ja, ich bin 32 geworden (und den html-code des tickers habe ich wieder rausgenommen, weil er mir meine page zerschossen hat).
ein jahr älter. aber heißt das auch: reifer? klüger? gelassener? größer? kleiner? dicker? dünner? mütterlicher? emanzipierter? anhänglicher? unabhängiger?
was bedeutet das alles überhaupt? jeder füllt ja doch diese wörter mit anderen bedeutungen.
vielleicht sollte man mit jedem weiteren lebensjahr zufriedener mit sich selbst sein. vielleicht aber auch unzufriedener?
vielleicht die summe des glücks herausfiltern. möglicherweise noch viele kinder bekommen (wie frau klabauter vorschlägt).
die kleinen dinge in den griff kriegen. die großen aber nicht aus den augen verlieren.
war das schon immer so schwer? oder heißt älter werden nur, sich bewusst zu werden, dass die dinge des lebens eben nicht so leicht sind?
... Mich bedrücken Vollkommenheiten,
vielleicht weil ich nicht an sie glaube;
Mängel, die ich menschlich begreife,
sind mir sympathisch,
auch dann noch,
wenn ich unter ihnen leide.
th. fontane
Donnerstag, 31. Mai 2007
Montag, 28. Mai 2007
die würde des alterns
es ist mal wieder soweit: bin ein jahr älter geworden.
ich habe beschlossen, es mit würde zu tragen.
prost!
ich habe beschlossen, es mit würde zu tragen.
prost!
Freitag, 25. Mai 2007
planschi-planschi
habe gestern die letzte wasserspielstraße im tchibo-shop ergattert und bin - die riesenpackung und das nach "eisss!" schreiende kindlein hinten im fahrradanhänger - glückselig nach hause geradelt.
(weil es kein eis gab, legte das kindlein zuhause noch einen sehr beeindruckenden ich-wälz-mich-auf-dem-steinboden-und-brülle-und-trample-anfall hin. wirklich sehr beeindruckend!)
zwei minuten später war es dann aber so sehr mit dem auspacken und aufbauen des neuen planschi-spielzeugs beschäftigt, das alles vergessen war. und was soll ich sagen: volltreffer! das kindchen konnte sich eine stunde später nur sehr sehr schlecht vom neuen spielzeug trennen - erst das gemeinsame sandmännchen-gucken stimmte ihn wieder versöhnlich.
so ist immer etwas los.
leider auch im negativen sinne: wir müssen jetzt doch um den sicher geglaubten kita-platz ab april 2008 bangen (der wäre eigentlich im gleichen haus, wo auch die kinderkrippe ist). es ist doch ein witz: da wird über die betreuung von unter 3-jährigen schwadroniert, aber vergessen, dass diese kinder auch mal drei jahre alt SIND, d.h. dann auch einen kita-platz benötigen.
aber wir haben schon beschlossen zu kämpfen.
Mittwoch, 23. Mai 2007
wer soll das beza-aahlen, wer hat sooviel geld?
bin gestern bei tchibo um einen trenchcoat (na gut, vergessen wir den) und um eine entzückende wasserspielstraße herumgeschlichen. wirklich knuffig, und irgendwie ein klasse spielzeug für draußen. buddelkiste und ball spielen öden das kindlein regelmäßig nach einiger zeit an; und hochwerfen-und-fangen oder purzelbaum üben ist für die lieben eltern auf dauer ziemlich wirbelsäulenschädigend (ich sage nur: 15 kilo).
aber das stolze und hübsche wasserstraßenteil kostet mal eben schlappe 29,90 euro! (genauso viel wie der trenchcoat!! *nebenbei bemerk* aber vergessen wir den!! *aus dem gedächtnis dräng*).
gibts sowas nicht irgendwo billiger??
hilfe!
aber das stolze und hübsche wasserstraßenteil kostet mal eben schlappe 29,90 euro! (genauso viel wie der trenchcoat!! *nebenbei bemerk* aber vergessen wir den!! *aus dem gedächtnis dräng*).
gibts sowas nicht irgendwo billiger??
hilfe!
tuff, tuff, tuff, die eisenbahn...
es war einmal...
vor vielen vielen wochen, da ging eine gut gelaunte bienenkönigin zum bahnschalter, um den antrag für die sog. partner-bahncard des ehegatten abzugeben. der weise und äußerst liebenswürdige mann am schalter schrieb noch ein paar kryptische bemerkungen und zahlen in ebenso kryptischer handschrift auf das blatt papier. "brauchen Sie noch eine kopie vom personalausweis?" fragte die bienenköngin. "nö, brauchen wir nicht." "und das foto hier?" "ja, das kleben wir gleich mal ein." gesagt, getan.
vier wochen (!) später kommt ein brief von der bahncard-bearbeitungsstelle. eine kopie vom personalausweis fehle. die müsse noch nachgeschickt werden. grrrr... zwei tage später kommt abermals ein brief vom gleichen absender: das foto fehle. das müsse noch auch dringend nachgesendet werden. und zwar binnen zweier tage. grrrrrrr...
ein anruf für ein paar läppische euro (stichwort: 1,98 euro für die sekunde oder so ähnlich) ergab, dass das foto doch vorhanden ist. aber die kopie vom personalausweis müsse trotzdem nachgesandt werden. also gut.
just am heutigen tage, abermals nach langen wochen, kommt nun die partner-bahncard ins haus geflattert.
aber haha.
zu früh gefreut.
das foto fehlt.
stattdessen ein leerer weißer ratloser fleck auf der neuen schicken bahncard.
