wieder mal ein stöckchen zum totschreiben. zugeworfen von der klabautermama.
es müsste gesetz werden, die dinger auf 10 fragen zu beschränken...
1) Kannst du kochen? Wenn ja, kochst Du gerne?
ja. ja.
2) Wann isst bei Euch die ganze Familie gemeinsam?
meistens zu abend. meistens.
3) Was isst Du zum Frühstück?
ich schaue dem bienenkindlein beim kakao-runterkippen, schmatzen und pflaumenmus-rumgeschmiere zu, bete es an und esse selbst nix. um halb 10 gibts dann erstmal einen kaffee, mittags eine stulle.
4) Wann, wo und wie esst ihr in der Woche?
wir essen. das muss reichen.
5) Wie oft geht ihr ins Restaurant?
eigentlich nur im urlaub.
6) Wie oft bestellt ihr Euch was?
nach der geburt des bienenkindleins ist der pizzaservice durch uns reich geworden. aber wir sollten das mal wieder tun. nichts ist lustiger, als den asiaten am anderen ende der leitung durch undeutlich ausgesprochene ziffern der chinesischen gerichte zur verzweiflung zu bringen.
7) Zu 5 und 6: Wenn es keine finanziellen Hindernisse gäbe, würdet ihr das gerne öfters tun?
nein.
8) Gibt es bei Euch so was wie “Standardgerichte”, die regelmässig auf den Tisch kommen?
spaghetti aglio e olio, wahlweise arrabiata, lachspfannkuchen mit knoblauch-kräuter-creme, indisches curryhackfleisch (zum gaumen durchpusten), hähnchenleber, couscous mit schafskäse, pellkartoffeln mit leinöl und quark (wer könnte ohne sie leben), eierpfannkuchen mit apfelmus, buletten (höchstpersönlich selbstgemacht vom berliner chefkoch) mit apfelreis, etc. etc. etc.
9) Hast Du schon mal für mehr als 6 Personen gekocht?
ja.
10) Kochst du jeden Tag?
nein.
11) Hast Du schon mal ein Rezept aus dem Kochblog ausprobiert?
nein.
12) Wer kocht bei Euch häufiger?
es herrscht friedliche gewaltenteilung.
13) Und wer kann besser kochen?
s. 12.
14) Gibt es schon mal Streit ums Essen?
nein.
15) Kochst du heute völlig anders, als Deine Mutter /Deine Eltern?
ja.
16) Wenn ja, isst Du trotzdem gerne bei Deinen Eltern?
ja. weil es schön ist, einfach mal wieder bei mama zu sein.
18) Was würdest Du gerne mal ausprobieren, an was Du Dich bisher nicht rangewagt hast?
calamares, seeteufel, hummer; täubchen, truthahn, wild. etc. etc. etc.
19) Kochst Du lieber oder findest Du Backen spannender?
backen? spannend?
20) Was war die größte Misere, die Du in der Küche angerichtet hast?
ich wollte coq au vin machen und hatte keinen rotwein im haus.
21) Was essen Deine Kinder am liebsten?
nudeln mit tomatensauce, alle arten von kartoffelzubereitung, fischstäbchen, würstchen, pflaumenmus-toast, etc. - das übliche.
22) Was mögen Deine Kinder überhaupt nicht?
da fällt mir nichts ein. ich sage nur: "essen: meine welt. gleich hinter schlafen."
23) Was magst Du überhaupt nicht?
alle formen von speck. joghurt oder quark pur. buttermilch (brechreiz).
ächz.
Montag, 29. Januar 2007
Sonntag, 28. Januar 2007
wort zum sonntag
ich frage mich, ob sich wahre elternschaft nicht in der geschwindigkeit zeigt, in der man eine svala-kindertischsitzgruppe von ikea zusammenschrauben kann.
und zwar zwischen dem kochen des lieblingsessens (natürlich nudeln mit tomatensauce) für das hungrige (und damit quengelige) kind und der nächsten waschmaschinenladung.
konzentrierte, stille, beinahe meditative schnellschrauberei der bieneneltern.
absolute harmonie.
erweckungserlebnis.
gott sei dank stehen da noch trofast-aufbewahrungsmöbel und ada-bänkchen jungfräulich in ihren ikea-kartons. die sparen wir uns noch auf. für den moment, in dem man wieder nach befriedigender arbeit lechzt.
und zwar zwischen dem kochen des lieblingsessens (natürlich nudeln mit tomatensauce) für das hungrige (und damit quengelige) kind und der nächsten waschmaschinenladung.
konzentrierte, stille, beinahe meditative schnellschrauberei der bieneneltern.
absolute harmonie.
erweckungserlebnis.
gott sei dank stehen da noch trofast-aufbewahrungsmöbel und ada-bänkchen jungfräulich in ihren ikea-kartons. die sparen wir uns noch auf. für den moment, in dem man wieder nach befriedigender arbeit lechzt.
Donnerstag, 25. Januar 2007
wörter, auf die eltern gerne verzichten können
nicht nur das bienenkindlein erweitert seinen wortschatz.
neue wörter bevölkern auch den wortschatz der besorgten bieneneltern.
als da wären: kleinkinder-hörtest, mittelohr, eustachische röhre;
und seit heute auch: "atopisches ekzem", "symptome einer neurodermitis".
letzteres sagte mir heute der (sehr nette) kinderarzt, und fügte gleich hinzu, als er meinen geschockten gesichtsausdruck bemerkte: "aber das verläuft nicht bei jedem kind gleich schlimm." nunja, noch ist es ja "nur" der rücken, und es scheint auch nicht zu jucken, denn er kratzt sich nicht, er schläft durch, ist fröhlich. alles dinge, die der arzt heute abgefragt hat.
also wollen wir jetzt wirklich erst einmal alles so hin- und das beste annehmen.
nun, heute abend haben wir dem kleinen matz erst einmal ein öl-bad spendiert, danach wird jetzt immer fleißig mit harnstoffsalbe eingecremt, verbunden mit hundert stoßgebeten, diese sch... solle doch endlich mal besser werden oder ganz verschwinden.
unser hübsches bienenkindlein, so entstellt.
*übt sich die bienenmama in schlechtem humor*
neue wörter bevölkern auch den wortschatz der besorgten bieneneltern.
als da wären: kleinkinder-hörtest, mittelohr, eustachische röhre;
und seit heute auch: "atopisches ekzem", "symptome einer neurodermitis".
letzteres sagte mir heute der (sehr nette) kinderarzt, und fügte gleich hinzu, als er meinen geschockten gesichtsausdruck bemerkte: "aber das verläuft nicht bei jedem kind gleich schlimm." nunja, noch ist es ja "nur" der rücken, und es scheint auch nicht zu jucken, denn er kratzt sich nicht, er schläft durch, ist fröhlich. alles dinge, die der arzt heute abgefragt hat.
also wollen wir jetzt wirklich erst einmal alles so hin- und das beste annehmen.
nun, heute abend haben wir dem kleinen matz erst einmal ein öl-bad spendiert, danach wird jetzt immer fleißig mit harnstoffsalbe eingecremt, verbunden mit hundert stoßgebeten, diese sch... solle doch endlich mal besser werden oder ganz verschwinden.
unser hübsches bienenkindlein, so entstellt.
