoff, aus dem das Leben ist. Eine Gebrauchsanleitung und Die Glücksformel. Oder Wie die guten Gefühle entstehen, passend wiederum zu lelord, der hectors reise im untertitel ja "die suche nach dem glück" genannt hat. nunja.

als nächstes buch hat sich nun aber Köstliche Zeiten. Geschichten und Rezeptevon fallada vorgemogelt.
die bücherbienenblogberichterstattung folgt.

Mittwoch, 18. April 2007

raubtierjagd

heute abend beim ausziehen und waschen des bienenkindleins:
in den ohren: dreck.
("die müssen wir waschen!" "neee-iiin!!!" *schluchz*)
im ganzen gesicht: dreck.
die füße: dreckig.
zwischen den zehen: dreck.
die hände: ganze bakterienstämme siedeln dort.
kaum dass die temperaturen draußen frühlingshaft bis sommerlich sind, starrt das ganze kindlein vor dreck.
von der kleidung gar nicht zu reden.

war das schön, als das kindlein nur nach baby duftete, zarte, weiße, unberührte haut hatte, und man ihm diese weißen flügelhemdchen anziehen konnte, die natürlich sofort nach jedem milchspucken und -sabbern gewechselt wurden... das war ungefähr die zeit, als er noch passgenau im arm lag.
und heute? wenn ich das kindlein nach dem spielen im außengelände (der krippe) abhole, sage ich nur: "waschraum!" und denke: "möglichst wenig unterwegs anfassen!"
irgendwie habe ich auch den eindruck, dass die kleinen krippenmädels immer brav in ihren kleidchen am sandkastenrand sitzen und sich kaum schmutzig machen, während die jungs aussehen, als wären sie im dschungel auf jagd nach raubtieren gewesen.
kann das wirklich sein? und wenn ja, ist das anerzogen oder einfach geschlechtsspezifische "natur"?

Dienstag, 17. April 2007

produktiv

heute morgen saß das kindchen im bett, fröhlich kichernd, und versuchte sich aus dem schlafsack zu schälen. fiebermessen ergab: 36,9.
also krippe. also arbeiten.
der tag war sehr produktiv - für uns beide: das kindlein lernte, die große rutsche auf dem bauch herunterzurutschen; und ich habe mit elan ein neues projekt begonnen.

an euren comments kann ich sehen, dass das thema "kind und job" wohl noch lange nicht "durch" ist, wie sich das manche in der politik erhoffen. im gegenteil. und ein weites feld ist es fürwahr auch, um mal mit baron von instetten zu reden.

Montag, 16. April 2007

die alte frage

das hatten wir ja lange nicht: heute abend 39,1 grad fieber beim bienenkindlein, gepaart mit schnupfen und ein wenig husten.
draußen ist doch sommer! woher hat das kind bloß die viren? *grübel*
nun werden wir sehen, ob das kind morgen überhaupt krippentauglich ist. wohl eher nicht.
und schon ist wieder alles in frage gestellt: die arbeit und der ganze kram, der da dranhängt; und man zweifelt, ob man das alles so richtig macht, und ob das überhaupt geht: arbeit und kind.
und ich rede nur von arbeit, nicht von karriere. von karriere spricht ja schon gar keiner mehr, wir wollen ja keine höhenflüge bekommen oder gar das unmögliche wollen.
nein, das wollen wir nicht und sind trotzdem rabenmütter.

des öfteren hört man jetzt die schöne phrase "wahlfreiheit für die eltern", wenn es um die kleinkinderbetreuung und die schaffung neuer krippenplätze geht.
welche wahlfreiheit bitte?
wenn ich nicht einen von den sehr sehr wenigen krippenplätzen ergattert hätte, dann hätte ich keine wahl: ich müsste zuhause bleiben, und das noch bis frühjahr 2008.
und: die meisten eltern heute haben in einem anderen sinne keine wahl, denn sie brauchen zwei gehälter, um auf dauer über die runden zu kommen, und sie brauchen daher auch eine gute kinderbetreuung.
aber kaum wird das wort "krippenplatz" ausgesprochen, verfallen cdu-abgeordnete, bischöfe und z.b. eva herman in eine reflexhafte abwehrhaltung. sie begreifen nicht (und wollen es auch nicht), dass deutsche krippen keine rumänischen waisenhäuser sind, in denen man die kinder für drei jahre wegschließt und den schlüssel wegwirft.
letztens habe ich einen cdu-abgeordneten im fernsehen reden hören: "aber was wir wollen, ist doch mehr familienzeit." er kann gern herkommen, jeden tag, von 16 bis ca. 20 uhr, am wochenende, zu feiertagen, im urlaub, etc. etc. - dann erlebt er bei uns familienzeit. sofern der papa da ist und nicht wieder zu nicht-familientauglichen zeiten arbeiten muss, z.b. abends, am wochenende, an feiertagen.