"fairerweise" ist diese übrigens schon gültig seit januar diesen jahres.
wer sagte eigentlich: "demütig nehme ich die zumutungen des lebens hin"?
die bienenkönigin wird wohl morgen wieder für viele schöne euros telefonieren müssen.
vor vielen vielen wochen, da ging eine gut gelaunte bienenkönigin zum bahnschalter, um den antrag für die sog. partner-bahncard des ehegatten abzugeben. der weise und äußerst liebenswürdige mann am schalter schrieb noch ein paar kryptische bemerkungen und zahlen in ebenso kryptischer handschrift auf das blatt papier. "brauchen Sie noch eine kopie vom personalausweis?" fragte die bienenköngin. "nö, brauchen wir nicht." "und das foto hier?" "ja, das kleben wir gleich mal ein." gesagt, getan.
vier wochen (!) später kommt ein brief von der bahncard-bearbeitungsstelle. eine kopie vom personalausweis fehle. die müsse noch nachgeschickt werden. grrrr... zwei tage später kommt abermals ein brief vom gleichen absender: das foto fehle. das müsse noch auch dringend nachgesendet werden. und zwar binnen zweier tage. grrrrrrr...
ein anruf für ein paar läppische euro (stichwort: 1,98 euro für die sekunde oder so ähnlich) ergab, dass das foto doch vorhanden ist. aber die kopie vom personalausweis müsse trotzdem nachgesandt werden. also gut.
just am heutigen tage, abermals nach langen wochen, kommt nun die partner-bahncard ins haus geflattert.
aber haha.
zu früh gefreut.
das foto fehlt.
stattdessen ein leerer weißer ratloser fleck auf der neuen schicken bahncard.
"fairerweise" ist diese übrigens schon gültig seit januar diesen jahres.
wer sagte eigentlich: "demütig nehme ich die zumutungen des lebens hin"?
die bienenkönigin wird wohl morgen wieder für viele schöne euros telefonieren müssen.
Montag, 21. Mai 2007
endlosschleife
es ist doch immer wieder fies: festzustellen, wie viel zeit und unermüdliches immerwährendes tun nötig ist, um eine wohnung, bewohnt von zwei naja erwachsenen und einem kleinkind, e i n i g e r m a ß e n in ordnung zu halten. ich bin jedesmal fassungslos, dass der tag zwischen 7 uhr morgens und 11 uhr abends so dahin entschwindet - und einem mit dem bitteren gefühl zurücklässt, wieder nur ein drittel dessen, was eigentlich der wohnung gut tun würde, geschafft zu haben. und das schlimme ist: stellt sich irgendwann tatsächlich ein zustand ein, dergestalt, dass man tief zufrieden in einen sauberen und aufgeräumten raum blickt, so kann man gewiss sein, im zimmer am anderen ende des flures wieder von vorn beginnen zu können.
aber das ist bestimmt alles nur kopfsache.
man muss sich abends einfach öfter sagen: das hab ich heute toll hingekriegt: ich bin aufgestanden (ja, das sollte auch schon als leistung anerkannt werden!), habe das kindlein in die krippe gefahren, gearbeitet, das kindlein abgeholt, ein rezept beim arzt besorgt und in der apotheke abgegeben, eine hose in die änderungsschneiderei gebracht und ein paket zur post, ein bisschen unkraut im garten gezupft, das schreiende kind beruhigt, achtunddreißig mal "dornröschen" vorgelesen, den rotz von der kindernase gewischt, zwischendurch die wäsche aufgehängt und eine neue maschine befüllt, nicht zu vergessen die geschirrspülmaschine, den sand (ach, geliebtes kind!) im wohnzimmer weggesaugt, den müll rausgetragen.
ich bin wirklich super.
ja ehrlich.
so, jetzt lässt sichs vortrefflich noch zwei stunden arbeiten.
aber das ist bestimmt alles nur kopfsache.
man muss sich abends einfach öfter sagen: das hab ich heute toll hingekriegt: ich bin aufgestanden (ja, das sollte auch schon als leistung anerkannt werden!), habe das kindlein in die krippe gefahren, gearbeitet, das kindlein abgeholt, ein rezept beim arzt besorgt und in der apotheke abgegeben, eine hose in die änderungsschneiderei gebracht und ein paket zur post, ein bisschen unkraut im garten gezupft, das schreiende kind beruhigt, achtunddreißig mal "dornröschen" vorgelesen, den rotz von der kindernase gewischt, zwischendurch die wäsche aufgehängt und eine neue maschine befüllt, nicht zu vergessen die geschirrspülmaschine, den sand (ach, geliebtes kind!) im wohnzimmer weggesaugt, den müll rausgetragen.
ich bin wirklich super.
ja ehrlich.
so, jetzt lässt sichs vortrefflich noch zwei stunden arbeiten.
Sonntag, 13. Mai 2007
muttertag
heute morgen turnte das bienenkindlein fröhlich im elternbett zwischen und auf den noch müden und schlafbedürftigen bieneneltern herum. dann plötzlich hielt es inne, setzte sich hin und zeigte auf die jalousien: "da! auf!!!" bellte es im kommandoton. der bienenpapa erbarmte sich, stand auf, zog die jalousien hoch, legte sich wieder ins bett und sagte zum kindchen: "gib das mal der mama!", woraufhin mir das etwas verwunderte kindlein ein sehr hübsches buch, eingewickelt in einem allerliebsten muttertagsbrief, überreichte: Kinder, so was tut man nicht. Ein pechschwarzes Brevier für die Familie
ein buch zum tränen vergießen. vor lachen. sehr zu empfehlen.