*übt sich die bienenmama in schlechtem humor*
Montag, 22. Januar 2007
behaart
ein neues wort ist da: baum.
mit einem bereits derart ausufernden wortschatz gestaltet sich der weg zur und von der krippe wie folgt: "baum!" "ja, das ist ein baum." "baum!" "ja, da ist auch ein baum." "baum!" "ja, guck mal einer an, da ist auch ein baum." "baum!" "ja, da auch." "baum!" "ja-aaa" "baum!" "hm-m!" "wau-wau!" "oh ja, stimmt, da ist ein hund!" "wau-wau!" "nein, das ist kein hund, sondern eine katze! mie-ze-kat-ze!" "baum!" "ja, da ist ein baum." "baum!" "ja-a." "baum!" "hm-m" "baum!" "hmpf."
usw. usf.
am abend eines langen tages legt sich somit flauschig-wohltuend ein kleiner pelz auf die zunge der bienenkönigin.
morgen tätigt selbige übrigens mal wieder eine reise in ein anderes universum.
mit einem bereits derart ausufernden wortschatz gestaltet sich der weg zur und von der krippe wie folgt: "baum!" "ja, das ist ein baum." "baum!" "ja, da ist auch ein baum." "baum!" "ja, guck mal einer an, da ist auch ein baum." "baum!" "ja, da auch." "baum!" "ja-aaa" "baum!" "hm-m!" "wau-wau!" "oh ja, stimmt, da ist ein hund!" "wau-wau!" "nein, das ist kein hund, sondern eine katze! mie-ze-kat-ze!" "baum!" "ja, da ist ein baum." "baum!" "ja-a." "baum!" "hm-m" "baum!" "hmpf."
usw. usf.
am abend eines langen tages legt sich somit flauschig-wohltuend ein kleiner pelz auf die zunge der bienenkönigin.
morgen tätigt selbige übrigens mal wieder eine reise in ein anderes universum.
Sonntag, 21. Januar 2007
kleine ordensverleihung
unser bienenkindlein liegt bereits total erschöpft in seinem bettchen - mit erhöhter temperatur (37,4). seit gestern ist er wieder schlimm verrotzt, und jetzt treibt mich natürlich die sorge um, das ganze könnte sich wieder auf die kleinen ohren legen. also werde ich morgen früh erst einmal mit ihm zum hno-arzt stiefeln.
kyrill hat uns ansonsten einigermaßen verschont (furchterregend wars trotzdem) - nur ein paar zerborstene dachziegel lagen am freitag vor der tür. das kindlein musste ich bereits gegen mittag von der krippe abholen ("evakuierungsbefehl", wie im krieg), und der bienenpapa ist nicht mit dem fahrrad, sondern mit dem taxi zur arbeit gefahren, dem einzigen öffentlichen verkehrsmittel, was noch fuhr. nur meine mutter war gezwungen, die nacht auf freitag in einem hotel in erfurt zu verbringen - aber immerhin hatte sie noch ein hotelzimmer gefunden und somit glück im unglück.
und: r. hat am wochenende ihr omi-diplom gemacht. aber mit auszeichnung!
der ganze bienenstock dankt nochmals herzlich.
kyrill hat uns ansonsten einigermaßen verschont (furchterregend wars trotzdem) - nur ein paar zerborstene dachziegel lagen am freitag vor der tür. das kindlein musste ich bereits gegen mittag von der krippe abholen ("evakuierungsbefehl", wie im krieg), und der bienenpapa ist nicht mit dem fahrrad, sondern mit dem taxi zur arbeit gefahren, dem einzigen öffentlichen verkehrsmittel, was noch fuhr. nur meine mutter war gezwungen, die nacht auf freitag in einem hotel in erfurt zu verbringen - aber immerhin hatte sie noch ein hotelzimmer gefunden und somit glück im unglück.
und: r. hat am wochenende ihr omi-diplom gemacht. aber mit auszeichnung!
der ganze bienenstock dankt nochmals herzlich.
Mittwoch, 17. Januar 2007
der wind, der wind, das himmlische kind
heute von allen seiten (auch und besonders vom besorgten ehegatten) gehört, dass morgen ein orkan wüten soll. in den nachrichten heißt es, man solle möglichst zuhause bleiben. in den privat-nachrichten hieß es, kinder und ältere menschen sollen zuhause bleiben.
tja.
jetzt bin ich doch ein bisschen aufgeschreckt und schaue heute abend immer mal wieder auf der seite des dwd nach. derzeitige meldung:
Amtliche UNWETTERWARNUNG vor ORKANBÖEN für den Landkreis XXX gültig von: Donnerstag, 18.01.07, 12:00 Uhr bis: Freitag, 19.01.07, 09:00 Uhr ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Mittwoch, 17.01.07, 19:00 Uhr Ab Donnerstag Mittag zunehmender Südwest- bis Weststurm mit Orkanböen von 100 bis 125 km/h entsprechend Bft. 11 bis 12, vor allem am Donnerstag Abend und in der Nacht zum Freitag vereinzelt 130 bis 140 kn/h DWD / RZ Hamburg=
also: morgens das kind in die krippe bringen und auf dem rückweg am nachmittag ein bissel beten
Amtliche WARNUNG vor DAUERREGEN für den Landkreis XXX gültig von: Donnerstag, 18.01.07, 06:00 Uhr bis: Donnerstag, 18.01.07, 20:00 Uhr ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Mittwoch, 17.01.07, 19:21 Uhr Tagsüber Dauerregen mit Niederschlagsmengen nahe 30 Liter pro qm innerhalb von 12 Stunden. DWD / RZ Hamburg=
pah, regen macht uns doch nix aus
Amtliche WARNUNG vor STURMBÖEN für den Landkreis XXX gültig von: Mittwoch, 17.01.07, 18:00 Uhr bis: Donnerstag, 18.01.07, 09:00 Uhr ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Mittwoch, 17.01.07, 17:48 Uhr Gefahr von Böen aus Südwest bis West um 70 km/h (Bft 8), am Donnerstag früh vorübergehend abnehmend. Eine Erhöhung der Warnung vor Unwetter ist zu erwarten DWD / RZ Hamburg=
perfektes timing wäre hier wünschenswert (bis 9.00h). und außerdem: sturmböen sind ja läppisch.
ich werde berichten.
tja.