über die nicht-familientaugliche und -freundliche haltung der heutigen arbeitgeber möchte ich jetzt nicht auch noch posten. dann wäre ich morgen noch nicht fertig.

der kleine könig

es ist so schön, geburtstag zu haben.

man bekommt geschenke:



















man wird gefeiert:
















man darf schokokuchen essen:















nur mama ist froh, wenn der ganze rummel vorbei ist.
und wenn an ihrem geburtstag dann wenigstens einer mal anruft.

Dienstag, 10. April 2007

highlights

auch wenn hier im blog funkstille war, so war es doch alles andere als ruhig im bienenstock.
vielleicht sollte ich auch meine prioritätenliste überarbeiten: 1. bloggen 2. bloggen 3. bloggen 4. kind 5. arbeit 6. äh, da war doch noch was, ach ja: ehemann.
so.
die tage gingen so dahin zwischen u7 und dem ostereiersuchen.
das kindlein stellte sich bei der u7 ausnahmsweise richtig gut an und hat brav den doktor mit bällen beworfen, die formklötzchen in die richtigen boxöffnungen gesteckt, ein türmchen gebaut, die treppe (ohne hilfe!) erklommen, den raum mehrmals laufend und rennend durchquert, sich abhorchen, befühlen, wiegen und vermessen lassen. ergebnis: genau 15,0 kg verteilt auf 91 zentimeter, und auch sonst alles "o.b." und wir haben das schöne kreuzchen.
ich hatte richtig respekt vor der untersuchung, kein wunder, hatte ich doch die u6 mit dem bienenkindlein noch in lebhafter erinnerung. damals war ich danach doch mehr als abgeneigt, meinem kind jemals wieder eine "u" zuzumuten. naja.
mehr als merkwürdig finde ich es allerdings auch nach wie vor, dass sich einerseits der arzt selbst ein bild vom kind machen will (sich also nicht auf die berichte der mutter verlassen will und kann), andererseits diese untersuchungen aber keine pflicht sind. wenn ich entscheiden würde, dass mein kind niemals einen arzt sehen soll/darf/braucht, dann wird mein kind auch keinen arzt sehen, vielleicht bis zur einschulungsuntersuchung.
das ist und bleibt bizarr.

und sonst:
bienenkindleins highlights der vergangenen woche waren das osterplätzchen-backen (das wunderbar geklappt hat) und natürlich das osternester-suchen. das kindlein verfiel relativ schnell in einen osternester-suchen-und-finden-und-auseinandernehmen-rausch. zu schade, dass der osterhase "nur" 6 von diesen kleinen körbchen versteckt hatte. aber wenigstens kam noch die "datze" vorbei und machte zwischen den osterglocken "heia".

bildchen folgen.



































Samstag, 24. März 2007

bei amazon heißt das also "spielware". herr sick, wo sind Sie, wenn man Sie braucht?
aber das soll mir jetzt schnuppe sein.

Donnerstag, 22. März 2007

16 kilo plus

was sagt man dazu: ab heute braucht mein bienenkindlein, der kleine knabe, pampers in größe 6.
größe 6!

bin fassungslos.

Mittwoch, 21. März 2007

erbarmen

nun kann ich dieses jahr wieder nicht zum leipziger bücherfrühling, und ich bin doch trauriger darüber als ich möchte und dürfte. und überhaupt.
*die bienenkönigin haucht einen langen, schmerzvollen sehnsuchtsseufzer*
ich sitze gerade auf dem boden, sortiere die rechnungen der letzten zwei jahre, lasse mich dabei von bénabar (geheimtipp! kaufen!!) in rau-zärtlich-geheimnisvolle sphären ziehen (in einer eben gerade so erträglichen lautstärke) und werfe all den glücklichen büchermenschen, die morgen die leipziger messehallen stürmen, einen ringelnatz hinterher, jawohl:

bücher werden, wenn man will, lebendig.
über bücher kann man ganz befehlen.
und wer bücher kauft, der kauft sich seelen,
und die seelen können sich nicht wehren.

jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich einer von meinen kollegen erbarmt und mir den rummelplatz mitbringt.