im übrigen haben wir den tag ganz nicht-muttertags-mäßig dazu verwendet, uns einen nicht unbeträchtlichen teil unseres wohn- und damit lebensraumes zurückzuerobern: das kindlein ist nun endgültig ins kinderzimmer umgezogen und hat seinen ganzen spielkram "mitgenommen". im wohnzimmer bleiben jetzt nur noch kuschel- und sitzecke, natürlich jeweils mit ein paar büchern bestückt. da gibts nichts zu meckern.
im gegenzug wurde das küchentürschutzgitter abmontiert. diese wiedergutmachungsleistung wurde vom kindchen mit einem unsagbaren freudenschrei begleitet.
achja, und am samstag haben wir uns - dem schlechten wetter trotzend - die freundlichste blume der welt gebastelt:
ein buch zum tränen vergießen. vor lachen. sehr zu empfehlen.
im übrigen haben wir den tag ganz nicht-muttertags-mäßig dazu verwendet, uns einen nicht unbeträchtlichen teil unseres wohn- und damit lebensraumes zurückzuerobern: das kindlein ist nun endgültig ins kinderzimmer umgezogen und hat seinen ganzen spielkram "mitgenommen". im wohnzimmer bleiben jetzt nur noch kuschel- und sitzecke, natürlich jeweils mit ein paar büchern bestückt. da gibts nichts zu meckern.
im gegenzug wurde das küchentürschutzgitter abmontiert. diese wiedergutmachungsleistung wurde vom kindchen mit einem unsagbaren freudenschrei begleitet.
achja, und am samstag haben wir uns - dem schlechten wetter trotzend - die freundlichste blume der welt gebastelt:
Mittwoch, 9. Mai 2007
apollo 13
heute eine reise zum mond und wieder zurück gemacht.
und morgen dasselbe nochmal, weils ja so schön ist.
das alles geht nur, weil der bienenpapa sich tapfer schlägt und das zur-krippe-bringen-und-abholen übernimmt - und das mit gemein-hässlichen kinderviren (die auch die bienenkönigin derzeit attackieren).
das kindlein selbst ist natürlich wieder topfit und quietschvergnügt.
so, jetzt verkrümelt sich die ermattete mama ins bett, liest noch ein wenig Rummelplatz
und wird bald-bald die äuglein schließen.
und morgen dasselbe nochmal, weils ja so schön ist.
das alles geht nur, weil der bienenpapa sich tapfer schlägt und das zur-krippe-bringen-und-abholen übernimmt - und das mit gemein-hässlichen kinderviren (die auch die bienenkönigin derzeit attackieren).
das kindlein selbst ist natürlich wieder topfit und quietschvergnügt.
so, jetzt verkrümelt sich die ermattete mama ins bett, liest noch ein wenig Rummelplatz
Montag, 7. Mai 2007
durchknallen
heute ist das kindlein zuhause geblieben: mit 38,5 temperatur und rotzenase. gerade hat es "ama" und "dadella" reingeschlungen (= stulle mit margarine ["rama" ist ja nunmal bedeutend leichter auszusprechen :-)...] und puten-mortadella) und sitzt nun mit papa vorm fernseher und schaut "bauer" (petterson & findus). ergo: appetit ist da, und fernsehen geht auch. ergo: sooo schlecht gehts dem kindchen also nicht.
ansonsten ist die woche so vorbeigerauscht, wie immer. bleibt festzuhalten, dass eine seefahrt bzw. schifffahrt wirklich lustig sein kann, zumindest aus sicht des bienenkindleins, und dass sich das elend dieser welt bei sonnenschein, terrassenbegrünung und selbstgebackenem rhabarber-hefekuchen sehr gut vergessen und verdrängen lässt.
und jetzt erst einmal fünf tage regen. der rasen hat das aber auch bitter nötig. und die psyche irgendwie auch. man knallt ja sonst durch: immer fröhlich, es scheint doch die sonne! neee, das geht auf dauer nicht gut...
ansonsten ist die woche so vorbeigerauscht, wie immer. bleibt festzuhalten, dass eine seefahrt bzw. schifffahrt wirklich lustig sein kann, zumindest aus sicht des bienenkindleins, und dass sich das elend dieser welt bei sonnenschein, terrassenbegrünung und selbstgebackenem rhabarber-hefekuchen sehr gut vergessen und verdrängen lässt.
und jetzt erst einmal fünf tage regen. der rasen hat das aber auch bitter nötig. und die psyche irgendwie auch. man knallt ja sonst durch: immer fröhlich, es scheint doch die sonne! neee, das geht auf dauer nicht gut...
Donnerstag, 26. April 2007
kinderarbeit
der kleine gärtner war heute abend ganz erschöpft... kein wunder, wir habens ja mit der terrassenbegrünung mal wieder hemmungslos übertrieben. und deswegen gibts auch viiiel zu gießen.

samstag wird die grillsaison eröffnet (für hiesige verhältnisse spät, sehr spät); großmama, großtante und großonkel des bienenkindleins werden ebenso erwartet. letztere sehen das (derzeit entzückende und äußerst charmante) kindlein zum ersten mal "live und in farbe".
wir freuen uns schon sehr.
big family day! (und jetzt ein wink mit dem zaunpfahl: ihr werdet euer blaues wunder erleben!)
samstag wird die grillsaison eröffnet (für hiesige verhältnisse spät, sehr spät); großmama, großtante und großonkel des bienenkindleins werden ebenso erwartet. letztere sehen das (derzeit entzückende und äußerst charmante) kindlein zum ersten mal "live und in farbe".
wir freuen uns schon sehr.
big family day! (und jetzt ein wink mit dem zaunpfahl: ihr werdet euer blaues wunder erleben!)