jetzt bin ich doch ein bisschen aufgeschreckt und schaue heute abend immer mal wieder auf der seite des dwd nach. derzeitige meldung:
Amtliche UNWETTERWARNUNG vor ORKANBÖEN für den Landkreis XXX gültig von: Donnerstag, 18.01.07, 12:00 Uhr bis: Freitag, 19.01.07, 09:00 Uhr ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Mittwoch, 17.01.07, 19:00 Uhr Ab Donnerstag Mittag zunehmender Südwest- bis Weststurm mit Orkanböen von 100 bis 125 km/h entsprechend Bft. 11 bis 12, vor allem am Donnerstag Abend und in der Nacht zum Freitag vereinzelt 130 bis 140 kn/h DWD / RZ Hamburg=
also: morgens das kind in die krippe bringen und auf dem rückweg am nachmittag ein bissel beten
Amtliche WARNUNG vor DAUERREGEN für den Landkreis XXX gültig von: Donnerstag, 18.01.07, 06:00 Uhr bis: Donnerstag, 18.01.07, 20:00 Uhr ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Mittwoch, 17.01.07, 19:21 Uhr Tagsüber Dauerregen mit Niederschlagsmengen nahe 30 Liter pro qm innerhalb von 12 Stunden. DWD / RZ Hamburg=
pah, regen macht uns doch nix aus
Amtliche WARNUNG vor STURMBÖEN für den Landkreis XXX gültig von: Mittwoch, 17.01.07, 18:00 Uhr bis: Donnerstag, 18.01.07, 09:00 Uhr ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Mittwoch, 17.01.07, 17:48 Uhr Gefahr von Böen aus Südwest bis West um 70 km/h (Bft 8), am Donnerstag früh vorübergehend abnehmend. Eine Erhöhung der Warnung vor Unwetter ist zu erwarten DWD / RZ Hamburg=
perfektes timing wäre hier wünschenswert (bis 9.00h). und außerdem: sturmböen sind ja läppisch.
ich werde berichten.
Montag, 15. Januar 2007
bäpern
heute wund telefoniert. sagt man doch so.
falsche auflagenzahlen, falsche kalkulationen, säumige buchbinder, ungeduldige kollegen.
habe nachgehakt, gefeilscht, gedroht, besänftigt.
danach in äußerst erschöpftem zustand das kindlein von der krippe abgeholt und in die stadt gekarrt zwecks besorgungen. dumm nur, dass rossmann keine windeln in größe 5 hatte, weder pampers noch babydream. es tut ihnen leid, aber am donnerstag kommt neue ware. naja, pech gehabt. nein, ich bin nicht verärgert. ja, natürlich habe ich verständnis.
für den weg zurück den bus genommen.
habe mich anblaffen lassen von einer älteren na sagen wir mitbürgerin, dass ich im weg rumstehe, dass ich doch nicht alles so mit meinem kinderwagen versperren könne. dass ich doch vielleicht den rucksack abnehmen könne.
nein, kann ich nicht.
nein, ich habe kein verständnis mehr.
mein verständnis- und ich-seh-drüber-weg-vorrat war aufgebraucht.
habe die unverschämtheit als solche benannt und dafür wider erwarten den beifall des gesamten busses eingeheimst.
die ältere na sagen wir mal kröte gab sich geschlagen.
da, wo ich herkomme, sagt man: "die wohr vleischt bäpern."
danke, mama. hatte ich glatt vergessen.
falsche auflagenzahlen, falsche kalkulationen, säumige buchbinder, ungeduldige kollegen.
habe nachgehakt, gefeilscht, gedroht, besänftigt.
danach in äußerst erschöpftem zustand das kindlein von der krippe abgeholt und in die stadt gekarrt zwecks besorgungen. dumm nur, dass rossmann keine windeln in größe 5 hatte, weder pampers noch babydream. es tut ihnen leid, aber am donnerstag kommt neue ware. naja, pech gehabt. nein, ich bin nicht verärgert. ja, natürlich habe ich verständnis.
für den weg zurück den bus genommen.
habe mich anblaffen lassen von einer älteren na sagen wir mitbürgerin, dass ich im weg rumstehe, dass ich doch nicht alles so mit meinem kinderwagen versperren könne. dass ich doch vielleicht den rucksack abnehmen könne.
nein, kann ich nicht.
nein, ich habe kein verständnis mehr.
mein verständnis- und ich-seh-drüber-weg-vorrat war aufgebraucht.
habe die unverschämtheit als solche benannt und dafür wider erwarten den beifall des gesamten busses eingeheimst.
die ältere na sagen wir mal kröte gab sich geschlagen.
da, wo ich herkomme, sagt man: "die wohr vleischt bäpern."
danke, mama. hatte ich glatt vergessen.
Freitag, 12. Januar 2007
nur eine fußnote
trotz aller verdrängung:
unsere kinder werden sich in einer überalterten gesellschaft einrichten müssen, unter einer diktatur der greise leben, die den takt vorgibt. kann das schön sein??
und nicht nur das.
sie werden eine welt vorfinden, in der der klimawandel die pole, die antarktis, die gletscher schmelzen lässt, in der es keine winter mehr geben wird und damit keinen winterurlaub. "sie wollen ski fahren?" "bitte buchen sie drei wochen grönland - da könnten sie glück haben."
und man fragt sich, was schlimmer ist: dass es so sein wird, irgendwann? oder nicht doch die eigene ohnmacht, das gefühl, nichts dagegen tun zu können?
es geht ja nicht darum, die welt zu retten, sondern uns selbst.
die welt wird weiter existieren, auch ohne menschheit.
naja, es wird ihr vermutlich gut bekommen.
unsere kinder werden sich in einer überalterten gesellschaft einrichten müssen, unter einer diktatur der greise leben, die den takt vorgibt. kann das schön sein??
und nicht nur das.
sie werden eine welt vorfinden, in der der klimawandel die pole, die antarktis, die gletscher schmelzen lässt, in der es keine winter mehr geben wird und damit keinen winterurlaub. "sie wollen ski fahren?" "bitte buchen sie drei wochen grönland - da könnten sie glück haben."
und man fragt sich, was schlimmer ist: dass es so sein wird, irgendwann? oder nicht doch die eigene ohnmacht, das gefühl, nichts dagegen tun zu können?
es geht ja nicht darum, die welt zu retten, sondern uns selbst.
die welt wird weiter existieren, auch ohne menschheit.
naja, es wird ihr vermutlich gut bekommen.
Mittwoch, 10. Januar 2007
das sprechende knuffelwesen
drei stunden in zwei arztpraxen = zwei erkenntnisse:
1. keine windpocken, sondern hautekzem.