Dienstag, 20. März 2007

abweichung

heute nachmittag habe ich, alle termine und projekt-zeitvorgaben völlig außer acht lassend (auf gut deutsch: leckt mich am a***), viel zeit in einer boutique verbracht, während draußen ein orkantief sich alle mühe gab, die welt untergehen zu lassen.
eine stunde später trat ich - klamotten für redenwirnichtdrübersehrvieleeuros in der tüte - wieder auf die von der frühlingssonne beschienene straße - nix regen, nix sturm.
die sonne blinzelte mir zu, ich blinzelte zurück.
alles fein.
der zettel mit den aufgelisteten besorgungen hängt nun wieder an der pinnwand.
kaputten wecker umtauschen. schnürsenkel. finanzamt. briefmarken. apotheke (was wollte ich da nochmal? extraliste schreiben!). osterkrams. verrechnungsscheck einlösen. theaterkarten abholen.
ich bin eben nicht nur mutter, ich bin auch ne frau. oder, kaum fassbar: ein mensch.
morgen, habe ich beschlossen, werde ich wieder funktionieren. geht ja nicht anders.

apropos: im moment "funktioniert" es zwischen bienenkindlein und bieneneltern ganz hervorragend. es ist die schönste, beste, interessanteste und faszinierendste zeit mit ihm! (werde ich gewiss in einem jahr wieder sagen und das hier negieren...)
am niedlichsten ist er derzeit im entwickeln seiner ganz eigenen logik:
vor ein paar tagen hat er nachts geweint, wohl noch halb im schlaf. ich ins zimmer, nachtlämpchen an, flüstere: "na, schatz, du hast wohl schlecht geträumt?" er, seufzend: "ja!" ich: "na, willst du mal kurz zu mama auf den arm, kuscheln?" er, klagend und fast trotzig: "ne-ein!" ich: "was möchtest du denn dann?" er, wieder schluchzend: "heia!"
das ist die kindliche quadratur des kreises, da kann er sich prima selbst ein 'beinchen' stellen: er träumt schlecht und kann nicht wieder einschlafen; er weint, weil er nicht wieder einschlafen kann; er will nicht auf den arm und getröstet werden, weil er wieder einschlafen WILL; aber er kann nicht wieder einschlafen, weil er weint.
da hilft nur: beherzt zugreifen, beherzt kuscheln und ganz mama sein.
er schlief dann binnen kurzer zeit wieder tief und fest.

Donnerstag, 15. März 2007

partylöwe

bald wird mein bienenkindlein zwei jahre alt.
und bekommt drei partys. heh!
naja, partys... äh... kleine feiern.
erst kommt schwiemu (wie man ja so heute unter jungmüttern salopp formuliert), dann gibts ein tag später in der krippe party (mit 11 anderen kindern) und am wochenende eine kleine feier mit drei anderen kindern, will heißen: mit seinem kumpel s. und seinen zwei lieblingsmädels m. und l.
nun fragt sich die bienenmama: was bereitet man denn da vor, für eine geburtstagsfeier mit 2-jährigen kindern? (ich meine: außer kuchen backen und saftschorlen mixen?) irgendwelche tipps, anregungen, ideen? klar, schmücken werde ich die bude, mit tausend luftballons und schnörkelgirlanden und dem ganzen kram. das muss sein. aber sonst? einfach ne riesenrolle papier und wachsmalstifte hinlegen? aber das haben die lütten doch jeden tag?! oder??!!

bin für jeden hinweis dankbar.
*spricht die ratlose und seeeehr müde bienenmama und begibt sich in die "heia"*

kunststücke

gestern erkannt, dass es von nun an sehr wichtig ist, auch die taschen der bienenkind-hosen auf ihren inhalt zu überprüfen, BEVOR ich sie in die waschmaschine stecke.
da findet sich ein lustiges allerlei aus kleinen bunten bausteinen, reiswaffelecken (gebunkert für harte zeiten), sand, vogelfedern, mini-kiefernzapfen. nach dem waschen entstehen gewiss so richtige kleine kunstwerke aus all diesen dingen...

des weiteren (schmerzlich) erkannt, dass ich zu der sorte menschen gehöre, die ihre socken erst waschen, bevor sie sie wegwerfen.

erkenntnis nummer drei: ich kann auch nein sagen. ja, wirklich, ich kanns. wer hätte das gedacht. bitte mal einen tusch für die bienenkönigin!

Samstag, 10. März 2007

käffschen

jetzt also das stöckchen...