Dienstag, 24. April 2007
wunschträumerei
bin furchtbar müde. der tag - wie all die anderen tage - ist so dahingegangen in einem meer an arbeit, hektischen telefonaten, email-geschreibe, korrekturlesen und sich über kollegen ärgern. der tag ist gegangen, "gone", weg, tot, verschieden.
irgendwann, so zwischen 7 uhr morgens und 0 uhr in der nacht, keimt ja immer mal wieder der gedanke an hemmungsloses faulenzen und schlafen auf.
aber wer will schon schlafen. ("schlafen kann ich, wenn ich tot bin." sagte r.w.f. - locker assoziiert, wo wir schon beim "verscheiden" sind; aber den hamlet schenke ich euch jetzt ...)
immerhin fällt es manchem kollegen sogar auf, dass er das neue layout um 0.11 uhr via email bekommen hat. am sonntagmorgen.
ich weiß, dass er es erst am montag braucht, aber was weiß ich denn, ob ich am montag dazu komme, weil ich vielleicht wieder mit dem bienenkindlein in einer arztpraxis sitze. oder das kindlein den datenstick ins klo wirft. oder ich einfach hemmungslos faulenze.
jetzt mal wunschgeträumt.
irgendwann, so zwischen 7 uhr morgens und 0 uhr in der nacht, keimt ja immer mal wieder der gedanke an hemmungsloses faulenzen und schlafen auf.
aber wer will schon schlafen. ("schlafen kann ich, wenn ich tot bin." sagte r.w.f. - locker assoziiert, wo wir schon beim "verscheiden" sind; aber den hamlet schenke ich euch jetzt ...)
immerhin fällt es manchem kollegen sogar auf, dass er das neue layout um 0.11 uhr via email bekommen hat. am sonntagmorgen.
ich weiß, dass er es erst am montag braucht, aber was weiß ich denn, ob ich am montag dazu komme, weil ich vielleicht wieder mit dem bienenkindlein in einer arztpraxis sitze. oder das kindlein den datenstick ins klo wirft. oder ich einfach hemmungslos faulenze.
jetzt mal wunschgeträumt.
Sonntag, 22. April 2007
bücher-biene
das hier ist zwar kein buch-blog, aber als verlagstante resp. -tussi und aus gegebenem anlass möchte ich doch mal den geneigten leser einen blick auf meinen bücher-nachttisch werfen lassen.
da tummeln sich derzeit Alles umsonst
von kempowski, der - wie immer - in einem sehr lakonischem stil schreibt, an den ich mich - wie immer - erst gewöhnen muss. ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist, dass auf den ersten 159 seiten eigentlich nichts passiert. aber die (irgendwann handelnden) personen sind detailverliebt-schrullig gezeichnet, und der roman ist letztlich ein großer wehmütig-ironischer abgesang auf eine vergangene epoche und ein untergegangenes land (ostpreußen).
gemäß dem motto "auf die mischung kommt es an", lese ich derzeit parallel Kinder fordern uns heraus. Wie erziehen wir sie zeitgemäß?
, ein zugegebenermaßen schon etwas in die jahre gekommenes standardwerk, aber immer noch gut und schlüssig geschrieben. gerade im umgang mit dem trotzigen bienenkindlein hilft mir abends oft ein blick in das buch, um mich zu bestärken in meinem verhalten dem bockigen kindchen gegenüber. die absolute (unzulässige) kurzfassung: handeln statt reden. einfluss statt macht. anregung statt druck. zur mitarbeit gewinnen statt forderungen stellen. logische folgen beachten statt bestrafen. ermutigen statt kritisieren. das kind selbst bestimmen lassen statt äußeren zwang ausüben. beraten statt beherrschen. wir tun es, weil es notwendig ist, statt: du tust es, weil ich es sage. auf die situation achten statt auf das eigene prestige. sachliche lösungen anstreben statt persönlich-emotional zu reagieren.
das alles ist (manchmal bis oft) schwierig, aber trotzdem machbar.
in der "warteschleife" liegen noch: Hectors Reise. oder die Suche nach dem Glück
und zwei bücher von stefan klein: das viel gepriesene Zeit. Der Stoff, aus dem das Leben ist. Eine Gebrauchsanleitung
und Die Glücksformel. Oder Wie die guten Gefühle entstehen
, passend wiederum zu lelord, der hectors reise im untertitel ja "die suche nach dem glück" genannt hat. nunja.
als nächstes buch hat sich nun aber Köstliche Zeiten. Geschichten und Rezepte
von fallada vorgemogelt.
die bücherbienenblogberichterstattung folgt.
da tummeln sich derzeit Alles umsonst
gemäß dem motto "auf die mischung kommt es an", lese ich derzeit parallel Kinder fordern uns heraus. Wie erziehen wir sie zeitgemäß?
das alles ist (manchmal bis oft) schwierig, aber trotzdem machbar.
in der "warteschleife" liegen noch: Hectors Reise. oder die Suche nach dem Glück
als nächstes buch hat sich nun aber Köstliche Zeiten. Geschichten und Rezepte
die bücherbienenblogberichterstattung folgt.
Mittwoch, 18. April 2007
raubtierjagd
heute abend beim ausziehen und waschen des bienenkindleins:
in den ohren: dreck.