2. die dritte mittelohrentzündung (diesmal eine leichte variante).
punkt nr. 2 lässt uns die nächsten wochen und monate zur stammkundschaft beim hno-arzt werden. der hat heute globuli verschrieben (da im moment nur leichte mittelohrentzündung) und wird in sechs wochen nochmals eine ausführliche untersuchung der kleinen öhrchen vornehmen samt kleinkinder-hörtest. sollte das bienenkindlein da schlecht abschneiden, müssen weitergehende untersuchungen gemacht werden, um z.b. polypen u.ä. auszuschließen.
das gehör ist ja im moment für das sprechenlernen absolut wichtig.
apropos: das kind spricht. das heißt, es versucht uns nachzusprechen.
einige "feste vokabeln" gibts aber seit einigen tagen auch schon (neben "mama" und "papa"):
(h)eia für: bettchen, schlafen gehen, müde sein, papa/mama schläft, "ich hab gut geschlafen", etc.
wau-wau für: hund, aber manchmal auch für andere vierbeiner als "gesamt-kategorie"
(h)eisz für: heiß, ofen, herd, kerze, küche im allgemeinen, aber auch eis, eistüte, etc.
da-dei für: papagei (en masse in den heiß geliebten piraten-büchern), oder allgemein vögel (trotz richtigstellung: "das heißt vooo-gelll!")
dasz für: das da, dort, "ich will jetzt DAS buch angucken!", "was ist das?", "das ist...", etc.
ich weiß, dass diese art zu sprechen/plappern für sein alter alles völlig normal ist (möglicherweise ist er sogar ein bisschen spät dran), trotzdem bin ich jedes mal hin und weg.
es ist doch außergewöhnlich, wenn dein kleines knuffelwesen sich plötzlich "richtig" mitteilen kann...
1. keine windpocken, sondern hautekzem.
2. die dritte mittelohrentzündung (diesmal eine leichte variante).
punkt nr. 2 lässt uns die nächsten wochen und monate zur stammkundschaft beim hno-arzt werden. der hat heute globuli verschrieben (da im moment nur leichte mittelohrentzündung) und wird in sechs wochen nochmals eine ausführliche untersuchung der kleinen öhrchen vornehmen samt kleinkinder-hörtest. sollte das bienenkindlein da schlecht abschneiden, müssen weitergehende untersuchungen gemacht werden, um z.b. polypen u.ä. auszuschließen.
das gehör ist ja im moment für das sprechenlernen absolut wichtig.
apropos: das kind spricht. das heißt, es versucht uns nachzusprechen.
einige "feste vokabeln" gibts aber seit einigen tagen auch schon (neben "mama" und "papa"):
(h)eia für: bettchen, schlafen gehen, müde sein, papa/mama schläft, "ich hab gut geschlafen", etc.
wau-wau für: hund, aber manchmal auch für andere vierbeiner als "gesamt-kategorie"
(h)eisz für: heiß, ofen, herd, kerze, küche im allgemeinen, aber auch eis, eistüte, etc.
da-dei für: papagei (en masse in den heiß geliebten piraten-büchern), oder allgemein vögel (trotz richtigstellung: "das heißt vooo-gelll!")
dasz für: das da, dort, "ich will jetzt DAS buch angucken!", "was ist das?", "das ist...", etc.
ich weiß, dass diese art zu sprechen/plappern für sein alter alles völlig normal ist (möglicherweise ist er sogar ein bisschen spät dran), trotzdem bin ich jedes mal hin und weg.
es ist doch außergewöhnlich, wenn dein kleines knuffelwesen sich plötzlich "richtig" mitteilen kann...
Dienstag, 9. Januar 2007
und täglich grüßt die kinderkrankheit
nachdem wir nun mittlerweile geschätzte 10 infekte, 2 mittelohrentzündungen und erst seit gestern einen magen-darm-infekt überstanden haben, alles in der zeit von september bis jetzt - darf ich das kind (nachdem es heute nach langer zeit wieder in der krippe war) morgen zum arzt schieben. wieder einmal. mit verdacht auf windpocken.
dagegen ist er zwar geimpft, und er dürfte sie daher auch nur in einer abgeschwächten variante haben (ohne fieber), was ja erstmal beruhigend ist. aber trotzdem trägt er dann die erreger. das heißt: er muss zuhause bleiben. das heißt: ich kann nicht arbeiten.
wir, die bieneneltern, werden auch dies mit der, na sagen wir bienenstockeigenen fassung und gemütsruhe tragen und uns irgendwie zu helfen wissen.
aber irgendwie wärs ja schön, eine gesunde woche zu haben. oder zwei. oder drei, wenn ich jetzt mal ganz unverschämt sein darf.
also, daumen drücken!
dagegen ist er zwar geimpft, und er dürfte sie daher auch nur in einer abgeschwächten variante haben (ohne fieber), was ja erstmal beruhigend ist. aber trotzdem trägt er dann die erreger. das heißt: er muss zuhause bleiben. das heißt: ich kann nicht arbeiten.
wir, die bieneneltern, werden auch dies mit der, na sagen wir bienenstockeigenen fassung und gemütsruhe tragen und uns irgendwie zu helfen wissen.
aber irgendwie wärs ja schön, eine gesunde woche zu haben. oder zwei. oder drei, wenn ich jetzt mal ganz unverschämt sein darf.
also, daumen drücken!
Sonntag, 7. Januar 2007
schonung
die bieneneltern sind ein bisschen verwirrt. gestern war das kind tagsüber fidel und quietschvergnügt, schien wieder gesund (wir tippten auf magenverstimmung). kein erneutes erbrechen, kein durchfall. am abend dann plötzlich fieber (38,4°), tags darauf (heute) wieder alles normal, fieberfrei (auch ohne paracetamol), bis auf einen dünnschiss (aber keinen durchfall) heute nachmittag. das kindlein freut sich eigentlich immer auf die mahlzeiten, wirkt dann aber ein wenig appetitlos und stochert im essen herum.
wir sind uns also immer noch nicht ganz einig, was es ist, haben nun aber beschlossen, ihn morgen zuhause zu betütteln und ihm so noch einen "schontag" zu gönnen.
wie wir das arbeitstechnisch lösen, müssen wir sehen.
hier noch die versprochenen fotos vom weihnachtsfest mit dem andächtigen bienenkindlein und dem geschenkhighlight:




wir sind uns also immer noch nicht ganz einig, was es ist, haben nun aber beschlossen, ihn morgen zuhause zu betütteln und ihm so noch einen "schontag" zu gönnen.
wie wir das arbeitstechnisch lösen, müssen wir sehen.
hier noch die versprochenen fotos vom weihnachtsfest mit dem andächtigen bienenkindlein und dem geschenkhighlight:




Freitag, 5. Januar 2007
nix für schwache gemüter
das kindlein hat sich heute zum ersten mal in seinem leben übergeben.
schwallartig erbrochen trifft es eigentlich besser. zweimal.
zum ersten mal in der krippe, beim abholen, just in dem moment, in dem ich die erzieherin fragte: "und, alles in ordnung gewesen heute?"
als ich dann mit dem kleinen schlotterwesen im bad stand und ihm die wäsche auszog und die zähne putzte (zum ersten mal ließ er sich freiwillig die zähne putzen, kein wunder), und die erzieherin den boden wischte, rief sie mir zu: "hätten Sie mich das bloß nicht gefragt!"
zuhause gabs dann erstmal nichts zu essen, sondern nur fencheltee - was binnen fünfzehn minuten zu erneutem erbrechen führte, und zwar ÜBERALL im wohnzimmer. das heißt, das zeugs war nicht nur auf dem boden, sondern auch auf kuschelmatratze, auf dem tierpuzzle, den bilderbüchern, den stoffbauwürfeln, den schleich-tieren (gottseidank, abwaschbar), etc.