1.) Deine erste Tasse Kaffee, wann trinkst Du sie?
ca. 9 uhr, wenn der lütte in der krippe ist und ich zuhause beim rechner-anschmeißen bin.
2.) Wieviele Tassen trinkst Du täglich?
öhm, äh, also eigentlich, äh, naja, es sollten weniger werden. sagen wir mal: drei.
3.) Koffeinfrei oder Bohnenkaffee?
es lebe das koffein.
4.) Zucker, Milch oder Sahne?
mit milch. auf jeden fall. sahne? örgs. zucker? nur in form von süßstofftabletten. von denen dann aber mindestens drei in eine tasse.
5.) Deine bevorzugte Zubereitungsart?
geschüttelt, nicht gerührt? heiß, nicht lauwarm? keine ahnung… ich sag mal so: möglichst viel kaffee auf möglichst wenig wasser, also gerade noch so eben flüssig.
6.) Mit wem genießt Du Deinen Kaffee am liebsten?
mit meinem rechner. ab und zu spendier ich ihm auch ein tröpfchen, damits besser läuft.
7.) Deine Lieblingsmarke?
keine.
8.) Wo trinkst Du Deinen Kaffee vorzugsweise?
an den schreibtischstuhl gefesselt, von einem meiner zahllosen diener eingeflößt oder direkt intravenös verabreicht. (fragt sich nun, wer die anspielung erkennt...)
9.) Wie sieht Deine Lieblingstasse aus?
die kuuuurt-krööööömer-shooo-oooow! mehr sag ich nicht.
10.) Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato?
alles zu seiner zeit.
11.) Bevorzugte Tätigkeit beim Kaffee trinken?
falls kein lakai zur hand: abwechselnd auf einem bein stehen (morgengymnastik) und die zeitung durchblättern.

Donnerstag, 8. März 2007

umklammerung

wie mein kindlein heute nachmittag so auf dem gehweg stand - mit seiner neuen blau-karierten kindergartentasche, seinem kuschelhasen in der hand, der kleine körper in der großen winterjacke -, da war es wieder: das gefühl, JETZT SOFORT FÜR IMMER UND EWIG mein kindlein in die arme zu nehmen, GANZ FEST, und nicht mehr, nie mehr, loszulassen.

Mittwoch, 7. März 2007

über allen gipfeln ist ruh...

die sind erklommen, die gipfel, und von dort ließ es sich trefflich in tiefe täler sehen.
(schöne alliterationen erfreuen das geschundene germanistenherz).

manchmal braucht es ein telefonat mit der besten freundin (ja, sonne, immer), ein wenig meditation, einen kleinen tritt in den arsch und ein soeben gefundenes "stöckchen" von frau klabauter, um, ja was, um zum beispiel festzustellen (und das hiermit in die welt hinauszuposaunen), dass "heia" ein ganz einzigartiges, metasemantisches, permanent positiv konnotiertes (jubelt, germanisten, jubelt!) wort ist.
heia machen ist für sohnemann das größte, aber noch größer ist es, dass auch die parkenden autos in der straße heia machen, die wichtel, die immer noch seit letztem weihnachten im fenster hängen, die häuser mit den heruntergelassenen jalousien, die vögel, die er nicht sehen kann (denn die machen ja heia im nest, gut versteckt im baum, wie die mama letztens erklärt hat). auch der fernseher macht heia, vor allem, nachdem das sandmännchen den sand gestreut und via pferdekutsche, schlitten, auto, flugzeug, heißluftballon, etc. etc. abgerauscht ist.
heia machen kuschelhase, frosch und tigerente, auch die bärchen mit den matrosenhemdchen auf der kindertapete, ja überhaupt: die welt macht heia, also ich auch, sagt sich das kind und lässt sich fröhlich-heiter in den schlafsack packen. kurzes singen (nein, nicht wanderers nachtlied!!), geschuckel, geknutsche (ja, das muss sein!) und zack- ab ins reich der träume.

beneidenswert.

Sonntag, 18. Februar 2007

türen öffnen

die bienenkönigin, mit roter triefe-nase, will mal wieder bloggen und wird gleich genötigt, aber auch wirklich GENÖTIGT, den blog auf das google-konto umzustellen.
die spinnen, die römer.
aber ich wollte ja schreiben.
über die glücksmomente, die zumutungen, die erkenntnisse, die guten und die schlechten dinge der letzten wochen.
darüber, dass im garten die krokusse blühen und die osterglocken bald auch, dass das kindlein uns jeden tag überrascht und völlig neue dinge tut und neue wörter spricht, dass das kindlein krank war und jetzt wieder gesund ist, dass man vor lauter arbeit und stress nasenbluten bekommen kann (erfahrung der letzten woche), dass sich aber auch dinge fügen können, wie von geisterhand, zum besseren - man glaubt es kaum.