("die müssen wir waschen!" "neee-iiin!!!" *schluchz*)
im ganzen gesicht: dreck.
die füße: dreckig.
zwischen den zehen: dreck.
die hände: ganze bakterienstämme siedeln dort.
kaum dass die temperaturen draußen frühlingshaft bis sommerlich sind, starrt das ganze kindlein vor dreck.
von der kleidung gar nicht zu reden.
war das schön, als das kindlein nur nach baby duftete, zarte, weiße, unberührte haut hatte, und man ihm diese weißen flügelhemdchen anziehen konnte, die natürlich sofort nach jedem milchspucken und -sabbern gewechselt wurden... das war ungefähr die zeit, als er noch passgenau im arm lag.
und heute? wenn ich das kindlein nach dem spielen im außengelände (der krippe) abhole, sage ich nur: "waschraum!" und denke: "möglichst wenig unterwegs anfassen!"
irgendwie habe ich auch den eindruck, dass die kleinen krippenmädels immer brav in ihren kleidchen am sandkastenrand sitzen und sich kaum schmutzig machen, während die jungs aussehen, als wären sie im dschungel auf jagd nach raubtieren gewesen.
kann das wirklich sein? und wenn ja, ist das anerzogen oder einfach geschlechtsspezifische "natur"?
in den ohren: dreck.
("die müssen wir waschen!" "neee-iiin!!!" *schluchz*)
im ganzen gesicht: dreck.
die füße: dreckig.
zwischen den zehen: dreck.
die hände: ganze bakterienstämme siedeln dort.
kaum dass die temperaturen draußen frühlingshaft bis sommerlich sind, starrt das ganze kindlein vor dreck.
von der kleidung gar nicht zu reden.
war das schön, als das kindlein nur nach baby duftete, zarte, weiße, unberührte haut hatte, und man ihm diese weißen flügelhemdchen anziehen konnte, die natürlich sofort nach jedem milchspucken und -sabbern gewechselt wurden... das war ungefähr die zeit, als er noch passgenau im arm lag.
und heute? wenn ich das kindlein nach dem spielen im außengelände (der krippe) abhole, sage ich nur: "waschraum!" und denke: "möglichst wenig unterwegs anfassen!"
irgendwie habe ich auch den eindruck, dass die kleinen krippenmädels immer brav in ihren kleidchen am sandkastenrand sitzen und sich kaum schmutzig machen, während die jungs aussehen, als wären sie im dschungel auf jagd nach raubtieren gewesen.
kann das wirklich sein? und wenn ja, ist das anerzogen oder einfach geschlechtsspezifische "natur"?
Dienstag, 17. April 2007
produktiv
heute morgen saß das kindchen im bett, fröhlich kichernd, und versuchte sich aus dem schlafsack zu schälen. fiebermessen ergab: 36,9.
also krippe. also arbeiten.
der tag war sehr produktiv - für uns beide: das kindlein lernte, die große rutsche auf dem bauch herunterzurutschen; und ich habe mit elan ein neues projekt begonnen.
an euren comments kann ich sehen, dass das thema "kind und job" wohl noch lange nicht "durch" ist, wie sich das manche in der politik erhoffen. im gegenteil. und ein weites feld ist es fürwahr auch, um mal mit baron von instetten zu reden.
also krippe. also arbeiten.
der tag war sehr produktiv - für uns beide: das kindlein lernte, die große rutsche auf dem bauch herunterzurutschen; und ich habe mit elan ein neues projekt begonnen.
an euren comments kann ich sehen, dass das thema "kind und job" wohl noch lange nicht "durch" ist, wie sich das manche in der politik erhoffen. im gegenteil. und ein weites feld ist es fürwahr auch, um mal mit baron von instetten zu reden.
Montag, 16. April 2007
die alte frage
das hatten wir ja lange nicht: heute abend 39,1 grad fieber beim bienenkindlein, gepaart mit schnupfen und ein wenig husten.
draußen ist doch sommer! woher hat das kind bloß die viren? *grübel*
nun werden wir sehen, ob das kind morgen überhaupt krippentauglich ist. wohl eher nicht.
und schon ist wieder alles in frage gestellt: die arbeit und der ganze kram, der da dranhängt; und man zweifelt, ob man das alles so richtig macht, und ob das überhaupt geht: arbeit und kind.
und ich rede nur von arbeit, nicht von karriere. von karriere spricht ja schon gar keiner mehr, wir wollen ja keine höhenflüge bekommen oder gar das unmögliche wollen.
nein, das wollen wir nicht und sind trotzdem rabenmütter.
des öfteren hört man jetzt die schöne phrase "wahlfreiheit für die eltern", wenn es um die kleinkinderbetreuung und die schaffung neuer krippenplätze geht.
welche wahlfreiheit bitte?
wenn ich nicht einen von den sehr sehr wenigen krippenplätzen ergattert hätte, dann hätte ich keine wahl: ich müsste zuhause bleiben, und das noch bis frühjahr 2008.
und: die meisten eltern heute haben in einem anderen sinne keine wahl, denn sie brauchen zwei gehälter, um auf dauer über die runden zu kommen, und sie brauchen daher auch eine gute kinderbetreuung.
aber kaum wird das wort "krippenplatz" ausgesprochen, verfallen cdu-abgeordnete, bischöfe und z.b. eva herman in eine reflexhafte abwehrhaltung. sie begreifen nicht (und wollen es auch nicht), dass deutsche krippen keine rumänischen waisenhäuser sind, in denen man die kinder für drei jahre wegschließt und den schlüssel wegwirft.
letztens habe ich einen cdu-abgeordneten im fernsehen reden hören: "aber was wir wollen, ist doch mehr familienzeit." er kann gern herkommen, jeden tag, von 16 bis ca. 20 uhr, am wochenende, zu feiertagen, im urlaub, etc. etc. - dann erlebt er bei uns familienzeit. sofern der papa da ist und nicht wieder zu nicht-familientauglichen zeiten arbeiten muss, z.b. abends, am wochenende, an feiertagen.