man kann ja so einiges, wenns das eigene kind betrifft, aber heute wurde ich dann auch mal an die grenzen des ertragbaren geführt.
zu essen gabs dann natürlich überhaupt nichts mehr, und der tee wurde portionsweise zugeführt.
eigentlich schrecklich, wie salopp ich hier darüber rede. dabei mache ich mir wirklich ernsthafte sorgen. überlege, welche ursache es haben könnte. denke fieberhaft darüber nach, was ich in den nächsten stunden tun soll. ich male mir schreckensszenarien aus und hasse mich dafür. ich versuche ruhig zu bleiben und tigere durch die wohnung. so ist das.
wenn es nur nix ernstes ist (bitte kein besuch in der notfallpraxis...).
wenn ich nur mit ihm tauschen könnte!
schwallartig erbrochen trifft es eigentlich besser. zweimal.
zum ersten mal in der krippe, beim abholen, just in dem moment, in dem ich die erzieherin fragte: "und, alles in ordnung gewesen heute?"
als ich dann mit dem kleinen schlotterwesen im bad stand und ihm die wäsche auszog und die zähne putzte (zum ersten mal ließ er sich freiwillig die zähne putzen, kein wunder), und die erzieherin den boden wischte, rief sie mir zu: "hätten Sie mich das bloß nicht gefragt!"
zuhause gabs dann erstmal nichts zu essen, sondern nur fencheltee - was binnen fünfzehn minuten zu erneutem erbrechen führte, und zwar ÜBERALL im wohnzimmer. das heißt, das zeugs war nicht nur auf dem boden, sondern auch auf kuschelmatratze, auf dem tierpuzzle, den bilderbüchern, den stoffbauwürfeln, den schleich-tieren (gottseidank, abwaschbar), etc.
man kann ja so einiges, wenns das eigene kind betrifft, aber heute wurde ich dann auch mal an die grenzen des ertragbaren geführt.
zu essen gabs dann natürlich überhaupt nichts mehr, und der tee wurde portionsweise zugeführt.
eigentlich schrecklich, wie salopp ich hier darüber rede. dabei mache ich mir wirklich ernsthafte sorgen. überlege, welche ursache es haben könnte. denke fieberhaft darüber nach, was ich in den nächsten stunden tun soll. ich male mir schreckensszenarien aus und hasse mich dafür. ich versuche ruhig zu bleiben und tigere durch die wohnung. so ist das.
wenn es nur nix ernstes ist (bitte kein besuch in der notfallpraxis...).
wenn ich nur mit ihm tauschen könnte!
Mittwoch, 3. Januar 2007
neu und alt
da das kindlein keine krankheitssymptome mehr aufweist, bricht ab morgen der alltag wieder bei uns ein. das heißt: das bienenkindlein wird morgens zur krippe geschafft (man darf gespannt sein: nach fast zwei wochen trautes-heim-glück-allein wieder das loslassen üben); und die bienenmama darf rabotten.
alles wieder beim alten.
und was das neue betrifft... meine vorsätze fürs neue jahr (reihenfolge beliebig):
1. noch mehr mütterliche gelassenheit. noch viel viel mehr.
2. aus mustern ausbrechen (s. 3. und 4.)
3. nicht immer gleich sofort sagen, was ich denke, v.a. nicht in gegenwart bestimmter personen.
4. sich nicht ärgern / ärgern lassen.
5. geld verdienen.
6. einen bodymaßindex von 25.
7. bücher nicht mehr auslesen, wenn sie mir nicht gefallen (keine lebenszeit verschwenden)
8. zeitiger ins bett gehen. (diesbezüglich heute schon mal wieder komplett versagt)
alles wieder beim alten.
und was das neue betrifft... meine vorsätze fürs neue jahr (reihenfolge beliebig):
1. noch mehr mütterliche gelassenheit. noch viel viel mehr.
2. aus mustern ausbrechen (s. 3. und 4.)
3. nicht immer gleich sofort sagen, was ich denke, v.a. nicht in gegenwart bestimmter personen.
4. sich nicht ärgern / ärgern lassen.
5. geld verdienen.
6. einen bodymaßindex von 25.
7. bücher nicht mehr auslesen, wenn sie mir nicht gefallen (keine lebenszeit verschwenden)
8. zeitiger ins bett gehen. (diesbezüglich heute schon mal wieder komplett versagt)
Dienstag, 2. Januar 2007
marottig
der bienenstock ist sparsam ins neue jahr gegangen.
häppchen für zwei, obstsalat, eine flasche sekt (die erst heute ausgetrunken wurde), beethovens neunte von konwitschny dirigiert (cd), fremdes feuerwerk, kirchenglocken, persönliches resümee 2006 und ausblick 2007, hauptsache gesund bleiben, und ab ins bett.
apropos gesund bleiben:
das bienenkindlein kränkelt immer noch. es ist nicht wirklich krank, aber es kränkelt.
seit tagen temperatur um 37, mal 38, dann wieder 37. dazu anscheinend schmerzen, die wir nicht lokalisieren können. der kleine fasst sich permanent in den mund und hat heute auf die frage, ob er im mund ein "aua" habe, zustimmend genickt und "ahm" gesagt. es könnten halsschmerzen sein oder zahnungsbeschwerden (von den hinteren backenzähnen fehlen noch drei) oder wir haben wieder eine mittelohrentzündung (gott bewahre), die in den rachen ausstrahlt.
mein kind nöhlt und quengelt und bockt und geht teilweise äußerst aggressiv mit allem um. ich sage immer, er wird marottig: er fordert einen heraus und frönt noch viel ausgeprägter als sonst seinen marotten. alles zeichen genug, dass es ihm nicht gut geht.
trotzdem scheue ich mich, den kleinen morgen zum arzt zu schleppen - dort wird die hölle los sein, und möglicherweise fängt er sich dann erst recht was ein.
jetzt wollen wir noch einen tag abwarten und ihn zu hause pflegen. in die krippe bringe ich ihn erst, wenn ich weiß, dass wieder alles einigermaßen ok ist.
häppchen für zwei, obstsalat, eine flasche sekt (die erst heute ausgetrunken wurde), beethovens neunte von konwitschny dirigiert (cd), fremdes feuerwerk, kirchenglocken, persönliches resümee 2006 und ausblick 2007, hauptsache gesund bleiben, und ab ins bett.
apropos gesund bleiben:
das bienenkindlein kränkelt immer noch. es ist nicht wirklich krank, aber es kränkelt.
seit tagen temperatur um 37, mal 38, dann wieder 37. dazu anscheinend schmerzen, die wir nicht lokalisieren können. der kleine fasst sich permanent in den mund und hat heute auf die frage, ob er im mund ein "aua" habe, zustimmend genickt und "ahm" gesagt. es könnten halsschmerzen sein oder zahnungsbeschwerden (von den hinteren backenzähnen fehlen noch drei) oder wir haben wieder eine mittelohrentzündung (gott bewahre), die in den rachen ausstrahlt.
mein kind nöhlt und quengelt und bockt und geht teilweise äußerst aggressiv mit allem um. ich sage immer, er wird marottig: er fordert einen heraus und frönt noch viel ausgeprägter als sonst seinen marotten. alles zeichen genug, dass es ihm nicht gut geht.
trotzdem scheue ich mich, den kleinen morgen zum arzt zu schleppen - dort wird die hölle los sein, und möglicherweise fängt er sich dann erst recht was ein.
jetzt wollen wir noch einen tag abwarten und ihn zu hause pflegen. in die krippe bringe ich ihn erst, wenn ich weiß, dass wieder alles einigermaßen ok ist.