das kindlein kann seit dem letzten wochenende türen öffnen, was der kinderbetreuung und -überwachung eine völlig neue qualität verleiht.
es fängt damit an, sich in der kunst zu üben, papa und mama gegeneinander auszuspielen.
es entwickelt vorlieben für bestimmte kleidungsstücke und schuhe.
es füttert die 'schleich'-tiere mit reiswaffeln und wasser.
wenn wir draußen sind, sammelt es stöcke, steine und kiefernzapfen, die natürlich mit nach hause genommen werden müssen.
es zeigt auf sich, wenn man fragt: "wo ist ... (das bienenkindlein)?"
es möchte auf den "richtigen" stühlen sitzen, am liebsten auf dem stuhl neben papa.
es will alles alleine machen, ALLES.
es kuschelt sich in die kissen auf der couch, steckt sich den daumen in den mund und schaut minutenlang nur zum fenster raus: auszeit.

heute nachmittag hatte er zum ersten mal kinderknete in und zwischen seinen kleinen fingerchen. sehr aufregend!

Montag, 5. Februar 2007

das scheitern des größenwahns an der banalität

für heute hatte ich mir vorgenommen, dass es ein guter tag wird, ein spannender tag, ein erfolgreicher tag. mit diesem vorsatz begab ich mich gestern abend ins bett, nicht ohne vorher genau meinen arbeitskram zu sortieren: bereit zu großen taten!
dann aber schlug mir der vollmond ein schnippchen: ätsch, pustekuchen. wollen wir doch mal sehen, ob die bienenmama wirklich schlafen kann! nee, kann sie nicht! ha! wusste ichs doch! muss nur ein bisschen die muckis spielen lassen...
da wälzte sie sich also bis 2 uhr morgens, die bienenmama, verfiel dann in unruhigen schlaf (sie träumte, sie hätte ihr schiff verpasst - wer weiß, wohin), wurde dann um 5 uhr von ihrem kindlein geweckt, das offenbar einen noch viel schrecklicheren traum hatte, nach dem gebrüll zu urteilen. und so kuschelten mama und kind früh um 5 uhr eine runde: "hast du schlecht geträumt?" "ja." "soll ich dich wickeln?" energisches kopfschütteln. "du, schatz, wir können noch mind. 2 stunden schlafen! willst du nicht wieder heia machen?" "ja." ok, dann also rein mit dem kindchen ins bett, ein fröhliches winke-winke und mama durfte von dannen schlurfen.

der tag war dann noch ganz passabel. (es ist erstaunlich, wieviel man bewältigt, ganz ohne schlaf. *vergessen und verdrängt*)
passsabel, abgesehen von erneutem durchfall beim bienenkind (hintere backenzähne *vermutet*) und der fälligen steuererklärung.
aber so soll es sein. das leben sollte immer einen beigeschmack von realität haben, um jetzt mal karl kraus sehr frei zu zitieren.

Freitag, 2. Februar 2007

neue wörter...

sind:
"ja"
"auf": für aufmachen, hochheben, etw. auf den schrank legen, wäsche aufhängen, etc. etc.
"ei": heute bettelnd vor dem küchentürschutzgitter vorgebracht, heißt: "ich möchte eierkuchen zum mittagessen!" gabs dann auch...
"a-a": für windel, windeleimer, klo, eben alles, was mit dem 'großen geschäft' zu tun hat, heute aber auch verwendet für die schmutzige wäsche im wäschekorb...

außerdem saß das bienenkindlein total begeistert minutenlang mit kindersitz auf dem "thron" und wollte gar nicht mehr runter. wir haben das gefühl, unser kind ist vielleicht doch mehr ein toilettengänger als ein topfsitzer - neuesten erkenntnissen zufolge soll es ja wirklich diesen unterschied geben. also werden wir bezüglich sauberkeitserziehung (was für ein wort!) etwas umdenken...

nur so

ist es nicht ein wahnsinn, dass man seinem kind so lange in die augen sehen kann und das kind schaut ganz lange zurück, so intensiv, und dann sieht man so viel von sich selbst in diesen augen, und trotzdem so viel anderes, neues, unergründliches, was noch ergründet werden will. ein menschlein ohne vergangenheit, das nur in der gegenwart lebt und diese ganze große unbeschriebene, unentschiedene zukunft vor sich hat.
Lilypie Fünfter Ticker