über die nicht-familientaugliche und -freundliche haltung der heutigen arbeitgeber möchte ich jetzt nicht auch noch posten. dann wäre ich morgen noch nicht fertig.
draußen ist doch sommer! woher hat das kind bloß die viren? *grübel*
nun werden wir sehen, ob das kind morgen überhaupt krippentauglich ist. wohl eher nicht.
und schon ist wieder alles in frage gestellt: die arbeit und der ganze kram, der da dranhängt; und man zweifelt, ob man das alles so richtig macht, und ob das überhaupt geht: arbeit und kind.
und ich rede nur von arbeit, nicht von karriere. von karriere spricht ja schon gar keiner mehr, wir wollen ja keine höhenflüge bekommen oder gar das unmögliche wollen.
nein, das wollen wir nicht und sind trotzdem rabenmütter.
des öfteren hört man jetzt die schöne phrase "wahlfreiheit für die eltern", wenn es um die kleinkinderbetreuung und die schaffung neuer krippenplätze geht.
welche wahlfreiheit bitte?
wenn ich nicht einen von den sehr sehr wenigen krippenplätzen ergattert hätte, dann hätte ich keine wahl: ich müsste zuhause bleiben, und das noch bis frühjahr 2008.
und: die meisten eltern heute haben in einem anderen sinne keine wahl, denn sie brauchen zwei gehälter, um auf dauer über die runden zu kommen, und sie brauchen daher auch eine gute kinderbetreuung.
aber kaum wird das wort "krippenplatz" ausgesprochen, verfallen cdu-abgeordnete, bischöfe und z.b. eva herman in eine reflexhafte abwehrhaltung. sie begreifen nicht (und wollen es auch nicht), dass deutsche krippen keine rumänischen waisenhäuser sind, in denen man die kinder für drei jahre wegschließt und den schlüssel wegwirft.
letztens habe ich einen cdu-abgeordneten im fernsehen reden hören: "aber was wir wollen, ist doch mehr familienzeit." er kann gern herkommen, jeden tag, von 16 bis ca. 20 uhr, am wochenende, zu feiertagen, im urlaub, etc. etc. - dann erlebt er bei uns familienzeit. sofern der papa da ist und nicht wieder zu nicht-familientauglichen zeiten arbeiten muss, z.b. abends, am wochenende, an feiertagen.
über die nicht-familientaugliche und -freundliche haltung der heutigen arbeitgeber möchte ich jetzt nicht auch noch posten. dann wäre ich morgen noch nicht fertig.
der kleine könig
Dienstag, 10. April 2007
highlights
auch wenn hier im blog funkstille war, so war es doch alles andere als ruhig im bienenstock.
vielleicht sollte ich auch meine prioritätenliste überarbeiten: 1. bloggen 2. bloggen 3. bloggen 4. kind 5. arbeit 6. äh, da war doch noch was, ach ja: ehemann.
so.
die tage gingen so dahin zwischen u7 und dem ostereiersuchen.
das kindlein stellte sich bei der u7 ausnahmsweise richtig gut an und hat brav den doktor mit bällen beworfen, die formklötzchen in die richtigen boxöffnungen gesteckt, ein türmchen gebaut, die treppe (ohne hilfe!) erklommen, den raum mehrmals laufend und rennend durchquert, sich abhorchen, befühlen, wiegen und vermessen lassen. ergebnis: genau 15,0 kg verteilt auf 91 zentimeter, und auch sonst alles "o.b." und wir haben das schöne kreuzchen.
ich hatte richtig respekt vor der untersuchung, kein wunder, hatte ich doch die u6 mit dem bienenkindlein noch in lebhafter erinnerung. damals war ich danach doch mehr als abgeneigt, meinem kind jemals wieder eine "u" zuzumuten. naja.
mehr als merkwürdig finde ich es allerdings auch nach wie vor, dass sich einerseits der arzt selbst ein bild vom kind machen will (sich also nicht auf die berichte der mutter verlassen will und kann), andererseits diese untersuchungen aber keine pflicht sind. wenn ich entscheiden würde, dass mein kind niemals einen arzt sehen soll/darf/braucht, dann wird mein kind auch keinen arzt sehen, vielleicht bis zur einschulungsuntersuchung.
das ist und bleibt bizarr.
und sonst:
bienenkindleins highlights der vergangenen woche waren das osterplätzchen-backen (das wunderbar geklappt hat) und natürlich das osternester-suchen. das kindlein verfiel relativ schnell in einen osternester-suchen-und-finden-und-auseinandernehmen-rausch. zu schade, dass der osterhase "nur" 6 von diesen kleinen körbchen versteckt hatte. aber wenigstens kam noch die "datze" vorbei und machte zwischen den osterglocken "heia".
bildchen folgen.


vielleicht sollte ich auch meine prioritätenliste überarbeiten: 1. bloggen 2. bloggen 3. bloggen 4. kind 5. arbeit 6. äh, da war doch noch was, ach ja: ehemann.
so.
die tage gingen so dahin zwischen u7 und dem ostereiersuchen.
das kindlein stellte sich bei der u7 ausnahmsweise richtig gut an und hat brav den doktor mit bällen beworfen, die formklötzchen in die richtigen boxöffnungen gesteckt, ein türmchen gebaut, die treppe (ohne hilfe!) erklommen, den raum mehrmals laufend und rennend durchquert, sich abhorchen, befühlen, wiegen und vermessen lassen. ergebnis: genau 15,0 kg verteilt auf 91 zentimeter, und auch sonst alles "o.b." und wir haben das schöne kreuzchen.
ich hatte richtig respekt vor der untersuchung, kein wunder, hatte ich doch die u6 mit dem bienenkindlein noch in lebhafter erinnerung. damals war ich danach doch mehr als abgeneigt, meinem kind jemals wieder eine "u" zuzumuten. naja.