Samstag, 30. Dezember 2006
weihnachten im bienenstock
bedeutete:
durchfall beim (dennoch fröhlichem) bienenkind bis heiligabend
durchfall bei der (weniger fröhlichen) bienenmama ab heiligabend
diät und nochmal diät
schwiegermutterbesuch
alkohol und nochmal alkohol
aber auch (beim kindlein):
große stauneaugen und rote bäckchen bei der bescherung;
andächtiges verharren vor dem weihnachtsbaum (mit gefalteten händchen, beweisfoto in kürze);
auf bildern erkennen, wer jesuskind, maria, josef, die drei hirten, engel, sterne, etc., sind;
ein kipper, der am heiligabend mit ins bettchen musste;
mit freudenschreien tiere ein- und wieder auspacken, stundenlang;
sich zu "lasst uns froh und munter sein" im kreis drehen ("tanzen");
den papa von der couch vertreiben, raufklettern und sich dann selbst in die kissen lümmeln;
traurig sein, wenn alle türchen im adventskalender geöffnet sind;
usw.
gestern hat das bienenkindlein zum ersten mal ganz bewusst schnee gesehen. dicke dichte schneeflocken und unsere straße, in der alle häuser und autos wie mit puderzucker bestäubt aussahen. der kleine konnte sich gar nicht sattsehen. immer und immer wieder mussten wir das 15kg-kind hochheben und gemeinsam aus dem fenster schauen.
ansonsten hat das kindlein seit vorgestern erhöhte temperatur; nichts alarmierendes, aber so richtig gesund ist er nicht. was nun dazu führt, dass wir die geplante pneumokokken-impfung nicht machen können.
durchfall beim (dennoch fröhlichem) bienenkind bis heiligabend
durchfall bei der (weniger fröhlichen) bienenmama ab heiligabend
diät und nochmal diät
schwiegermutterbesuch
alkohol und nochmal alkohol
aber auch (beim kindlein):
große stauneaugen und rote bäckchen bei der bescherung;
andächtiges verharren vor dem weihnachtsbaum (mit gefalteten händchen, beweisfoto in kürze);
auf bildern erkennen, wer jesuskind, maria, josef, die drei hirten, engel, sterne, etc., sind;
ein kipper, der am heiligabend mit ins bettchen musste;
mit freudenschreien tiere ein- und wieder auspacken, stundenlang;
sich zu "lasst uns froh und munter sein" im kreis drehen ("tanzen");
den papa von der couch vertreiben, raufklettern und sich dann selbst in die kissen lümmeln;
traurig sein, wenn alle türchen im adventskalender geöffnet sind;
usw.
gestern hat das bienenkindlein zum ersten mal ganz bewusst schnee gesehen. dicke dichte schneeflocken und unsere straße, in der alle häuser und autos wie mit puderzucker bestäubt aussahen. der kleine konnte sich gar nicht sattsehen. immer und immer wieder mussten wir das 15kg-kind hochheben und gemeinsam aus dem fenster schauen.
ansonsten hat das kindlein seit vorgestern erhöhte temperatur; nichts alarmierendes, aber so richtig gesund ist er nicht. was nun dazu führt, dass wir die geplante pneumokokken-impfung nicht machen können.
Sonntag, 17. Dezember 2006
metaphysik am abend - erquickend und labend
filmtipp des monats: genesis.
der für mich faszinierendste gedankengang in diesem film:
unser menschlicher körper besteht aus zellen, die sterben und wieder erneuert werden. im laufe eines menschenlebens wird auf diese weise unser körper mehrere male "rundumerneuert", wenn man so will. und trotzdem ist man immer noch man selbst. wir sind also nicht nur materie. und wir sind auch nicht nur die form, durch die materie fließt. wir sind mehr als das.
wir wissen es und auch wieder nicht.
der für mich faszinierendste gedankengang in diesem film:
unser menschlicher körper besteht aus zellen, die sterben und wieder erneuert werden. im laufe eines menschenlebens wird auf diese weise unser körper mehrere male "rundumerneuert", wenn man so will. und trotzdem ist man immer noch man selbst. wir sind also nicht nur materie. und wir sind auch nicht nur die form, durch die materie fließt. wir sind mehr als das.
wir wissen es und auch wieder nicht.
Samstag, 16. Dezember 2006
lasst uns fro-oh u-und munter sein
ein foto-stöckchen von mama schwaner ...
hier also unser weihnachtsschmuck in einer auswahl, ganz unromantisch im blitzlichtgewitter...




hier also unser weihnachtsschmuck in einer auswahl, ganz unromantisch im blitzlichtgewitter...




idylle
wider besseren wissens bis 2 uhr nachts aufgeblieben, nachdem ich noch bis 23 uhr plätzchen gebacken hatte.
das liebe kindlein hat sich jedoch bis 9.30 h morgens selbst beschäftigt ("mama und papa brauchen ihren schlaf! so!") und kuschelte sich anschließend sogar noch einmal lange ins elternbett. dann fing das kindlein an, so vor sich hin zu stinken. beim wickeln war das malheur dann unübersehbar: der kleine herr hatte durch body und schlafanzug bis in den schlafsack durchgekackt (wenn jemand ein anderes wort dafür hat, bitte melden).
so wurde im bienenstock das wochenende eingeläutet.
als dankeschön fürs eltern-schlafen-lassen bekam das bienenkindlein ein mammut-frühstück mit pflaumenmus-toast, teewurst-toast und zwei bechern kakao. was nun dazu führte, dass das mittagessen zwangsläufig ausfiel, weil das kindlein nur müde, aber nicht hungrig war. jetzt schlummert es seelig, ich sitze am schreibtisch und arbeite, der bienenpapa kauft ein, und nachher werden wir noch die weihnachtskarten basteln.
sage nochmal einer, es gäbe keine familienidylle.
das liebe kindlein hat sich jedoch bis 9.30 h morgens selbst beschäftigt ("mama und papa brauchen ihren schlaf! so!") und kuschelte sich anschließend sogar noch einmal lange ins elternbett. dann fing das kindlein an, so vor sich hin zu stinken. beim wickeln war das malheur dann unübersehbar: der kleine herr hatte durch body und schlafanzug bis in den schlafsack durchgekackt (wenn jemand ein anderes wort dafür hat, bitte melden).
so wurde im bienenstock das wochenende eingeläutet.
als dankeschön fürs eltern-schlafen-lassen bekam das bienenkindlein ein mammut-frühstück mit pflaumenmus-toast, teewurst-toast und zwei bechern kakao. was nun dazu führte, dass das mittagessen zwangsläufig ausfiel, weil das kindlein nur müde, aber nicht hungrig war. jetzt schlummert es seelig, ich sitze am schreibtisch und arbeite, der bienenpapa kauft ein, und nachher werden wir noch die weihnachtskarten basteln.
sage nochmal einer, es gäbe keine familienidylle.
Donnerstag, 14. Dezember 2006
amnesie
da die bieneneltern die vereinbarung "keine weihnachtsgeschenke" getroffen haben (weise, weise), fällt die bescherung des kindleins umso größer aus. heute wurden acht neue "schleich"-tiere ins haus geliefert. im schlafzimmer wartet bereits ein großer laster samt anhänger, natürlich mit kippmechanismus (kipplaster sind einfach der hit im moment).
der bienenpapa sinnierte: "da kann er dann die tiere aufladen..." - "und zum schlachthof fahren..." - "da wird dann seine heiß geliebte teewurst hergestellt..."
werde jetzt ins bett gehen und versuchen, den störenden husten zu ignorieren. schlimm nur, dass da auch keine ohropax helfen.
es ist schon erstaunlich, bemerkte ich erst kürzlich, wie man drei monate lang, von kurzen phasen der gesundheit einmal abgesehen, krank bzw. angeschlagen sein kann, nur weil man ein anderthalbjähriges kind hat, das gerade seine immunabwehr aufbaut. dabei hatte man früher mal (der bienenkönigin entfährt ein kleiner seufzer) so eine stabile gesundheit, aber so was von stabil. hmpf.
es kann nur besser werden.
ich ertappe mich jetzt des öfteren dabei, von "früher" zu schwärmen. dabei meint "früher" meist die zeit mit meinem ein paar monate alten säugling. man vergisst zunehmend, wie anstrengend dies alles doch gewesen ist. man sieht sein kindlein durch die wohnung flitzen, schränke aufreißen, schubladen rauszerren, das telefon vom tisch runterholen, den ball gegen die blumenvase werfen, und denkt: man, war das schön, als er sich noch nicht mal drehen konnte und in seiner wiege lag. und man seufzt und schwelgt in schönen erinnerungen.
dann fällt mir aber doch wieder ein, wie sehr ich mir damals gewünscht habe, er würde sich endlich drehen, würde endlich sich auf seinen zwei beinchen (und ärmchen) fortbewegen, nur damit ich dieses schwere paket nicht mehr andauernd rumschleppen muss.
apropos, hier mal die kürzlich festgestellten aktuellen daten:
ca. 88 cm; 14,9 kg (geburt: 56 cm; 4,3 kg)
wo soll das noch bitte schön hinführen?????
der bienenpapa sinnierte: "da kann er dann die tiere aufladen..." - "und zum schlachthof fahren..." - "da wird dann seine heiß geliebte teewurst hergestellt..."
werde jetzt ins bett gehen und versuchen, den störenden husten zu ignorieren. schlimm nur, dass da auch keine ohropax helfen.
es ist schon erstaunlich, bemerkte ich erst kürzlich, wie man drei monate lang, von kurzen phasen der gesundheit einmal abgesehen, krank bzw. angeschlagen sein kann, nur weil man ein anderthalbjähriges kind hat, das gerade seine immunabwehr aufbaut. dabei hatte man früher mal (der bienenkönigin entfährt ein kleiner seufzer) so eine stabile gesundheit, aber so was von stabil. hmpf.
es kann nur besser werden.
ich ertappe mich jetzt des öfteren dabei, von "früher" zu schwärmen. dabei meint "früher" meist die zeit mit meinem ein paar monate alten säugling. man vergisst zunehmend, wie anstrengend dies alles doch gewesen ist. man sieht sein kindlein durch die wohnung flitzen, schränke aufreißen, schubladen rauszerren, das telefon vom tisch runterholen, den ball gegen die blumenvase werfen, und denkt: man, war das schön, als er sich noch nicht mal drehen konnte und in seiner wiege lag. und man seufzt und schwelgt in schönen erinnerungen.
dann fällt mir aber doch wieder ein, wie sehr ich mir damals gewünscht habe, er würde sich endlich drehen, würde endlich sich auf seinen zwei beinchen (und ärmchen) fortbewegen, nur damit ich dieses schwere paket nicht mehr andauernd rumschleppen muss.
apropos, hier mal die kürzlich festgestellten aktuellen daten:
ca. 88 cm; 14,9 kg (geburt: 56 cm; 4,3 kg)
wo soll das noch bitte schön hinführen?????
Dienstag, 12. Dezember 2006
tschüss fremdelphase
infektreste: hartnäckiger husten bei der bienenmama und beim kind.
gestern mal wieder ein tag bei den kollegen - die omi hat gehütet. der beste babysitter der welt.
die omi wurde im übrigen am samstag mit breitestem grinsen begrüßt. wenn man bedenkt, dass frühere omi-besuche meist mit tränen und gebrüll begannen und endeten (fremdel, fremdel), ist dies wirklich zeichen genug, dass wieder einmal eine wichtige entwicklungsstufe erklommen wurde.
wir sind ganz stolz auf unser pflegeleichtes, fröhliches, freundliches kind, dass sich ausgiebig von omi betütteln, bespielen, umsorgen ließ.
und ich wusste mein kindlein gut aufgehoben, während ich 60 kilometer entfernt versuchte, in einem taubenschlag zu arbeiten. möglicherweise sollte man den verlag zwei wochen vor weihnachten prinzipiell meiden - ich hätte es ja wissen können, sollen, müssen.
jetzt liegt hier auf dem schreibtisch wieder viel arbeit.
viel viel arbeit.
aber ich muss morgen erst einmal fotos zum entwickeln verschicken. und geschenkpapier kaufen. und kerzen besorgen. damit ich in vier tagen ein erstes lichtlein anzünden kann.
für mein omale.
gestern mal wieder ein tag bei den kollegen - die omi hat gehütet. der beste babysitter der welt.
die omi wurde im übrigen am samstag mit breitestem grinsen begrüßt. wenn man bedenkt, dass frühere omi-besuche meist mit tränen und gebrüll begannen und endeten (fremdel, fremdel), ist dies wirklich zeichen genug, dass wieder einmal eine wichtige entwicklungsstufe erklommen wurde.
wir sind ganz stolz auf unser pflegeleichtes, fröhliches, freundliches kind, dass sich ausgiebig von omi betütteln, bespielen, umsorgen ließ.
und ich wusste mein kindlein gut aufgehoben, während ich 60 kilometer entfernt versuchte, in einem taubenschlag zu arbeiten. möglicherweise sollte man den verlag zwei wochen vor weihnachten prinzipiell meiden - ich hätte es ja wissen können, sollen, müssen.
jetzt liegt hier auf dem schreibtisch wieder viel arbeit.
viel viel arbeit.
aber ich muss morgen erst einmal fotos zum entwickeln verschicken. und geschenkpapier kaufen. und kerzen besorgen. damit ich in vier tagen ein erstes lichtlein anzünden kann.
für mein omale.