mehr als merkwürdig finde ich es allerdings auch nach wie vor, dass sich einerseits der arzt selbst ein bild vom kind machen will (sich also nicht auf die berichte der mutter verlassen will und kann), andererseits diese untersuchungen aber keine pflicht sind. wenn ich entscheiden würde, dass mein kind niemals einen arzt sehen soll/darf/braucht, dann wird mein kind auch keinen arzt sehen, vielleicht bis zur einschulungsuntersuchung.
das ist und bleibt bizarr.
und sonst:
bienenkindleins highlights der vergangenen woche waren das osterplätzchen-backen (das wunderbar geklappt hat) und natürlich das osternester-suchen. das kindlein verfiel relativ schnell in einen osternester-suchen-und-finden-und-auseinandernehmen-rausch. zu schade, dass der osterhase "nur" 6 von diesen kleinen körbchen versteckt hatte. aber wenigstens kam noch die "datze" vorbei und machte zwischen den osterglocken "heia".
bildchen folgen.
Samstag, 24. März 2007
Donnerstag, 22. März 2007
16 kilo plus
was sagt man dazu: ab heute braucht mein bienenkindlein, der kleine knabe, pampers in größe 6.
größe 6!
bin fassungslos.
größe 6!
bin fassungslos.
Mittwoch, 21. März 2007
erbarmen
nun kann ich dieses jahr wieder nicht zum leipziger bücherfrühling, und ich bin doch trauriger darüber als ich möchte und dürfte. und überhaupt.
*die bienenkönigin haucht einen langen, schmerzvollen sehnsuchtsseufzer*
ich sitze gerade auf dem boden, sortiere die rechnungen der letzten zwei jahre, lasse mich dabei von bénabar (geheimtipp! kaufen!!) in rau-zärtlich-geheimnisvolle sphären ziehen (in einer eben gerade so erträglichen lautstärke) und werfe all den glücklichen büchermenschen, die morgen die leipziger messehallen stürmen, einen ringelnatz hinterher, jawohl:
bücher werden, wenn man will, lebendig.
über bücher kann man ganz befehlen.
und wer bücher kauft, der kauft sich seelen,
und die seelen können sich nicht wehren.
jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich einer von meinen kollegen erbarmt und mir den rummelplatz mitbringt.
*die bienenkönigin haucht einen langen, schmerzvollen sehnsuchtsseufzer*
ich sitze gerade auf dem boden, sortiere die rechnungen der letzten zwei jahre, lasse mich dabei von bénabar (geheimtipp! kaufen!!) in rau-zärtlich-geheimnisvolle sphären ziehen (in einer eben gerade so erträglichen lautstärke) und werfe all den glücklichen büchermenschen, die morgen die leipziger messehallen stürmen, einen ringelnatz hinterher, jawohl:
bücher werden, wenn man will, lebendig.
über bücher kann man ganz befehlen.
und wer bücher kauft, der kauft sich seelen,
und die seelen können sich nicht wehren.
jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich einer von meinen kollegen erbarmt und mir den rummelplatz mitbringt.
Dienstag, 20. März 2007
abweichung
heute nachmittag habe ich, alle termine und projekt-zeitvorgaben völlig außer acht lassend (auf gut deutsch: leckt mich am a***), viel zeit in einer boutique verbracht, während draußen ein orkantief sich alle mühe gab, die welt untergehen zu lassen.
eine stunde später trat ich - klamotten für redenwirnichtdrübersehrvieleeuros in der tüte - wieder auf die von der frühlingssonne beschienene straße - nix regen, nix sturm.
die sonne blinzelte mir zu, ich blinzelte zurück.
alles fein.
der zettel mit den aufgelisteten besorgungen hängt nun wieder an der pinnwand.
kaputten wecker umtauschen. schnürsenkel. finanzamt. briefmarken. apotheke (was wollte ich da nochmal? extraliste schreiben!). osterkrams. verrechnungsscheck einlösen. theaterkarten abholen.
ich bin eben nicht nur mutter, ich bin auch ne frau. oder, kaum fassbar: ein mensch.
morgen, habe ich beschlossen, werde ich wieder funktionieren. geht ja nicht anders.
apropos: im moment "funktioniert" es zwischen bienenkindlein und bieneneltern ganz hervorragend. es ist die schönste, beste, interessanteste und faszinierendste zeit mit ihm! (werde ich gewiss in einem jahr wieder sagen und das hier negieren...)
am niedlichsten ist er derzeit im entwickeln seiner ganz eigenen logik:
vor ein paar tagen hat er nachts geweint, wohl noch halb im schlaf. ich ins zimmer, nachtlämpchen an, flüstere: "na, schatz, du hast wohl schlecht geträumt?" er, seufzend: "ja!" ich: "na, willst du mal kurz zu mama auf den arm, kuscheln?" er, klagend und fast trotzig: "ne-ein!" ich: "was möchtest du denn dann?" er, wieder schluchzend: "heia!"
das ist die kindliche quadratur des kreises, da kann er sich prima selbst ein 'beinchen' stellen: er träumt schlecht und kann nicht wieder einschlafen; er weint, weil er nicht wieder einschlafen kann; er will nicht auf den arm und getröstet werden, weil er wieder einschlafen WILL; aber er kann nicht wieder einschlafen, weil er weint.
da hilft nur: beherzt zugreifen, beherzt kuscheln und ganz mama sein.
er schlief dann binnen kurzer zeit wieder tief und fest.