Freitag, 8. Dezember 2006
lausig
dem bienenpapa ist kein ast auf den kopf gefallen. heldenhaft hat er sich durch die orkanböen hindurch nach hause gestrampelt.
aber es gibt ja auch dinge, die fallen einem auf den fuß. und liegen auf dem herzen. und manchmal krabbelt auch noch so ein schreckliches insekt über die leber.
aber das ist jetzt was anderes.
aber es gibt ja auch dinge, die fallen einem auf den fuß. und liegen auf dem herzen. und manchmal krabbelt auch noch so ein schreckliches insekt über die leber.
aber das ist jetzt was anderes.
der wind, der wind...
pünktlich zum beginn des wochenendes fegt draußen ein sturm, der sich gewaschen hat.
selbst mir, der vor acht jahren ins norddeutsche exil verpflanzten, ist er nicht geheuer, vor allem deshalb, weil ich den ehegatten noch draußen auf dem fahrrad weiß. natürlich ohne helm. sowas trägt ein richtiger mann ja nicht.
zittern, bis er da ist.
noch fünf minuten.
selbst mir, der vor acht jahren ins norddeutsche exil verpflanzten, ist er nicht geheuer, vor allem deshalb, weil ich den ehegatten noch draußen auf dem fahrrad weiß. natürlich ohne helm. sowas trägt ein richtiger mann ja nicht.
zittern, bis er da ist.
noch fünf minuten.
es weihnachtet sehr
der nikolaus war natürlich auch in der krippe.
er hatte riesige fußspuren hinterlassen, unübersehbar, und kleine tannenzweige ausgelegt.
aber das schönste war der glitzer auf den kleinen krippenkinderschuhchen und -strümpfchen, in denen natürlich auch ein mini-schoko-nikolaus und ein kleiner tannenzweig steckten.
das bienenkindlein mochte aber den mini-nikolaus gar nicht anfassen - es war ihm irgendwie unheimlich. später, so wurde mir berichtet, hat er aber den ganzen nikolaus genüsslich zum zweiten frühstück verputzt, wie alle anderen kinder auch - anschließend wurden natürlich die zähnchen geputzt.
ich habe das deutliche gefühl, dass das kindlein bereits sehr vieles von dem versteht, was in dieser besonderen zeit um ihm herum vorgeht, und alles mit neugierde aufnimmt. da sind die weihnachtssterne in den fenstern (nicht nur in unseren), die lichterketten, die weihnachtsmänner und engel, die strohsterne und die kerzen. auf alles wird gezeigt, man muss ihm die dinge benennen, aber er lauscht eben auch schon beinahe andächtig, wenn man ihm ein bild von einer krippe zeigt und dazu (in sehr groben zügen) die weihnachtsgeschichte erzählt bzw. ihm "ihr kinderlein kommet" vorsingt.
heute nachmittag sagte der bienenpapa: "wir müssen noch das türchen aufmachen!", und unser kindlein wusste sofort, was gemeint war, rannte mit einem unbeschreiblichen freudenschrei durch die wohnung, bis es vor dem adventskalender (mit bildchen) stand und schaute dann den papa fragend an (denn nur er weiß ja, welches türchen aufgemacht werden kann). einfach unglaublich.
er hatte riesige fußspuren hinterlassen, unübersehbar, und kleine tannenzweige ausgelegt.
aber das schönste war der glitzer auf den kleinen krippenkinderschuhchen und -strümpfchen, in denen natürlich auch ein mini-schoko-nikolaus und ein kleiner tannenzweig steckten.
das bienenkindlein mochte aber den mini-nikolaus gar nicht anfassen - es war ihm irgendwie unheimlich. später, so wurde mir berichtet, hat er aber den ganzen nikolaus genüsslich zum zweiten frühstück verputzt, wie alle anderen kinder auch - anschließend wurden natürlich die zähnchen geputzt.
ich habe das deutliche gefühl, dass das kindlein bereits sehr vieles von dem versteht, was in dieser besonderen zeit um ihm herum vorgeht, und alles mit neugierde aufnimmt. da sind die weihnachtssterne in den fenstern (nicht nur in unseren), die lichterketten, die weihnachtsmänner und engel, die strohsterne und die kerzen. auf alles wird gezeigt, man muss ihm die dinge benennen, aber er lauscht eben auch schon beinahe andächtig, wenn man ihm ein bild von einer krippe zeigt und dazu (in sehr groben zügen) die weihnachtsgeschichte erzählt bzw. ihm "ihr kinderlein kommet" vorsingt.
heute nachmittag sagte der bienenpapa: "wir müssen noch das türchen aufmachen!", und unser kindlein wusste sofort, was gemeint war, rannte mit einem unbeschreiblichen freudenschrei durch die wohnung, bis es vor dem adventskalender (mit bildchen) stand und schaute dann den papa fragend an (denn nur er weiß ja, welches türchen aufgemacht werden kann). einfach unglaublich.
Mittwoch, 6. Dezember 2006
so einfach
kleine sonne
springt aus dem zündholz
holt die welt aus dem dunkel
imma von bodmershof, "haiku"
springt aus dem zündholz
holt die welt aus dem dunkel
imma von bodmershof, "haiku"
Montag, 4. Dezember 2006
schon wieder
irgendwann zwischen dem laternenumzug am freitag (der in ein elterliches glühwein-trinken an der eislaufbahn mündete), dem großeinkauf zu fuß samt kind am samstag und dem langen spaziergang über felder, wiesen und pferdekoppeln am sonntag hat sich anscheinend der nächste böse infekt bei der bienenmama eingeschlichen. auch der bienenpapa ist malade.
möglicherweise ist es aber auch immer noch derselbe infekt, der sich eine gute woche lang getarnt und gewartet hat, bis die zeit günstig war, wieder zuzuschlagen.
aber ich will nicht klagen, denn es geht mir den umständen entsprechend sehr gut (diesmal keine halsschmerzen und kein fieber); und das bienenkindlein hat sich (noch) nicht angesteckt. *die bienenmama klopft mal eben dreimal auf holz, damit das auch so bleibt, und gönnt sich gleich eine tasse tee*
möglicherweise ist es aber auch immer noch derselbe infekt, der sich eine gute woche lang getarnt und gewartet hat, bis die zeit günstig war, wieder zuzuschlagen.
aber ich will nicht klagen, denn es geht mir den umständen entsprechend sehr gut (diesmal keine halsschmerzen und kein fieber); und das bienenkindlein hat sich (noch) nicht angesteckt. *die bienenmama klopft mal eben dreimal auf holz, damit das auch so bleibt, und gönnt sich gleich eine tasse tee*
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