eine stunde später trat ich - klamotten für redenwirnichtdrübersehrvieleeuros in der tüte - wieder auf die von der frühlingssonne beschienene straße - nix regen, nix sturm.
die sonne blinzelte mir zu, ich blinzelte zurück.
alles fein.
der zettel mit den aufgelisteten besorgungen hängt nun wieder an der pinnwand.
kaputten wecker umtauschen. schnürsenkel. finanzamt. briefmarken. apotheke (was wollte ich da nochmal? extraliste schreiben!). osterkrams. verrechnungsscheck einlösen. theaterkarten abholen.
ich bin eben nicht nur mutter, ich bin auch ne frau. oder, kaum fassbar: ein mensch.
morgen, habe ich beschlossen, werde ich wieder funktionieren. geht ja nicht anders.
apropos: im moment "funktioniert" es zwischen bienenkindlein und bieneneltern ganz hervorragend. es ist die schönste, beste, interessanteste und faszinierendste zeit mit ihm! (werde ich gewiss in einem jahr wieder sagen und das hier negieren...)
am niedlichsten ist er derzeit im entwickeln seiner ganz eigenen logik:
vor ein paar tagen hat er nachts geweint, wohl noch halb im schlaf. ich ins zimmer, nachtlämpchen an, flüstere: "na, schatz, du hast wohl schlecht geträumt?" er, seufzend: "ja!" ich: "na, willst du mal kurz zu mama auf den arm, kuscheln?" er, klagend und fast trotzig: "ne-ein!" ich: "was möchtest du denn dann?" er, wieder schluchzend: "heia!"
das ist die kindliche quadratur des kreises, da kann er sich prima selbst ein 'beinchen' stellen: er träumt schlecht und kann nicht wieder einschlafen; er weint, weil er nicht wieder einschlafen kann; er will nicht auf den arm und getröstet werden, weil er wieder einschlafen WILL; aber er kann nicht wieder einschlafen, weil er weint.
da hilft nur: beherzt zugreifen, beherzt kuscheln und ganz mama sein.
er schlief dann binnen kurzer zeit wieder tief und fest.
Donnerstag, 15. März 2007
partylöwe
bald wird mein bienenkindlein zwei jahre alt.
und bekommt drei partys. heh!
naja, partys... äh... kleine feiern.
erst kommt schwiemu (wie man ja so heute unter jungmüttern salopp formuliert), dann gibts ein tag später in der krippe party (mit 11 anderen kindern) und am wochenende eine kleine feier mit drei anderen kindern, will heißen: mit seinem kumpel s. und seinen zwei lieblingsmädels m. und l.
nun fragt sich die bienenmama: was bereitet man denn da vor, für eine geburtstagsfeier mit 2-jährigen kindern? (ich meine: außer kuchen backen und saftschorlen mixen?) irgendwelche tipps, anregungen, ideen? klar, schmücken werde ich die bude, mit tausend luftballons und schnörkelgirlanden und dem ganzen kram. das muss sein. aber sonst? einfach ne riesenrolle papier und wachsmalstifte hinlegen? aber das haben die lütten doch jeden tag?! oder??!!
bin für jeden hinweis dankbar.
*spricht die ratlose und seeeehr müde bienenmama und begibt sich in die "heia"*
und bekommt drei partys. heh!
naja, partys... äh... kleine feiern.
erst kommt schwiemu (wie man ja so heute unter jungmüttern salopp formuliert), dann gibts ein tag später in der krippe party (mit 11 anderen kindern) und am wochenende eine kleine feier mit drei anderen kindern, will heißen: mit seinem kumpel s. und seinen zwei lieblingsmädels m. und l.
nun fragt sich die bienenmama: was bereitet man denn da vor, für eine geburtstagsfeier mit 2-jährigen kindern? (ich meine: außer kuchen backen und saftschorlen mixen?) irgendwelche tipps, anregungen, ideen? klar, schmücken werde ich die bude, mit tausend luftballons und schnörkelgirlanden und dem ganzen kram. das muss sein. aber sonst? einfach ne riesenrolle papier und wachsmalstifte hinlegen? aber das haben die lütten doch jeden tag?! oder??!!
bin für jeden hinweis dankbar.
*spricht die ratlose und seeeehr müde bienenmama und begibt sich in die "heia"*
kunststücke
gestern erkannt, dass es von nun an sehr wichtig ist, auch die taschen der bienenkind-hosen auf ihren inhalt zu überprüfen, BEVOR ich sie in die waschmaschine stecke.
da findet sich ein lustiges allerlei aus kleinen bunten bausteinen, reiswaffelecken (gebunkert für harte zeiten), sand, vogelfedern, mini-kiefernzapfen. nach dem waschen entstehen gewiss so richtige kleine kunstwerke aus all diesen dingen...
des weiteren (schmerzlich) erkannt, dass ich zu der sorte menschen gehöre, die ihre socken erst waschen, bevor sie sie wegwerfen.
erkenntnis nummer drei: ich kann auch nein sagen. ja, wirklich, ich kanns. wer hätte das gedacht. bitte mal einen tusch für die bienenkönigin!
da findet sich ein lustiges allerlei aus kleinen bunten bausteinen, reiswaffelecken (gebunkert für harte zeiten), sand, vogelfedern, mini-kiefernzapfen. nach dem waschen entstehen gewiss so richtige kleine kunstwerke aus all diesen dingen...
des weiteren (schmerzlich) erkannt, dass ich zu der sorte menschen gehöre, die ihre socken erst waschen, bevor sie sie wegwerfen.
erkenntnis nummer drei: ich kann auch nein sagen. ja, wirklich, ich kanns. wer hätte das gedacht. bitte mal einen tusch für die bienenkönigin!
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